Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Inkulturnahme von Weidenröschen [Epilobium parviflorum] zur Erzeugung einheitlichen Rohmaterials mit standardisiertem Inhaltsstoffspektrum

Anschrift
Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Landwirtschaft, Weinbau und Gartenbau Ahrweiler/Mayen
Walporzheimer Str. 48
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Kontakt
Margit Dehe
Tel: +49 2641 9786-47
E-Mail: poststelle.slva-aw@agrarinfo.rpl.de
FKZ
22011698
Anfang
01.04.2000
Ende
31.03.2003
Ergebnisdarstellung
In den Herkünfte- und Artenvergleichen zeigten sich Unterschiede hinsichtlich Ertrag, Regenerationsfähigkeit, Inhaltsstoffzusammensetzung und Krankheitsanfälligkeit. Hieraus ergeben sich Empfehlung für die Wahl optimaler Herkünfte sowie Grundlagen für die züchterische Bearbeitung. Ein Problem ist, dass die erwünschten Inhaltsstoffe seitens der Industrie noch nicht näher definiert werden können. Wiss. Arbeiten führen immer wieder zu neuen Hinweisen auf wirksame Bestandteile. Ein Problem war auch, dass es in den Bestände zu Bastardisierungserscheinungen kam, deren Ursachen nicht eindeutig bestimmt werden konnten. Dieses Problem trat beim Nachbau noch ausgeprägter in Erscheinung. In Düngungsversuchen bestätigte sich, dass E. wenig ertragswirksam auf höhere N-Angebote reagiert. 80 kgN/ha waren optimal. Versuche zur Variation der Bestandesdichten ergaben keinen eindeutigen Einfluss auf die Mehltauanfälligkeit. Engere Bestandesdichten waren aufgrund besserer Unkrautkonkurrenz und höherer Erträge zu bevorzugen. Versuche zum Einfluss des Erntetermins und der Schnitthöhe ergaben kein klares Bild. Ein tiefer Schnitt beeinflusst zwar die Regenerationsfähigkeit negativ. Höhere Erträge im 2. und 3. Schnitt können jedoch den Ertragsverlust bei hohem Schnitt nicht ausgleichen. Versuche mit Direktsaatverfahren führten zur Aussage, dass Jungpflanzenanzucht zu bevorzugen ist (gleichmäßigere Bestände, höhere Konkurrenzkraft ggü. Verunkrautung). Fungizidversuche zeigten, dass E. hinsichtlich der Einhaltung von Rückstandhöchstmengen sehr kritisch reagiert. Die RS-Höchstmengen waren mit keinem Präparat sicher einzuhalten. Bei den Herbiziden führte kein Mittel zu einer Überschreitung der Grenzwerte, jedoch zeigten sich zum Teil Kulturpflanzenschäden. Die Daten wurden dem UAK "Lückenindikation Arznei- und Gewürzpflanzen" zur Vfg. gestellt. Eine Bewertung von Handelsdrogen bestätigte, dass unterschiedliche Qualitäten gehandelt werden. Eine Anbauempfehlung wird veröffentlicht.
Aufgabenbeschreibung
Das Kleinblütige Weidenröschen (Epilobium parviflorum) stellt in zunehmenden Maße eine gefragte Arzneipflanze dar. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen belegen die Wirksamkeit von Epilobium in der Therapie von Prostataerkrankungen. Mit dem pharmazeutischen Interesse geht ein steigender Bedarf an standardisierter, qualitativ hochwertiger Rohware einher. Bislang stammt die Rohware überwiegend aus Wildsammlungen und nur vereinzelt aus Anbau. Es handelt sich meist um Formengemische verschiedener Epilobium-Arten mit stark variierendem Inhaltsstoffspektrum. Das Weidenröschen ist in der europäischen Flora natürlich vorkommend und erste erfolgreiche Ansätze für eine Inkulturnahme liegen bereits vor. Um den steigenden Bedarf der pharmazeutischen Betriebe mit einheitlicher Qualitätsrohware zu decken, muß der Import durch Rohware aus heimischem Anbau ergänzt werden. Ziel des Projektes war neben einem Herkunftsscreening die Erstellung eine ausführliche Kulturanleitung für das Weidenröschen. Diese Anbauempfehlung kann den kann landwirtschaftlichen Betrieben als Grundlage für die erfolgreiche Produktion einer marktwirtschaftlich und pflanzenbaulich interessanten Kultur dienen.

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