Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Verbundvorhaben: Entwicklung und praktische Erprobung von Hydraulikflüssigkeiten auf Basis von Zuckerderivaten und Pflanzenölkomponenten, Teilvorhaben 2: Angepasste Schmierstoffentwicklung

Anschrift
FUCHS PETROLUB SE
Friesenheimer Str. 17
68169 Mannheim
Kontakt
Dipl.-Phys. Rolf Luther
Tel: +49 621 3802-120
E-Mail schreiben
FKZ
22028600
Anfang
01.06.2002
Ende
31.08.2004
Ergebnisdarstellung
Die von der Südzucker AG hergestellten Zuckerester wurden entsprechend der Zielstellung als Grundflüssigkeit für den Einsatzbereich als Hydraulikflüssigkeit hinsichtlich der wichtigsten physikalisch-chemischen Kenndaten untersucht. Außerdem wurde eine für diese Grundflüssigkeit angepasste Additivierung mit geeigneten Antioxidantien, Metalldeaktivatoren, Verschleißschutzadditiven und Entschäumern entwickelt, um die für den Anwendungsbereich von Hydraulikölen geforderten tribologischen Eigenschaften zu realisieren. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die maximale Umweltverträglichkeit (Abbaubarkeit, Gewässerschutz, Toxizität) der Additivierung gelegt. Durch die Verwendung des synthetisierten Zuckeresters der Viskositätsklasse ISO VG 46 konnte erstmals ein gesättigtes Hydrauliköl vom Typ "HEES" aus nahezu 100 % nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden.
Aufgabenbeschreibung
Derzeit werden für biologisch schnell abbaubare Schmierstoffe vorzugsweise Pflanzenöle und deren Derivate ("Syntheseester") eingesetzt. Durch ihre Verfügbarkeit ist der Einsatz von Zucker und Stärke jedoch sehr attraktiv, zumal sie durch ihren natürlichen Ursprung Vorteile im Hinblick auf gute Umweltverträglichkeit mit sich bringen. Bei der großen Vielfalt der neuen Substanzklasse besteht jedoch noch Forschungsbedarf. Formulierung von Hydraulikölen unterschiedlicher Viskosität mit an Zuckerester angepasster Additvierung, Prüfung anwendungsbezogener Eigenschaften: Hydrolyse-, Alterungs-, Oxidationsbeständigkeit, Viskositäts-Temperatur- und Viskositäts-Druck-Verhalten, Kompressibilität, Elastomerverträglichkeit, Schaumverhalten, Luftabscheidevermögen, Kälteeigenschaften, Reibkoeffizient, Verschleißschutz u.w.m. Die zu entwickelnden Grundöle würden bei positiver Beurteilung eine neue Substanzklasse in den Schmierstoffmarkt bringen: Ester aus Zuckerderivaten und Fettsäuren, die nahezu vollständig aus heimischen nachwachsenden Rohstoffen stammen.Die Akzeptanz der neuen Flüssigkeiten soll durch die Einbeziehung moderner "Condition Monitoring"-Systeme gefördert werden.

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