Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

 

Auftreten und Verbreitung des Quarantäneerregers Candidatus Phytoplasma ulmi in den Ulmen-Arten Deutschlands

Anschrift
Johann Heinrich von Thünen-Institut Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei - Institut für Forstgenetik
15377 Waldsieversdorf
Eberswalder Chaussee 3 a
Kontakt
PD Dr. Michael Kube
Tel: +49 33433 157-190
E-Mail: michael.kube@thuenen.de
FKZ
22026316
Anfang
01.10.2017
Ende
30.09.2020
Aufgabenbeschreibung
Candidatus Phytoplasma ulmi ist ein bakterieller intrazellulärer Parasit, der in vielen Gebieten zur Vergilbung und dem Absterben von Ulmen führt. Dieser bedeutende Quarantäneschaderreger wurde in den letzten Jahrzehnten in der Europäischen Union und in Deutschland nachgewiesen. In Deutschland wurde das Auftreten in U. glabra und U. laevis bereits vereinzelt dokumentiert, während bisher kein Nachweis bei U. minor erfolgte. Die eigenen Arbeiten zu U. laevis lassen befürchten, dass der Erreger in Brandenburg bereits regional etabliert ist. Insgesamt ermöglichen die bisher zur Verfügung stehenden Daten jedoch weder eine Aussage zum Auftreten bzw. regionalen Verbreitung des Erregers in den unterschiedlichen Ulmen-Arten in Deutschland. Das vorgeschlagene Projekt mit dem Titel "Auftreten und Verbreitung des Quarantäneerregers Candidatus Phytoplasma ulmi in den Ulmen-Arten Deutschlands" soll diese Wissenslücken füllen und die zur Verfügung stehenden Methoden zur Bestimmung und Differenzierung des Erregers maßgeblich verbessern. Das Projekt strebt dabei den Nachweis des Erregers im Rahmen von umfangreichen Stichproben in ausgewählten Vorkommensgebieten bzw. unterschiedlichen Regionen Deutschlands in den einheimischen Ulmen-Arten an. Im Projekt wird die molekulare Diagnostik durch die Entwicklung neuer Sonden in der quantitativen PCR (TaqMan) wesentlich verbessert und eine Differenzierung von Ca. P. ulmi Stämmen durch die Verwendung neuer genetischer Marker erreicht. Auftreten und Epidemiologie des Erregers können so bestimmt werden. Neue Protokolle für eine effiziente Diagnostik sowie Referenzmaterial werden dabei erstellt. Die Ergebnisse dieses Projektes liefern die dringend benötigte bisher fehlende wissenschaftliche Datengrundlage für eine Einschätzung der Situation in Deutschland und ermöglichen die Bereitstellung von Entscheidungshilfen zur Einleitung von phytosanitären Maßnahmen zur Risikominimierung.

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