Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Trockenheitsgefährdung und Anpassungspotenzial unterschiedlicher Fichtenpopulationen

Anschrift
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde - Fachbereich Holzingenieurwesen - Professur Angewandte Biologie des Holzes
Schicklerstr. 5
16225 Eberswalde
Kontakt
Prof. Dr. Silke Lautner
Tel: +49 3334 657-347
E-Mail: silke.lautner@hnee.de
FKZ
22WB408302
Anfang
15.12.2015
Ende
31.03.2020
Aufgabenbeschreibung
Auswirkungen des Klimawandels, wie zum Beispiel vermehrt auftretende Trockenperioden, beeinflussen die Holzstruktur und beeinflussen damit letztlich auch die potenzielle Wasserleitfähigkeit in Bäumen. Im Rahmen des Verbundprojektes soll im hier beantragten Teilmodul 4 durch lichtmikroskopische Untersuchungen des Holzgewebes trockenstressinduzierte Xylemveränderung der Fichte analysiert werden. In einem zweiten Schritt sollen mittels synchrotronstrahlungsbasierter Röntgenmikrotomographie (SRµCT) holzanatomische Strukturen besonders trockentoleranter und trockensensitiver Fichten, sowie von Fichtenkeimlingen, die einem kontrollierten Trockenstress ausgesetzt wurden, dreidimensionalen dargestellt werden. Dieses zerstörungsfreie Verfahren lässt weitere Rückschlüsse auf veränderte Holzanatomie im Zusammenspiel mit baumphysiologischen Prozessen zu. Im Modul 4 werden die Probenbäume aus den gewählten Herkünften und Keimlinge nach der Trockenstressbehandlung hinsichtlich ihrer holzanatomischen Veränderung analysiert. Lichtmikroskopischen Untersuchungen ermöglichen dabei Aussagen über Frühholz-/Spätholzanteile, Zellwanddicken und Lumenquerschnittsflächen, sowie über Häufigkeit und Verteilung von Harzkanälen. Zusätzlich soll durch ein Mazerationsverfahren der Faserverbund aufgelöst werden, so dass gezielt an trockenstressexponierem Gewebe Faserlängenmessungen durchgeführt werden können. Mittels SRµCT sollen die Jahrringe des unter Trockenstress gewachsenen Holzes dreidimensional analysiert werden. Dieses Verfahren ermöglicht eine volumetrische Darstellung der Zelllumina, so dass das für den Wassertransport verfügbare Lumen herausgearbeitet und mit Kontrollvarianten verglichen werden kann. Die Untersuchungen von ausgewählten Proben sollen in der zweiten Hälfte der Förderperiode an der IBL-Beamline (Helmholtz-Zentrum Geesthacht) der Speicherring-Röntgenstrahlungsquelle PETRA III am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY, Hamburg) durchgeführt werden.

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