Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

 

Optimierung des Anbauverfahrens für Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum) als Kofermentpflanze in Biogasanlagen sowie Überführung in die landwirtschaftliche Praxis

Anschrift
Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) - Thüringer Zentrum Nachwachsende Rohstoffe
07743 Jena
Naumburger Str. 98
Kontakt
Dr. habil. Armin Vetter
Tel: +49 3641 683-200
E-Mail: armin.vetter@tll.thueringen.de
FKZ
22004307
Anfang
01.05.2007
Ende
30.04.2010
Aufgabenbeschreibung
Mit steigender Zahl landwirtschaftlicher Biogasanlagen sowie den intensiven Anstrengungen zur weiteren Optimierung der Monofermentation wächst der Bedarf an pflanzlicher Biomasse für den Einsatz als Koferment bzw. Substrat in diesen Anlagen. Bisher kommen in der Praxis hauptsächlich Mais, Gräser und Getreide zum Einsatz. Die Durchwachsene Silphie als ausdauernder Korbblütler mit einer Nutzungsdauer von mehr als 10 Jahren und Erträgen auf dem Niveau von ertragreichem Silo- bzw. Energiemaissorten stellt potentiell eine interessante Anbaualternative dar. Erste Anbau- und Verarbeitungsversuche belegen die gute Eignung der Pflanze für die Biogasgewinnung. Um sie erfolgreich in der Praxis zu etablieren, ist es erforderlich, das gesamte Anbauverfahren weiter zu optimieren. Probleme und hohe Kosten resultieren bislang besonders aus der Phase der Bestandesetablierung. Hierzu sollten im Rahmen des Projekts Direktsaatversuche, Aussaat unter Deckfrucht sowie mehrortige Herkunftsprüfungen umgesetzt werden. Auch die Erstverarbeitung (Silierung) bietet durch Variation des Erntetermins, dem Einsatz von unterschiedlichen Silierhilfsmitteln, etc. noch zahlreiche Möglichkeiten hinsichtlich der Steigerung der Gasausbeute. Ziel ist die Einführung der Durchwachsenen Silphie als pflanzliches Koferment in die landwirtschaftliche Praxis.
Ergebnisdarstellung
Die Versuche zeigten, dass eine langjährige Nutzung der Pflanze ohne Ertragseinbußen möglich ist. Des Weiteren konnte im Rahmen mehrortiger Herkunftsprüfungen belegt werden, dass die Silphie über eine breite Standortvariabilität verfügt und in unterschiedlichen Regionen Deutschlands in ertraglicher Hinsicht mit Mais konkurrieren kann. Entscheidend ist eine optimale Bestandesdichte, die bei Pflanzung bei ca. 40.000 Pflanzen/ha liegt. Weitere Pflanzabstände erreichten zwar ähnliche Erträge wiesen aber im Anpflanzjahr deutlich geringere Konkurrenzkraft gegenüber Unkräutern auf. Eine Möglichkeit, im Anpflanzjahr einen Erlös zu erzielen bzw. auflaufende Unkräuter zu unterdrücken, wurde in der Pflanzung bzw. Saat der Silphie unter Deckfrucht gesehen. Allerdings erhöht sich bei diesem Verfahren, insbesondere in trockenen Jahren, das Anbaurisiko deutlich und der Ertrag der Silphie im Ertragsjahr bleibt in jedem Fall hinter denen der Reinkultur zurück. Erste Versuche zur Bestandesetablierung durch Aussaat, die in Zusammenarbeit mit der N. L. Chrestensen GmbH erfolgte, verliefen erfolgversprechend, setzen jedoch effiziente Unkrautbekämpfungsvarianten voraus. Verträglichkeitsprüfungen von Herbiziden bildeten einen weiteren Schwerpunkt des Themas. Zudem wurde ein Düngungsversuch, bei dem die Gärrestrückführung im Vergleich zur mineralischen Düngung geprüft wird, begonnen. Auch hier zeigten sich positive Ansätze, die jedoch noch zu bestätigen sind. Mit der Praxiseinführung ist 2007 auf 0,75 ha in Pahren begonnen worden. Hier erreichte die Silphie 2009 einen Mehrertrag von > 20 % gegenüber Mais. Weitere Flächen sind 2008 bis 2010 hinzugekommen, so dass sich der Anbauumfang gegenwärtig auf ca. 50 ha deutschlandweit beläuft. Auf Basis der Versuchsergebnisse und Erhebungen in der Praxis wurde das Anbauverfahren (Pflanzung) ökonomisch bewertet. Hier zeigte sich, dass die Silphie bei 11 Erntejahren in geeigneten Gebieten dem Mais wirtschaftlich ebenbürtig sein kann.

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