Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Kultivierung ausgewählter Boretschgewächse zur Nutzung der Samenöle als Quelle für Delta-6-Fettsäuren

Anschrift
Exsemine GmbH
06198 Salzatal
Am Wehr 4
Kontakt
Gert Horn
Tel: +49 34609 20251
E-Mail: gerthorn@gmx.de
FKZ
22006607
Anfang
01.06.2007
Ende
30.06.2010
Aufgabenbeschreibung
Das Vorhaben soll einen Beitrag zur Diversifizierung der Agrarlandschaft und zur markt- und standortangepassten Produktion leisten. Es wird auf wertschöpfungsintensive Sonderkulturen abgezielt, die unter den Bedingungen des ökologischen Landbaues erzeugt werden können. Ziel ist es, Samenöle mit hohen Gehalten an Delta-6-Fettsäuren zu erzeugen. Neben Gamma-Linolensäure gilt das besondere Interesse dabei der Stearidonsäure, die der Familie der Omega-3-Fettsäuren angehört und in der aktuellen ökotrophologischen Betrachtung zur Vorbeugung und Therapie von chronisch-entzündlichen sowie kardiovaskulären Erkrankungen steht. Für Kletten-Igelsame (Lappula squarrosa) soll neben der Prüfung von Wildherkünften eine Anbautechnologie (biologisch-organisch) entwickelt werden. Gleichzeitig wird Lappulaöl hinsichtlich seiner Verwendbarkeit in Kosmetikprodukten geprüft. Erste Präparate werden entwickelt. Weiterhin werden Wildakzessionen vom Gemeinen Beinwell (Symphytum officinale) unter pflanzenbaulichen und phytochemischen Aspekten bewertet und erste Anbauversuche durchgeführt. Die besonderen Samenöle sollen zunächst der äußerlichen kosmetischen Anwendung dienen.
Ergebnisdarstellung
Lappula squarrosa weist ein Ertragspotenzial von 10-15 dt/ha auf. Der Ölgehalt der Früchte liegt zwischen 18 und 25% und der Anteil von Stearidonsäure am Fettsäurespektrum bewegt sich im Bereich von 18-23 %. Außerdem liegen alpha- und gamma-Linolensäure in Anteilen von 32-37% und 7-9% vor. Ölerträge von mehr als 200 kg/ha sind möglich. Die Art weist neben ein- und zweijährigen Formen auch Typen auf, die ein Übergangsverhalten zeigen. Für eine künftige Nutzung erscheinen nur die einjährigen von Interesse. Die ertragsrelevanten, aber auch pflanzenbauliche Merkmale zeigten eine recht hohe Variabilität und bieten günstige Voraussetzungen für eine Auslesezüchtung. Unter Verwendung einer einjährigen wüchsigen Akzession konnte an Hand von Exaktfeldversuchen zum Einfluss von Saatzeit, Vorfrucht, Standraum und N-Ernährung sowie mit ersten Produktionsexperimenten eine Anbautechnologie entwickelt werden. Die Ölgewinnung ist bei vergleichsweise geringen Restölgehalten durch Pressung möglich. Das Öl ist aufgrund der hohen Anteile an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sehr oxidationsempfindlich und es ist ein Einsatz von Schutzgas vorzusehen. Erste dermatologisch-allergologische Untersuchungen (Epicutantest) mit unverdünntem Lappula-Öl zeigten eine gute Verträglichkeit bei allen Probanden. Es traten in keinem Fall unerwünschte Hautreaktionen auf. Die Früchte von Symphytum officinale weisen einen nicht unerheblichen Ölgehalt von etwa 20-30% auf. Der Anteil von gamma-Linolensäure am Fettsäurespektrum liegt im Bereich von 19-25%. Die Untersuchungen an Wildakzessionen der reich fruchtenden Art lassen den Schluss zu, dass auf Grund unterschiedslos mangelnder Ausfallfestigkeit pflanzenzüchterische Bemühungen mit dem Ziel einer Ölsaatproduktion als kaum erfolgversprechend anzusehen sind.

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