Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Kombiverfahren zur Gülleaufbereitung; Teilvorhaben 1: Versuchsdurchführungen und Koordination - Akronym: GuelleKOM

Anschrift
DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH
Torgauer Str. 116
04347 Leipzig
Kontakt
Dr. Franziska Schäfer
Tel: +49 341 2434-443
E-Mail schreiben
FKZ
2220WD004A
Anfang
01.11.2021
Ende
31.10.2024
Aufgabenbeschreibung
Die Überdüngung der Felder mit unbehandelten tierischen Exkrementen (Rindergülle, Schweinegülle) trägt maßgebend zu einem Stickstoffüberschuss aus der Landwirtschaft bei. Ein Übermaß an Stickstoff kann gravierende Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit haben (Grundwasserbelastung, Auswirkung auf Luftreinheit: Ammoniak und Treibhausgas N2O). Um den Stickstoff-Gehalt zu senken, ist Gülleentstickung auf Basis von biologischen Verfahren (Nitrifikation/ Denitrifikation) das weltweit meistgenutzte Verfahren. Nachteile dieses Verfahrens sind relativ hohe Kosten und dass der Hauptteil des Stickstoffs in elementaren Stickstoff umgewandelt wird und damit für eine Weiternutzung als Dünger in stickstoffarmen Regionen verloren geht. Im Rahmen dieses Vorhabens soll ein optimiertes aerobes Verfahren zur Gülleaufbereitung mit dem Ziel der Stickstoffreduzierung mit einer anaeroben Güllevergärung kombiniert werden, um damit eine energetische Nutzung und Kostenreduzierung zu ermöglichen. Die oben genannte Optimierung hat zudem das Ziel möglichst viel, der in der Gülle gelösten Stickstoffverbindungen, in Biomasse umzuwandeln und diese als Proteinquelle aus der Gülle auszuschleusen. Im Vorhaben soll die optimale Kombination der Verfahren zur aeroben Gülleaufbereitung und anaeroben Güllevergärung zunächst im Labormaßstab untersucht werden. Schwerpunkt dieser Untersuchungen ist die biologisch oxidative Sickstoffreduzierung in der Flüssigphase verschiedener Güllen bei einem gleichzeitig großen Biomassezuwachs. Das optimierte Konzept zur kombinierten Gülleaufbereitung soll im Pilotmaßstab umgesetzt werden. Unter Führung der beteiligten Anlagenplaner wird das Konzept zur Einbindung der Aerobstufe in eine großtechnische Anlage entwickelt. Abschließend erfolgt eine ökologische und ökonomische Bewertung des Gesamtverfahrens und die Definition zusätzlicher Optimierungsschritte (Wärmenutzungskonzept, Biomassegewinnung und –verwertung, Option zur Kompostierung).

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