Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Biotechnisch erzeugte D-Milchsäure

Anschrift
Johann Heinrich von Thünen-Institut Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei - Institut für Agrartechnologie und Biosystemtechnik
38116 Braunschweig
Bundesallee 50
Kontakt
Prof. Dr. Klaus-Dieter Vorlop
Tel: +49 531 596-4101
E-Mail: klaus.vorlop@ti.bund.de
FKZ
22037711
Anfang
01.06.2012
Ende
15.09.2015
Aufgabenbeschreibung
Milchsäure ist ein wichtiger chemischer Grundbaustein, der sowohl biotechnologisch über eine Fermentation von Kohlenhydraten (Zucker, Stärke) wie auch synthetisch auf der Basis petrochemischer Rohstoffe (Acetaldehyd) erfolgen kann. Genutzt wird die Milchsäure (2-hydroxypropionic acid) und ihre Derivate in der Lebensmittel-, Kosmetik,- Pharma- sowie Lederindustrie (Wang et al. 2011). Aufgrund der zahlreichen Anwendungsgebiete besitzt die Milchsäure Produktion einen wachsenden globalen Markt von 100.000 t/a und eine jährlich erwartete Wachstumsrate von 15% (Mussatto et al. 2007). Die LForm der Milchsäure hat in den letzten 20 Jahren als Ausgangsstoff für die Poly L-Milchsäure (poly L-lactic acid, PLLA) an Bedeutung gewonnen (Tashiro et al. 2011). Dieser Kunststoff stellt ein vielversprechendes Material dar, aber der Erweichungspunkt ist für eine Vielzahl an Anwendungsgebieten zu niedrig. Der Stereokomplex hingegen aus PLLA und der poly D-Milchsäure (poly D -lactic acid, PDLA) ist von steigendem Interesse, da der Erweichungspunkt um ungefähr 50 °C höher liegt (Ikada et al. 1987; de Jong et al. 2001; Tsuji and Fukui 2003). Im Vergleich zur L-Milchsäure gewinnt zurzeit die Forschung im Bereich der D-Milchsäure deutlich an Bedeutung, da ein hoch produktives biotechnisches Herstellungsverfahren bis dato nicht etabliert ist (Tashiro et al. 2011). Daher ist Ziel dieses Projektes ein hoch effizientes biotechnologisches Verfahren zur Herstellung von D -Milchsäure zu etablieren. Dieses Verfahren soll auf kostengünstigen in Deutschland zur Verfügung stehenden Rohstoffen unter marktwirtschaftlichen und wettbewerblichen Aspekten durchgeführt werden.

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