Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Aktuelle Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufe

 

Mit einzelnen Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufen untersetzt das BMEL seine im Rahmen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ veröffentlichten Förderschwerpunkte. Die Bekanntmachungen und Aufrufe greifen konkreten Forschungsbedarf in streng umrissenen Themenfeldern auf und sind in der Regel zeitlich befristet. Für die Bewerbung auf die jeweiligen Bekanntmachungen und Aufrufe nutzen Sie bitte die im Kapitel „Antragsverfahren“ angebotenen Hilfestellungen.

 
 

 

Aufruf: Stärkung der landwirtschaftlichen Rest- und Abfallstoffverwertung für die Biogaserzeugung

Veröffentlichungsdatum: 16. April 2018

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:

Dr. Petra Schüsseler
p.schuesseler(bei)fnr.de
03843/6930-128

Einreichungsfrist für Anträge: Freitag, der 31. August 2018

Die Bundesregierung setzt bei der energetischen Nutzung von Biomasse auch künftig verstärkt auf den Einsatz von Rest- und Abfallstoffen. Mit dieser Strategie erwartet sie eine Entschärfung von Flächenkonkurrenzen und eine Reduzierung der Kosten der Stromerzeugung aus Biomasse.

Zu den für die Biogaserzeugung in größerem Umfang bereits verwendeten landwirtschaftlichen Rest- und Abfallstoffen zählen tierische Exkremente, vorrangig Rinder- und Schweinegülle. Derzeit werden ca. ein Drittel des vorhandenen technischen Potenzials genutzt. Neben den ungenutzten Mengen tierischer Exkremente sind weitere Rest- und Abfallstoffe für eine energetische Nutzung durchaus prädestiniert. Hierzu gehören insbesondere Stroh, aber auch Landschaftspflegematerial, Grünschnitt von öffentlichen Flächen oder Ernterückstände. Reststoffe aus der Lebens- und Futtermittelindustrie befinden sich dagegen bereits überwiegend in Nutzung.

Über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) werden und wurden verschiedene Forschungsprojekte  zur Identifizierung und energetischen Verwertung von biogenen Rest- und Abfallstoffen wie z.B. Gülle, Pferdemist, Stroh oder Landschaftspflegematerial gefördert. Eine besondere Stellung nimmt hier die Studie „Biomassepotenziale von Rest- und Abfallstoffen – Status quo in Deutschland“ ein (siehe: mediathek.fnr.de/band-36-biomassepotenziale-von-rest-und-abfallstoffen.html ). Diese und andere Studien weisen grundsätzlich auf vorhandene Potenziale und Möglichkeiten der Aufbereitung und Konversion dieser Stoffgruppen hin.

Mit dem befristeten Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen sollen innovative Vorhaben unterstützt werden, die diese Thematik voranbringen. Die einzuwerbenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sollen zukunftsfähige Maßnahmen und Verfahren entwickeln, die zu einer Mobilisierung und vermehrten Nutzung landwirtschaftlicher Rest- und Abfallstoffströme für die Biogaserzeugung beitragen. Ein hoher Innovationsgehalt der Projektidee und eine angemessene Abgrenzung zu abgeschlossenen und laufenden Forschungsarbeiten sind Grundvoraussetzung für eine Förderung.

Nicht förderfähig im Sinne des Förderaufrufs sind Vorhaben, bei denen vorrangig Entsorgungsprobleme im Mittelpunkt stehen.

Der Aufruf greift den nachfolgenden Förderschwerpunkt des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ des BMEL über das Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ (EKF) auf:

Mit diesem zeitlich befristeten Aufruf soll der genannte Förderschwerpunkt insbesondere durch praxisnahe Lösungen untersetzt und spezifiziert werden. Geförderte Projekte müssen die Markterfordernisse im Blick haben und marktrelevante bzw. anwendungsbezogene Arbeiten umfassen. Die Förde-rung von direkten Investitionen in Bioenergieanlagen ist nicht Gegenstand des Aufrufs.

Das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ des BMEL ist zuwendungs- und beihilferechtliche Grundlage der Förderung. Es sind nur Vorhaben förderfähig, die einen Beitrag zu den förderpolitischen Zielen dieses Programms leisten, gleichzeitig gilt es, die Ziele des Sondervermögens EKF zu berücksichtigen.

Details zum Ablauf des Antragsverfahrens sowie weitere Informationen sind über den „Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen“ sowie den Projektträger FNR (Bearbeiter: Dr. Petra Schüs-seler; E-Mail: p.schuesseler(bei)fnr.de ) erhältlich.

Projektvorschläge können bis zum 31. August 2018 bei der FNR eingereicht werden. Die Begutachtung und Bewertung erfolgt nach dem Einsendeschluss. Mittel für eine Förderung im Rahmen dieses Aufrufes stehen nur begrenzt zur Verfügung, es gilt der Haushaltsvorbehalt. Zur Erstellung von Projektskizzen steht die internetbasierte Plattform easy-online zur Verfügung.

Download des vollständigen Aufrufs

 

Aufruf: „Erhalt der Gemeinen Esche als Wirtschaftsbaumart“

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:
Sebastian Kinowski; E-Mail: s.kinowski(bei)fnr.de, 03843-6930-171
Robert Heggemann, r.heggemann(bei)fnr.de, Tel.: +49 3843 6930-170

Einreichungsfrist für Anträge: keine

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) unter dem Förderschwerpunkt „Stärkung der nachhaltigen Forstwirtschaft zur Sicherung der Waldfunktionen“ Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben zum Thema „Erhalt der Gemeinen Esche als Wirtschaftsbaumart“ zu fördern.

Das Eschentriebsterben wird durch den aus Ostasien stammenden Pilz Falsches Weißes Stengelbecherchen (Hymenoscyphus fraxineus) mit seiner Nebenfruchtform Chalara fraxinea ausgelöst. Der Erstnachweis in Deutschland erfolgte im Jahr 2007. Seitdem sind in ganz Deutschland sowie in weiten Teilen Europas Eschenbestände flächendeckend durch den Pilz befallen, und das Vorkommen der Gemeinen Esche im deutschen Wald geht kontinuierlich drastisch zurück. Neben dramatischen finanziellen Einbußen für Forstbetriebe aufgrund von Qualitätsverschlechterungen des Holzes, Mortalität der Bäume und erhöhtem Aufwand für Kontrollen und Maßnahmen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht ist die forstliche Zukunft der Gemeinen Esche ungewiss, v.a. da Neuanpflanzungen nicht empfohlen werden.

Nach erfolgter Infektion über die Blätter sterben Jungbäume meist bereits nach kurzer Zeit ab. Ältere Bäume werden durch den Pilz geschwächt und anfälliger gegenüber sekundären Schadorganismen (z.B. Hallimasch, Eschenbastkäfer und perspektivisch den Asiatische Eschenprachtkäfer). Das Absterben bei älteren Bäumen dauert meist mehrere Jahre und steht häufig in enger Verbindung mit den sogenannten Stammfußnekrosen. Aufgrund unterschiedlicher Intensität der Schadsymptome an einzelnen Bäumen wird von einer verschieden stark ausgeprägten Anfälligkeit gegenüber den Pilzbefall ausgegangen. Verantwortliche Mechanismen dafür sind allerdings noch nicht bekannt.

Seit dem Auftreten des Eschentriebssterbens in Deutschland wird intensiv dazu geforscht. Dies erfolgt durch verschiedene Forschungseinrichtungen und z.T. verknüpft mit einem intensiven Erfahrungsaustausch auf europäischer Ebene (Netzwerk FRAXBACK). Als hinderlich stellt sich die Tatsache dar, dass die Forschungsanstrengungen in den einzelnen Bundesländern auf der Verwendung unterschiedlicher Methoden und Verfahren (z.B. beim Monitoring) beruhen, was die Vergleichbarkeit der Ergebnisse und Ableitung einheitlicher und gebündelter Handlungsempfehlungen erschwert. Auch wenn bereits zahlreiche wichtige Fragen beantwortet werden konnten, besteht weiterhin großer Forschungsbedarf zum Eschentriebsterben und zum Schutz der Gemeinen Esche vor weiteren biotischen Schadorganismen.

Download des vollständigen Förderufrufs

 

Aufruf: "Entwicklung und Erprobung innovativer biobasierter Schmierstoffe"

Ihr Ansprechpartner bei der FNR: Dr. Norbert Holst (Tel: 03843/6930-118, E-Mail: n.holst(at)fnr.de)

Ablauf des Aufrufs: Montag, der 30. April 2018

Die Nationale Politikstrategie Bioökonomie der Bundesregierung setzt Prioritäten für ein Fortschreiten in Richtung einer wissensbasierten Bioökonomie. Ein Handlungsfeld ist die Erschließung von Wachstums­märkten und die Unterstützung von innovativen Technologien und Produkten auf der Basis nachwachsender Ressourcen.

Das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ des Bundesministeri­ums für Ernährung und Landwirtschaft greift dieses Handlungsfeld im Förderbereich „Biobasierte Produkte und Bioenergieträger“ auf.

Ziel der Förderung von Forschungsvorhaben zur Entwicklung innovativer biobasierter Schmierstoffe ist es, den insgesamt noch wenig entwickelten Markt der Bioschmierstoffe durch neue Produkte und Verfahren zu unterstützen. Entsprechende Lösungen müssen – über den Aspekt der Biobasiertheit hinaus – Vorteile gegenüber bereits am Markt etablierten Schmierstoffen bezüglich des Eigenschaftsprofils und/oder des Preises bieten. Zudem sind Lösungsansätze zur Herstellung/Verarbeitung und Anwendung von biobasierten Schmierstoffen im High-Performance-Bereich und zu Produkten mit einer hohen Wertschöpfung gewünscht.

Durch die Förderung von Forschung und Entwicklung sollen solche Bioschmierstoffe unterstützt werden, die Innovationen im jeweiligen Einsatzbereich darstellen, eine besondere Produktperformance aufweisen und als Endprodukte am Markt sichtbar werden. Darüber hinaus sind Aspekte der Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit und Ressourcensicherheit zu berücksichtigen.

Mit dem hier formulierten Aufruf wird zur Einreichung von Projektvorschlä­gen zur Entwicklung und Erprobung innovativer biobasierter Schmierstoffe aufgefordert. Jedes Vorhaben sollte zudem sicherstellen, dass die Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bereits Markterfordernisse im Blick haben. Dies kann durch eine Kompetenz­bündelung von akademischer/nicht-akademischer Forschung und Anwendungsindustrie gewährleistet werden. Eine angemessene Beteiligung der gewerblichen Wirtschaft an den Vorhaben wird voraus­gesetzt.

Projektvorschläge können vom 01.11.2017 bis spätestens zum 30.04.2018 beim Projektträger des BMEL, der Fachagentur Nachwach­sende Rohstoffe e.V.,  eingereicht werden. Die Begutachtung und Bewertung erfolgt nach Einsendeschluss. Die Mittelausstattung für den Förderschwerpunkt ist begrenzt.

Download des vollständigen Aufrufs

 

Aufruf: "THG- und Schadstoffemissionsminderung bei kleinen und mittelgroßen Biomassefeuerungsanlagen"

Aufruf auf Anregung des Lenkungsausschusses „Feste Bioenergieträger“ (FB)“ im Rahmen der Förderschwerpunkte des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) und des Energie- und Klimafonds (EKF)

Ihr Ansprechpartner bei der FNR: Dr. Andrej Stanev (Tel: 03843/6930-134, E-Mail: a.stanev(bei)fnr.de)

Ablauf des Aufrufs: Montag, der 30. April 2018

Ab 01.01.2015 gilt, dass bei neu errichteten, automatisch beschickten Biomassefeuerungen ab einer Nennwärmeleistung von 4 kW nach der Inbetriebnahme im Rahmen von wiederkehrenden Schornsteinfegermessungen in jedem zweiten Kalenderjahr der Nachweis erbracht werden, dass die Anforderungen an Partikelemissionen gemäß Stufe 2 der 1. BImSchV in Höhe von 0,02 g/Nm³ (bei 13% Rest-O2)  eingehalten werden müssen.

Kurz- und mittelfristig werden neue EU-Emissionsrichtlinien für Biomassefeuerungsanlagen wie z.B. die Ökodesign RL für Kleinfeuerungen bis 500 kW (RL der EU 2015/1189 vom 28. April 2015, gültig ab 2020 für Kesselanlagen) und die sog. EU-MCP Direktive für Anlagen mit einer Leitung zwischen 1 MW und 50 MW (gültig ab Dezember 2017) eingeführt. Es werden insbesondere verschärfte Regelungen zu den Themen Feinstaub, Stickoxide (z.Z. im Rahmen der 1. BImSchV nicht limitiert), Energieeffizienz, aber auch andere Schadstoffkomponenten im Abgas eingeführt. Diese stellen z.T. eine erhebliche Herausforderung für die Biomasseverbrennungstechnik dar, da auch Bestandsanlagen betroffen sind.

Trotz technischer Fortschritte bei automatisch beschickten Biomasseheizkesseln besteht ein erhebliches Risiko, dass nach der Einführung der o.g. EU-Regelungen nicht bei allen neu in Betrieb genommenen Anlagen die Emissionsanforderungen sicher und dauerhaft eingehalten werden können. Umgehende, effektive Maßnahmen zur umfassenden Emissionsminderung im Bereich Biomassefeuerungsanlagen und ein koordiniertes Vorgehen zur Umsetzung sind notwendig, um eine künftige, effiziente und emissionsarme Nutzung von Biomasse im Wärmesektor abzusichern. Um dieses Ziel möglichst kurzfristig zu erreichen, wird nach Empfehlungen des Lenkungsausschusses „Feste Bioenergieträger“ unter der Leitung der FNR dieser Aufruf veröffentlicht.

Mit dem Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen sollen wissenschaftlich fundierte Grundlagen sowie zukunftsfähige Konzepte für die genehmigungsfähige Bereitstellung und Nutzung von Wärme aus Biomasse entwickelt werden. Ein hoher Innovationsgehalt der Projektideen und eine angemessene Abgrenzung zu abgeschlossenen und laufenden Forschungsarbeiten sind Grundvoraussetzungen für eine Förderung.

Mit diesem Aufruf, der zeitlich begrenzt ist, soll das Themenfeld „Wärme aus Biomasse in künftigen Energiesystemen“ untersetzt und spezifiziert werden. Dabei sollen ausschließlich Projekte initiiert werden, die die Markterfordernisse im Blick haben und entsprechend ausgerichtet sind. Vorhaben zur Grundlagenforschung ohne direkten Anwendungsbezug sind folglich nicht förderfähig.

Projektvorschläge können bis zum 30. April 2018 bei der FNR eingereicht werden. Die Begutachtung und Bewertung erfolgt nach dem Einsendeschluss. Die Mittelausstattung für den Förderschwerpunkt ist begrenzt.

Das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ ist grundlegend bei der Antragstellung zu berücksichtigen. Dabei können nur Vorhaben gefördert werden, die einen Beitrag zu den förderpolitischen Zielen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ des BMEL leisten.

Details zum Ablauf des Antragsverfahrens sowie weitere Informationen sind über den „Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen“ sowie den Projektträger FNR (Bearbeiter: Dr.-Ing. Andrej Stanev; E-Mail: a.stanev(bei)fnr.de) erhältlich.

Download des gesamten Aufrufs

 
Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
 
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