Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Züchterische Bearbeitung von Färberpflanzen sowie Extraktion der Farbstoffe und deren Einsatz in der Lederfärbung: Teilvorhaben 2: Verbesserung der Ertragsleistung und Qualität von Färberkrapp durch Selektion und züchterische Maßnahmen

Anschrift
Justus-Liebig-Universität Gießen - FB 09 - Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement - Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung I
Ludwigsstr. 23
35390 Gießen
Kontakt
Prof. Dr. Richard Marquard
Tel: +49 6 41 99-37460
E-Mail:
FKZ
22006398
Anfang
01.09.1999
Ende
30.09.2002
Ergebnisdarstellung
Bei den Feldversuchen wurde die Ernte nach zwei Kulturjahren durchgeführt. Die dabei ermittelten Ertrags- und Qualitätsdaten bilden die Grundlage für die Saatgutvermehrung und weitere Züchtungsarbeiten. Über den nach der Ernte eingepflanzten Wurzelkopf war eine Regeneration der besten Einzelpflanzen möglich. Bei der Einzelpflanzenprüfung erbrachte die Varianzanalyse signifikante Unterschiede zwischen den Genotypen bezüglich der Wurzeltrockenmasse, des Farbstoff- und Alizaringehaltes sowie des Farbstoffertrages. Selektierte Einzelpflanzen mit hohen Ertrags- und Qualitätsmerkmalen wurden gepflanzt und dienen als Genreservoir für weitere Züchtungsarbeiten. Anhand der RAPD-PCR-Analysen wird deutlich, dass die untersuchten Populationen genetisch nicht deutlich abgetrennt werden können. Die meisten Herkünfte weisen untereinander eine genetische Ähnlichkeit von ca. 80 % (50 - 90 %) auf. Bei der Leistungsprüfung mit "Cesme-Selektionen" traten in den ersten beiden Jahren keine signifikanten Ertrags- und Qualitätsunterschiede zwischen den Prüfgliedern auf. Hier bleiben die Ergebnisse des dritten Kulturjahres abzuwarten. Der Zeiternteversuch verdeutlicht, dass der Erntezeitpunkt für den Ertrag und die Qualität von Krappwurzeln eine entscheidende Rolle spielt. Im Gefäßversuch wurde im zweiten Kulturjahr die beste Farbstoffqualität bei Ernten vom Austrieb bis Blühbeginn erreicht, während die Erträge zur Blüte und am Ende der Vegetationsperiode am höchsten waren. In der HPCL-Analytik gelang die Entwicklung einer Methode zur Bestimmung des Alizaringehaltes, der neben dem Gesamtfarbstoffgehalt als weiteres Qualitätskriterium für die Rubia-Herkünfte herangezogen wurde. Die Zusammensetzung des Farbstoffkomplexes (weitere Hydroxyanthrachinone, Glykoside) konnte noch nicht erfasst werden. Hier bieten sich weitere Entwicklungsmöglichkeiten im Analytikbereich für eine umfassendere Qualitätsbewertung an
Aufgabenbeschreibung
Nachdem in den letzten Jahren der Anbau von Färberpflanzen in geringen Umfang in Deutschland wieder eingeführt wurde, hat das vorliegenden Verbundvorhaben zum Ziel, durch die züchterische Bearbeitung ausgewählter Färberpflanzen (Färberknöterich, Fräberhundskamille, Kanadische Goldrute, Krapp) Pflanzenmaterial mit einer reproduzierbaren, gleichmäßig hohen Qualität für die industrielle Verarbeitung zu liefern, und Absatzmärkte zu etablieren. Im wesentlichen sollen Möglichkeiten geschaffen werden, um der Farbstoffextraktverarbeitenden Industrie einen homogenen, dosierbaren und mustergetreuen Extrakt für den Einsatz in der Lederfärbung anbieten zu können. Neben dem Anbau und der züchterischen Bearbeitung der Pflanzen soll eine kleintechnische Extraktionsanlage weiterentwickelt werden. In einem Kooperationsbetrieb sollen die Ergebnisse von Probefärbungen auf Lichtechtheit und andere relevante Gebrauchseigenschaften überprüft werden. Darüber hinaus soll ein Vermarktungskonzept erarbeitet werden. Im Teilvorhaben 2 der Universität Gießen wird die Krappzüchtung bearbeitet. Daneben soll eine verbesserte Qualitätsanalytik für Färberpflanzen entwickelt werden.

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