Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Untersuchungen zur Verwertung von sekundären Inhaltsstoffen aus Sanddornblättern als Grundlage für innovative kosmetische Produkte für dermatologische Applikationen; Teilvorhaben 4: Extraktentwicklung und Kosmetikentwicklung

Anschrift
LOGOCOS NATURKOSMETIK AG
31020 Salzhemmendorf
Zur Kräuterwiese
Kontakt
Heinz-Jürgen Weiland
Tel: +49 5153 809 450
E-Mail: hj.weiland@logocos.de
FKZ
22019211
Anfang
24.10.2011
Ende
31.03.2014
Aufgabenbeschreibung
Das Ziel des Verbundvorhabens war die Entwicklung von wissenschaftlichen, technologischen, betriebswirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Voraussetzungen für die Herstellung innovativer Naturkosmetikprodukte auf der Basis von sekundären Inhaltsstoffen aus Sanddornblättern. Das Ziel des Teilvorhabens 4 war, polyphenolische Extrakte mit dem Schwerpunkt Flavonoide und Tannine aus den Blättern zu gewinnen, die als Grundlage für die kosmetische Applikation dienen sollen. Synergistische Effekte beim Einsatz der Wirkstoffe in Kosmetika sollten ebenfalls untersucht werden. Weitere Zielsetzung des Projektes war die Entwicklung einer Kosmetikserie für die „Altershaut" basierend auf den Extrakten aus den Sanddornblättern. Die Aufgabenstellung bestand in der Durchführung vergleichender Laboraufbereitungs- und -extraktionsversuche sowie scale up der Ergebnisse in den Pilotmaßstab. Die wesentlichen Arbeiten bestanden in der Erarbeitung von Spezifikationen für die Rohstoffe und Extrakte hinsichtlich der Festlegung von mikrobiologischen und chemischen Parametern, wie z.B. Gesamtkeimzahl, Trockenmassen, Wirkstoffgehalte und shelf life sowie der Optimierung des Extraktionsverfahrens hinsichtlich der Extraktionstechnik (Mazeration oder Perkolation). Auf Grundlage der Ergebnisse wurden die verfahrenstechnischen Parameter sowie die analytische Charakterisierung des Extraktes festgelegt. Im Anschluss daran erfolgte die labortechnische Entwicklung galenischer Systeme für verschiedene Gesichtscremes, Packungen und Gesichtswasser. Dabei wurden die Löslichkeiten sowie das synergistische Zusammenspiel mit anderen Wirkstoffen und Basiskomponenten berücksichtigt. Im Nachgang zum Scale up in den Pilotmaßstab und erfolgreichen Stabilitätstest erfolgte ein erster Anwendungstest als Grundlage für erste Optimierungen der Rezepturen. Projektabschluss bildete eine erste betriebswirtschaftliche Betrachtung der Produkte und die Erstellung der Unterlagen für die Kosmetikdossiers.
Ergebnisdarstellung
Im Laufe der Analytik wurde festgestellt, dass die sekundären Inhaltsstoffe der Sanddornblätter einen ungewöhnlich hohen Anteil an Allantoin enthalten. Dieser Wirkstoff ist bisher nur aus synthetischer Herstellung verfügbar und daher für zertifizierte Naturkosmetik nicht einsetzbar. Die Isolierung des Wirkstoffs wurde nicht final verfolgt. Daher wurde natürliches Allantoin aus dem Sanddornblätterextrakt nicht weiter in die galenische Entwicklung einbezogen. Auch der Gehalt an natürlichen Flavonoiden ist in dem Extrakt zwar bewiesen, wurde aber nicht weiter für die Entwicklung herangezogen und nicht explizit ausgelobt. Bei den nachfolgenden Entwicklungen wurde als Leitsubstanz der Gehalt an Polyphenolen festgelegt. In Abstimmung mit dem Projektpartner wurden die verwendbaren Extraktionsmittel und Hilfsmittel, wie Maltodextrin und deren Herkunft bzw. Produktqualität definiert. Eine anti-oxidative Wirksamkeit der wässrig-alkoholischen Glycerin-Extrakte konnte nicht bewiesen werden. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde dieser Flüssigextrakt nicht mehr berücksichtigt. Die Wirksamkeit des pulverigen Extraktes sowie die Wirksamkeit in der Formulierung konnten belegt werden. Allerdings wies gerade die Endformulierung keine deutliche Steigerung der Wirksamkeit im Vergleich zu bereits verfügbaren Extrakten aus Sanddornfruchtfleischöl auf. Aufgrund dieser Erkenntnis in Zusammenhang mit den deutlich höheren Kosten für den Sanddornblätterextrakt hat sich die Logocos Naturkosmetik AG gegen den Einsatz des Sanddornblätterextraktes entschieden.

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