Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Entwicklung einer Technologie zum Färben von Cellulose- und Proteinfaserstoffen mit einheimischen Pflanzenfarben: Teilvorhaben 4: Entwicklung von Verfahren zur Gewinnung und Stabilisierung von Farbstoffen

Anschrift
IGV Institut für Getreideverarbeitung GmbH
Arthur-Scheunert-Allee 40/41
14558 Nuthetal
Kontakt
Karin Loest
Tel: +49 33200 89-252
E-Mail: karin.loest@igv-gmbh.de
FKZ
22014797
Anfang
01.02.1998
Ende
30.11.2001
Ergebnisdarstellung
Den Schwerpunkt des Teilvorhabens bildete die analytische Bewertung der von den Verbundpartnern produzierten Rohstoffe und Farbstoffextrakte. Insgesamt wurden ca. 850 Extrakte, Konzentrate und Pulver mittels photometrischer und HLPC-Verfahren auf wertgebende Inhaltsstoffe und andere qualitätsbestimmende Parameter untersucht. Zum Teil waren hierzu umfangreiche methodische Vorarbeiten zu leisten. Die vom IGV mittels CO2-Hochdruckextraktion gewonnenen Farbstoffe konnten, insbesondere aufgrund schlechter Löslichkeit, in der Anwendung der von den Verbundpartnern genutzten Färberverfahren nicht überzeugen. Dennoch werden für diese Technologie Anwendungsmöglichkeiten, bspw. in der Herstellung hochreiner Referenzsubstanzen für die Farbstoffanalytik, vermutet. Es kann insgesamt eingeschätzt werden, dass mit dem Verbundvorhaben die Voraussetzungen für die Überführung der Forschungsergebnisse in den industriellen Maßstab gelegt wurden. Eine entsprechende Umsetzung setzt jedoch das Interesse der textilverarbeitenden Industrie voraus, sich an entsprechenden Folgeprojekten mit finanziellem und personellem Engagement zu beteiligen. Pflanzliche Farbpigmente werden synthetische Farbstoffe nicht vom Markt verdrängen können. Sie bieten jedoch gerade in Kombination mit heimischen Naturfasern, aber auch in Biokunststoffen, in der Papier- und Lederindustrie, interessante Marktpotentiale, die es nunmehr in Kooperation mit Industriepartnern zu nutzen gilt.
Aufgabenbeschreibung
Gegenstand des Verbundvorhabens waren veredelungstechnologische und umweltrelevante Untersuchungen zur Applikation von Farbstoffkonzentraten aus den einheimischen Färberpflanzen Färberwau, Kanadische Goldrute, Färberkamille, Krapp und Färberknöterich auf Cellulosefasern (Baumwolle, Leinen, Viskosefasern) und Proteinfasern (Wolle). Aus den verschiedenen Pflanzenteilen sollten Farbstoffextrakte gewonnen und die mit Hilfe von Membrantrennverfahren und enzymatischen Prozessen gereinigt werden. Auf den Einsatz toxischer Verbindungen wie Chromverbindungen sollte dabei weitestgehend verzichtet werden. Mit den gewonnenen Extrakten sollten Färbeversuche durchgeführt werden. Dabei sollten die Gebrauchseigenschaften (z.B. Naßechtheit und Lichtbeständigkeit), die Umweltverträglichkeit (Humantoxizität, Prozeßwasserbelastung) und die wesentlichen Verfahrensparameter (Reproduzierbarkeit, Lagerungsstabilität etc.) analysiert und bewertet werden. Die Ergebnisse der Extraktherstellung und Färbung im Labormaßstab sollten mit Hilfe der einschlägigen DIN-Normen ausgewertet und allen interessierten Textilunternehmen zur Verfügung gestellt werden. Die Aufgaben dieses Teilprojektes lagen schwerpunktmäßig in der analytischen Bewertung der von den Partnern gelieferten Extrakte. Daneben sollten Versuche zur CO2-Extraktion von Farbstoffen durchgeführt werden. Aufgaben der anderen Partner waren die Produktion und Bereitstellung von pflanzlichem Ausgangsmaterial, die Entwicklung von Technologien zur Protein- und Cellulosefaserfärbung sowie die industrielle Erprobung und Optimierung der Verfahren.

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