Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Trockenheitsgefährdung und Anpassungspotenzial unterschiedlicher Fichtenpopulationen

Anschrift
Johann Heinrich von Thünen-Institut Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei - Institut für Waldökosysteme
Alfred-Möller-Str. 1
16225 Eberswalde
Kontakt
Prof. Dr. Andreas Bolte
Tel: +49 3334 3820-344
E-Mail: andreas.bolte@thuenen.de
FKZ
22WB408301
Anfang
15.12.2015
Ende
31.03.2020
Aufgabenbeschreibung
Im Rahmen des Verbundprojektes "Trockenheitsgefährdung und Anpassungspotenzial unterschiedlicher Fichtenpopulationen" werden Altbestände und Jungpflanzen unterschiedlicher Herkunft untersucht. Die Aufgaben der Thünen-Institute für Waldökosysteme und Forstgenetik umfassen die Auswahl von Populationen/Herkünfte und Individuen, die genetische Charakterisierung und Erforschung der Trockenheitstoleranz von Altbäumen und Jungpflanzen. Folgende Arbeitsziele werden verfolgt: 1. Nachweis unterschiedlicher Trockenheitstoleranzen von Fichtenpopulationen bzw. Fichtenherkünften, 2. Quantitative Bewertung der Trockenheitstoleranz anhand kritischer Grenzen klimatischer Trockenheit und Bodenwasserverfügbarkeit, 3. Entwicklung und Erprobung von Markern zur Bewertung und Vorhersage der Trockenheitstoleranz, 4. Beurteilung der Trockenheitstoleranz in Freilandbeständen anhand der entwickelten Marker und 5. Ableitung von Verwendungsempfehlungen für die untersuchten Fichten-Herkünfte zur Erhöhung der Trockenheitstoleranz naturnaher Fichtenwälder und Fichtenmischwälder. Die Untersuchungen sind in einem gestuften Ansatz geplant, um experimentelle Forschungen im Gewächshaus mit Inventuren im Freiland zu verbinden. Dabei werden Ansätze zur zurückschauenden Analyse nicht-letaler Trockenheit in ca. 50-jährigen Prüfgliedern von Herkunftsversuchen (Extensiv-Ansatz) mit experimenteller Simulation von aktueller letaler Trockenheit (Intensiv-Ansatz) an Jungpflanzen kombiniert. Zur Entwicklung von adaptiven genetischen Markern sollen aus den Ergebnissen Individuen mit möglichst extremen Eigenschaften (trockentolerant und trockensensitiv) ausgewählt werden. Die Ergebnisse sollen in ausgewählten Freilandbeständen validiert werden und die Anwendung des Verfahrens in vorher nicht genetisch charakterisierten Beständen erprobt werden. Im Erfolgsfall steht damit ein neues Set von geprüften Markern zur Beurteilung der Trockenstresstoleranz von Fichtenpopulationen zur Verfügung.

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