Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

 

Verbundvorhaben: Neue Resistenzquellen gegenüber Globodera pallida in Stärkekartoffeln (PARES); Teilvorhaben 1: Screening von Solanum-Arten auf Resistenz gegen Kartoffelzystennematoden

Anschrift
Julius Kühn-Institut Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) - Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland
38104 Braunschweig
Messeweg 11-12
Kontakt
Dr. Sebastian Kiewnick
Tel: +49 531 299 3929
E-Mail: sebastian.kiewnick@julius-kuehn.de
FKZ
22016614
Anfang
15.06.2016
Ende
14.06.2019
Aufgabenbeschreibung
Zahlreiche Schaderreger der Kartoffel bedrohen die Wirtschaftlichkeit des Anbaus von Stärkekartoffeln. Zu den besonders gefährlichen Schaderregern zählen die Kartoffelzystennematoden (Globodera pallida und G. rostochiensis); in einigen Anbauregionen für Stärkekartoffeln sind sie zum größten Problem geworden. Die Bekämpfung der Nematoden kann aus rechtlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Sicht nur durch resistente Kartoffelsorten erfolgen. Es stehen derzeit nur wenige Kartoffelsorten mit Resistenz gegen die mittlerweile auf den Befallsflächen häufigste Art, G. pallida, zur Verfügung. Mittlerweile sind Populationen unter Feldbedingungen aufgetreten, die die Resistenz gegen den verbreiteten Pathotyp Pa3 von G. pallida überwinden können. Damit ist bereits jetzt eine erfolgreiche Bekämpfung der Kartoffelzystennematoden auf einigen Standorten nicht mehr möglich. Das Gesamtziel des Vorhabens ist deshalb die Entwicklung und Bereitstellung neuen, teiladaptierten genetischen Materials mit Resistenz gegenüber G. pallida Pathotyp Pa3 und dem neuen Virulenztyp Emsland. Wild- und Primitivformen der Kartoffel (Solanum spp.) sollen für die Züchtung neuer Stärkekartoffelsorten verwendet werden. Die Entwicklung von molekularbiologischen Verfahren zum Nachweis der verantwortlichen Resistenzgene wird eine beschleunigte Introgression neuer Resistenzgene in Hochleistungssorten und zudem die Kombination verschiedener Resistenzquellen („Pyramidisierung") ermöglichen. Screening von Akzessionen aus Genbanken auf Resistenz gegen Kartoffelzystennematoden im Bioassay. Nach Auswahl geeigneter Klone wird mit dem präziseren Extraktionstest eine Phänotypisierung als Grundlage für die Marker-Entwicklung vorgenommen. Entwicklung und Anwendung eines Testsystems, das eine schnellere Untersuchung von Pflanzen aus Gewebekultur ermöglicht. Hierdurch kann in-vitro-Material wesentlich schneller untersucht werden, da die Knollenproduktion entfällt.

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