Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

EnAlgae

 

In dem Projekt Energetic Algae, kurz EnAlgae, haben Experten aus Nord-West Europa das Potential von Algen als nachhaltige Energiequelle und als Rohstoff für vielversprechende Bioprodukte analysieren. Ziel ist es, eine Evaluierung algenbasierter Prozessketten aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht vorzunehmen und die entsprechend effizientesten und vorteilhaftesten Produktions- und Nutzungswege aufzuzeigen. 

Das über 4 Jahre  laufende und im Dezember 2015 abgeschlossene Projekt war mit einem Budget von 14,4 Mio. Euro ausgestattete und wurde von der Universität Swansea in Wales geleitet. EnAlgae war eine strategische Initiative im Rahmen des INTERREG IVB Nordwesteuropa Programms und wurde aus Mitteln des European Regional Development Fund mit 7,2 Mio. Euro gefördert. Es beteiligten sich 19 Institutionen aus Großbritannien, Belgien, Deutschland, Irland, Frankreich und den Niederlanden an der Projektarbeit – mit dem Ziel, die Entwicklung einer algenbasierten Biomasseproduktion und –nutzung voranzutreiben. Teil dieses im Rahmen von EnAlgae geschaffenen Kompetenznetzwerkes waren 9 Pilotanlagen, in denen verschiedene Produktionsverfahren auf der Basis von Makro- und Mikroalgen getestet wurden. Aktuelle Daten konnten durch diese Zusammenarbeit in das Projekt einfließen und wurden genutzt um die entsprechenden Systeme zu optimieren.

Die  gesammelten und aufgearbeiteten Informationen wurden auf einer EDV-basierten Plattform anwenderfreundlich zugänglich gemacht („Decision Support Tool“). Diese Plattform zielt darauf ab, nicht nur entsprechenden Akteuren als wertvolle Informationsquelle zu dienen, sondern auch Entscheidungen über zukünftige Investitionen bzw. Fördervorhaben zu erleichtern. Zukünftig wird diese Plattform vom „Algal Information Network“ (AIN – verwaltet durch die European Biomass Insustry Association, EUBIA) weitergeführt.

Weitere Informationen sind auf der Projekt-Webseite zu finden: www.enalgae.eu

Projektresultate und -schlussfolgerungen

Ein zusammenfassendes Ergebnis des EnAlgae Projekts war die Feststellung, dass Algen-basierte Biokraftstoffe keine nennenswerte Bedeutung in Nordwest-Europa  haben bzw. haben werden. Algen weisen dennoch ein vielversprechendes Potential hinsichtlich anderer Nutzungsoptionen auf. Politische und genehmigungsrechtliche Rahmenbedingen müssen jedoch in einigen Fällen angepasst werden, um eine optimale Nutzung dieses Rohstoffes zu gewährleisten. Dies ist insbesondere der Fall hinsichtlich der Weiterentwicklung und Kommerzialisierung der Nutzung von Algen in der Behandlung von Abwässern sowie in der Pharma, Nahrungs- und Futterindustrie.

Die Empfehlungen an die Politik, die in der „EnAlgae Report Card 2015“ (zugänglich auf EnAlgaes Webseite) festgehalten wurden, beinhalten folgende Punkte:

  • Einführung von verlässlichen Rahmenbedingen, die die Algenkultivierung und Herstellung von Algen-basierten Produkten vereinfacht (Nutzung von Algen aus der Aufbereitung von Abwasser/ Abgasen für bestimmte Anwendungen eingeschlossen)
  • Unterstützung von wirtschaftlich relevanten Pilotanlagen zur Weiterentwicklung der Algenkultivierung und –verarbeitung
  • Vermehrte Transparenz hinsichtlich der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Vorzüge und Kosten von Algen
  • Ausbau des vorhandenen Know-hows zu Algenkultivierung und Algennutzung in Bioraffinierien

Das „Algal Information Network“ wird zukünftig den Austausch  zwischen den Algen-Akteuren vereinfachen und unterstützen. Zudem besteht das Angebot von AIN den Kontakt zu Experten des Sektors herzustellen bzw. andere Beratungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Zu einer anderen Hinterlassenschaft des Projekts zählt ein Dokumentarfilm über EnAlage, welcher im Dezember 2015 auf dem YouTube Konto des Projekts veröffentlicht wurde. Der Film namens Planning for Green Gold: developing the algal bioeconomy berichtet von den Arbeiten, die im Rahmen von EnAgae über die 4 Jahre stattgefunden hat. Zudem werden Einblicke gegeben in welchem Kontext die Arbeiten standen und welche weiteren Entwicklungen in dem Sektor zu erwarten sind. Der Film ist unter EnAlgae YouTube page einsehbar.

Der Film sowie das Decision Support Tool und das Algal Information Network stellen wertvolle Informationsquellen für jeden dar, der im Algen-Sektor aktiv ist.

Weitere Informationen und die Projektberichte sind auf der Projektwebseite zu finden.

 

 

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