Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Entwicklung von neuen organischen Filterhilfsmitteln zur Raffination pflanzlicher und tierischer Öle und Fette

Anschrift
J. Rettenmaier & Söhne GmbH + Co KG
73494 Rosenberg
Holzmühle 1
Kontakt
Dr. Hans-Georg Brendle
Tel: +49 7967 152-125
E-Mail: dr.brendle@jrs.de
FKZ
22038411
Anfang
01.06.2012
Ende
31.05.2014
Aufgabenbeschreibung
Ziel des Projektes ist die Entwicklung von organischen Filterhilfsmitteln (auf Basis von extrahierten Holzfasern, und Cellulosefasern) als Ersatz oder Teilersatz von anorganischen bzw. sogenannten mineralischen Adsorbentien, bevorzugt für die Raffination von pflanzlichen und tierischen Ölen und Fetten, sowie für die Aufbereitung von Mineralölen. Im ersten Schritt erfolgt die Auswahl geeigneter Additive und die anschließende Untersuchung bzgl. Fixierung auf der Faser, Einsatzmenge, Wassergehalt, Vermahlungseigenschaften und ggf. Trocknung. Gleichzeitig müssen die physikalischen und chemischen Eigenschaften der hergestellten Produkte geprüft und gegen mineralische Adsorbentien verglichen werden. Dies sind neben adsorptiven und filtrationstechnischen Eigenschaften auch Parameter, die den Extraktgehalt der Produkte oder ihre sensorischen Eigenschaften charakterisieren.Hinzu kommt die Auswahl der geeigneten Fasern, sowohl hinsichtlich der Fasergeometrie (Faserlänge, - struktur) als auch der chemischen Beschaffenheit der Fasern. Zur Abschätzung der Adsorptionsfähigkeit bzw. „Bleichwirkung" der entwickelten Produkte werden Bleichexperimente mit Standardölen durchgeführt. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse erfolgt die Planung und Durchführung von Pilotversuchen.
Ergebnisdarstellung
JRS konnte mit einem neuartigen Herstellungsverfahren organische Filterhilfsmittel auf Basis von extrahierter Holzfasern generieren, welche durch chemische Modifizierung der Faseroberfläche adsorptive und / oder chemisorptive Eigenschaften insbesondere gegenüber polaren Substanzen aufweisen. Im Labormaßstab wurde ein mehrstufiges Fertigungsverfahren mit Laugenextraktion, Zwischenentwässerung, Verkieselung und Umsetzung mit organischer Säure entwickelt, um ausreichend gute Adsorptionseigenschaften für Speiseöle zu erhalten. Die Produkte eignen sich als Alternativen zu Bleicherden und Silicagelen. Im Rahmen des Projekts wurden im Labormaßstab Verfahren entwickelt, um die Praxisbedingungen der Ölaufbereitung (insbesondere Behandlung mit Silicagel, Bleiche, Desodorierung) nachzustellen. Diese Versuche haben aufgezeigt, dass die Adsorptionswirkung in der Ölaufbereitung ausreicht, um die geforderten Farb- und Trübungswerte sowie Metallgehalte zu erreichen. Das im Labor entwickelte Herstellverfahren konnte erfolgreich auf den großtechnischen Maßstab übertragen werden. Mit den so hergestellten Produkten wurden mehrere positive Praxisversuche bei Kunden durchgeführt, bei denen die Laborergebnisse im Wesentlichen bestätigt werden konnten. Vorläufige Kostenrechnungen zeigen, dass die neu entwickelten Produkte auch wirtschaftlich wettbewerbsfähig sind.

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