Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Untersuchungen zur Herstellung spezifisch leichter, druckfester Werkstoffe auf Basis von lignocellulosen Fasern und Stärken

Anschrift
Technische Universität Dresden - Fakultät Maschinenwesen - Institut für Holz- und Papiertechnik
Marschnerstr. 32
01307 Dresden
Kontakt
Gerhard Kühne
Tel: +49 351 4638104
E-Mail:
FKZ
22015197
Anfang
01.07.1999
Ende
30.06.2001
Ergebnisdarstellung
Aussichtsreiche Ergebnisse ergaben die Versuche mit marktüblichen kaltwasserlöslichen Stärken der Firmen Emslandstärke und Südstärke, die über Sprühaggregate auf die Fasern aufgebracht werden. Für die Vliesbildung wurde ein aerodynamisches (Trocken-)Verfahren bevorzugt, bei dem bei Feuchtegehalten zwischen 25 und 35 % nach dem Pressen gute Plattenfestigkeiten erreicht wurden. Durch das Besprühen der Vliesoberflächen vor dem Pressen wurden glatte, geschlossene Oberflächen erzielt. Diese Zwischenbehandlung wird als erste Stufe einer möglichen Vergütung angesehen. Durch weitere Pressformung erfolgte die Strukturfixierung. Im Rahmen der Versuche wurde eine optimale Steuerung des Temperatur- und Pressdruck-Regimes entwickelt, dass dem physikalischen Abbindevorgang Rechnung trägt. Für das Trocknen der Vliese/Platten wird der kombinierte Einsatz von Kontakt- und Durchströmungstrocknern (Doppelbandtrockner) empfohlen. Werkstoffeigenschaften wie Wärmeleitfähigkeit, Biegefestigkeit, Druckspannung bei 20% Stauchung, Verhalten bei Wasserlagerung, Dimensionsstabilität, Wasserdampfdiffusion, Beständigkeit gegen Pilzbefall und Brandklasse erreichen bei ausgewählten Bindemittelvarianten die Normwerte von herkömmlichen Holzwerkstoffen. Beim Einsatz von Fasern aus Einjahrespflanzen konnten dabei z.T. wesentlich bessere Werte erzielt werden als mit Holzfasern. Die Wärmeleitfähigkeitswerte der Dämmplatten variierten z.B. zwischen 0,38 W/m*K (Holzfasern) und 0,49 W/m*K (Weizenstroh). Die hierbei gute Druckfestigkeit lässt damit Anwendungen wie z.B. Trittschalldämmplatten und begehbare Dachschalungsplatten aussichtsreich erscheinen.
Aufgabenbeschreibung
Ziel des Vorhabens ist die Herstellung spezifisch leichter, druckfester Werkstoffe auf Basis von lignocellulosischen Fasern und Stärke. Durch die Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Holz- und Papiertechnik der TU Dresden und dem Holzwerkstoffhersteller Glunz AG soll aufbauend auf die bisherigen universitären Forschungsergebnisse die Entwicklung von Produkt und Herstellungsverfahren vorgenommen und die Voraussetzungen für eine industrielle Umsetzung geprüft werden. Der Rohdichte-Zielbereich der Werkstoffe liegt zwischen 150 und 250 kg/m³. Trotz dieser geringen Dichte sollen sich die Werkstoffe durch geschlossene, nicht fasernde Oberflächen und eine hohe Druckfestigkeit auszeichnen. Durch den ausschließlichen Einsatz nachwachsender Rohstoffe sollen die im Trockenverfahren hergestellten Produkte biologisch abbaubar und gesundheitlich unbedenklich sein.

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