Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Grundlagen für einen modifizierten Viskoseprozess unter Verwendung heimischer Rohstoffe

Anschrift
Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP)
Geiselbergstr. 69
14476 Potsdam
Kontakt
Dr. habil. Hans-Peter Fink
Tel: +49 331 568-1815
E-Mail: fink@iap.fhg.de
FKZ
22016703
Anfang
01.10.2004
Ende
31.01.2007
Ergebnisdarstellung
Beim Vergleich der Zellstoffe in den unterschiedlichen Stufen der Verarbeitung war das Verhalten des Papierzellstoffs der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal GmbH & Co. KG (ZPR) von besonderem Interesse. Auffällig ist dieser Zellstoff durch den hohen DP, was zu hohen Vorreifezeiten führt. Der Papierzellstoff ist gekennzeichnet durch den höchsten Gehalt an Hemicellulose, aber auch durch einen hohen Anteil an anorganischen Bestandteilen. Die Morphologie und Struktur der Zellstoffe wurde charakterisiert. Der Papierzellstoff zeigte hier keine besonderen Auffälligkeiten. Im Rahmen der getesteten Zellstoffpalette nimmt er eine mittlere Position ein. Das Verhalten der Zellstoffe in der Alkalisierung, ihr Einfluss auf die Viskosequalität und den Spinnprozess sowie die Faserkennwerte wurde umfassend untersucht. Aufbauend auf einer umfangreichen Charakterisierung der Zellstoffe wurden die Unterschiede der Chemiezellstoffe zum ZPR-Papierzellstoff für die einzelnen Prozessstufen herausgearbeitet. Viskosen aus diesen Zellstoffen werden durch ihre Viskosität und Filtrierbarkeit charakterisiert. Es zeigte sich, dass die Reaktivität dieses Zellstoffs im Bereich von klassischen Chemiezellstoffen liegt. Als wesentliche Schwachstelle des Papierzellstoffs hatte sich die negative Beeinflussung des Filtrationsverhaltens der Viskose herauskristallisiert. Positiv war zu vermerken, dass die aus einer Viskose auf Basis des Papierzellstoffs ersponnenen Fasern im erreichten Eigenschaftsniveau ersponnenen Fasern aus Viskosen der Chemiezellstoffe durchaus vergleichbar waren.
Aufgabenbeschreibung
Gegenstand des Vorhabens ist die Entwicklung eines modifizierten Viskoseprozesses auf Basis eines Sulfatzellstoffs, der unter Verwendung heimischer Rohstoffe, insbesondere auch des Durchforstungsholzes von Nadelwäldern hergestellt wird. Die Eignung eines derartigen Sulfatzellstoffs, dessen Einsatz vorrangig in der Papierindustrie vorgesehen ist, erscheint grundsätzlich möglich und trägt dazu bei die Marktposition von Sulfatzellstoff zu festigen. Vergleichende Untersuchungen von Sulfatzellstoff mit den üblicherweise für die Viskoseherstellung eingesetzten Sulfit- und Vorhydrolyse-Sulfatzellstoffen von der Zellstoffcharakterisierung über die Viskoseherstellung und Erspinnung von Fasern bis zur Bestimmung von textilmechanischen und strukturellen Merkmale der Spinnfasern. Die Ergebnisverwertung erfolgt durch die Unternehmen der Viskoseindustrie, denen ein neuer Rohstoff mit dem für seine Anwendung notwendigem Know-How angeboten wird, sowie durch die Sulfatzellstoffhersteller Blankenstein und Stendal, die so neben der Papierindustrie einen weiteren Kundenkreis erschließen können. Das Vorhaben wird durch ein Konsortium von führenden Viskoseherstellern Deutschlands und Europas unterstützt.

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