Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Biogasanlagen als Akteur am Smart Market – Zusätzliches Erlöspotenzial heben; Teilvorhaben 2: Praktische Anwendung - Akronym: SmartBio

Anschrift
Stadtwerke Rosenheim GmbH & Co. KG
Bayerstr. 5
83022 Rosenheim
Kontakt
Dipl. Ing Gilbert Vogler
Tel: +49 8031 365-2498
E-Mail schreiben
FKZ
22407317
Anfang
01.02.2018
Ende
31.03.2021
Ergebnisverwendung
Die aktuelle Netzsituation der Stadtwerke Rosenheim liefert keine Anreize für einen Smart Market, da bisher noch keine Einspeisemanagement- bzw. Redispatch 2.0-Maßnahmen notwendig waren. Aufgrund künftiger Entwicklungen und der veränderten Rolle von Verteilnetzen sehen die Stadtwerke Rosenheim ein Potential für Smart Markets auf Verteilnetzebene. Geschaffene Kommunikationsschnittstellen zwischen den Netzbetrei-ber/Netzebenen durch die Einführung von Redispatch 2.0 könnten auch bei der Einführung von Smart Markets genutzt werden. Die Nutzung eines virtuellen Kraftwerks zur Einbindung von Biogasanlagen und weiteren dezentralen Kapazitäten in Smart Marktes wird als möglicher Business Case gesehen. Da bei Biogasanlagen auf Erfahrungen als Marktakteure und auf vorhandener IT- und Anlagen-Technik zurückgegriffen werden kann, werden Biogasanlagen als bereits vorhandenes Potential gesehen das schnell in Smart Markets integriert werden könnte. Smart Markets werden als mögliche Option für Biogasanlagen gesehen um künftig Zusatzer-löse zu generieren.
Aufgabenbeschreibung
Erneuerbarer Strom aus Biogasanlagen weist im Vergleich zu anderen erneuerbaren Erzeugungstechnologien relativ hohe Gestehungskosten auf. Im Gegensatz zur volatilen Stromproduktion mit Windkraft- und PV-Anla-gen können flexible Biogasanlagen ihre Stromproduktion jedoch gezielt anpassen und dadurch auf Preissig-nale aus verschiedenen Märkten reagieren. Biogasanlagen können diese Flexibilität nutzen, um sinkender Förderintensität durch EEG oder KWKG entgegenzuwirken. Das Projekt SmartBio untersucht, welche Zusatz-erlöse Biogasanlagen bei der Teilnahme an einem marktbasierten Engpassmanagementregime realisieren können. Voraussetzung für Zusatzerlöse an einem solchen Markt ist die Umstellung des Engpassmanagement in Deutschland vom derzeit kostenbasierten System auf ein marktbasiertes System. Ein marktbasiertes Design nach dem Smart Market Ansatz ermöglicht dabei, dass Biogasanlagen zur Kostenreduktion der deutschland-weiten Engpassbewirtschaftung beitragen und hierbei Zusatzerlöse erwirtschaften können. Inwiefern beste-hende Prozesse zum Datenaustausch und der Netzbewirtschaftung zwischen verschiedenen Netzbetreibern genutzt werden können und welche Rolle virtuelle Kraftwerke zur Einbindung von Biogasanlagen in Smart Markets spielen können, wird im Teilvorhaben "Praktische Anwendung" untersucht.

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