Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Evaluierung, Züchtung und Einsatz von Feldgras (Welsches und Einjähriges Weidelgras) als pflanzlicher Energierohstoff für die Biogasnutzung; Teilvorhaben 2: Züchtung von Energiegras

Anschrift
Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG
Hohenlieth-Hof
24363 Holtsee
Kontakt
Dr. Bernhard Ingwersen
Tel: +49 4351 736-126
E-Mail: b.ingwersen@npz.de
FKZ
22004306
Anfang
01.11.2006
Ende
31.10.2009
Ergebnisdarstellung
Auf den drei Standorten Braunschweig (JKI), Asendorf (EGB) und Hohenlieth (NPZ) wurden Feldversuche mit Welschem, Einjährigen und Deutschem Weidelgras und Leguminosen-Grasmischungen durchgeführt. Am Standort Braunschweig erfolgten zudem Anbauversuche zur Erweiterung von bestehenden Fruchtfolgen. Von den Projektpartnern EGB und NPZ wurden Versuche zur vollständigen Ausnutzung der Ertragsheterosis mittels der Entwicklung von Hybridsorten zur nachhaltigen Steigerung der Ertragsfähigkeit von Welschem Weidelgras (WD) und Einjährigem Weidelgras (WEI) durchgeführt. Die Erfassung der Qualitäts- und Ertragsparameter ergab für das Welsche und Einjährige Weidelgras, dass die WV-Sorten NPZ 30/00 und Fabio zu beiden Schnittterminen hohe TM-Erträge und günstige Inhaltsstoffe hatten, ebenso die WIE-Sorten Lipluto (LWZ 008) und Condado, allerdings auf einem unterschiedlichen Niveau im Vergleich der Schnitttermine. Diese vier Sorten haben das Potential durch züchterische Weiterentwicklung zur Biogasproduktion eingesetzt zu werden. Die Entwicklung von Hybridsorten zeigte, dass die Hybridzüchtung die Leistungsfähigkeit weiter steigern kann auch wenn sich die höheren TM-Erträge in diesem Versuch statistisch nicht absichern ließen. Die inhaltstoffliche Zusammensetzung zeigt, dass die Hybriden bei einem Mehrertrag keine Qualitätseinbußen zu verzeichnen haben. Damit sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Silierung und Biogasprodukion gegeben. Für den Einsatz der Grasarten WV und WEI als Erstfrucht im Zweikulturanabau kann die Aussage getroffen werden, dass beide Arten zum Schnitttermin Ährenschieben höhere TM-Erträge aufwiesen als zum jeweiligen früheren Termin Blattstadium. Die Zweitfrucht Mais erreichte als spät abreifende Sorte den signifikant höchsten TM-Ertrag. In der Summe von Erstfrucht und Zweitfrucht jedoch ergaben sich keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des TM-Gesamtertrages. Von der inhaltstofflichen Zusammensetzung her ist die Ernte der Gräser zum Blattstad
Aufgabenbeschreibung
Ziel des Verbundvohabens ist die Entwicklung von Weidelgraspflanzen, die eine Alternative bzw. Ergänzung zu Mais in der Fruchtfolge bieten und gleichzeitig durch eine ertragreiche und immergrüne Fruchtfolge eine bessere Auslastung und Beschickung der Biogasanlagen ermöglichen. Hierbei soll in Leistungsprüfungen bei einhemischen Gräsern, besonders bei den kurzlebigen Arten Welschen und Einjähriges Weidelgras, die für die Nutzung als Energiegras vorhandene Variabilität evaluiert werden sowie die Optionen, einer züchterischen Weiterentwicklung untersucht werden. Dazu gehören Ertragserfassungen und die Ermittlung von Qualitätsparametern. Die Qualitätserfassung sowie die Weiterentwicklung der zugehörigen Methoden erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Partner FAL. Außerdem sollen Experimentalhybriden produziert und geprüft werden, die eine nachhaltige Steigerung der Ertragsfähigkeit durch vollständige Ausnutzung der Heterosis ermöglichen. Die ermittelten Ergebnisse fliessen in die Empfehlungen und Beratungen für Biogaswirte in Richtung maximierter Jahresbiomasseerträge durch optimierte Sortenwahl und Furchfolgegestaltung sowie in die Züchtungspraxis.

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