Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

BioCannDo

Gesellschaftlicher Dialog und Diskurs Bioökonomie

Europas Wirtschaft braucht Öl und Erdgas für die chemische Industrie und die Herstellung einer Vielzahl von Produkten des täglichen Bedarfs. Auf absehbare Zeit werden fossile Rohstoffe immer knapper. Zudem schadet ihre Nutzung der Umwelt und unserem Klima.

Die Bioökonomie bietet Lösungen aus der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffquellen, indem sie nachwachsende Ressourcen vom Feld, aus dem Wald und dem Meer erzeugt und nutzt, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Die Bioökonomie in Europa kann unsere Wirtschaft nachhaltiger machen, ihre Innovationen bringen Wachstum, neue Produkte und schaffen Arbeitsplätze.

Trotz dieser zahlreichen Möglichkeiten wissen Verbraucherinnen und Verbraucher bisher nur wenig über die Bioökonomie und ihre Produkte. Für den Erfolg biobasierter Produkte ist es jedoch wichtig, die Wahrnehmung und das Bewusstsein für die Chancen, die in dieser neuen Wirtschaftsweise stecken, innerhalb der Bevölkerung zu schaffen.

Chancen und Herausforderungen der Bioökonomie einfach erklärt

Sobald die Aufmerksamkeit für das Neue geweckt wird, haben viele Menschen Fragen und möchten  transparente Antworten, die wissenschaftlich korrekt und verständlich sind. Sprache und Begrifflichkeiten der Bioökonomie sind bisher jedoch wenig bekannt, oft sehr wissenschaftlich und nicht immer sofort verständlich. Weiterhin gibt es Bedenken, ob neue biobasierte Produkte Ansprüche an Funktionalität und Nachhaltigkeit erfüllen können. Die gesuchten Informationen sind verfügbar, jedoch für Verbraucherinnen und Verbraucher oft nur schwer zugänglich. Sie wollen Antworten die verständlich sind und an ihr tägliches Leben anknüpfen.

Das von der FNR koordinierte EU Projekt BioCannDo (Bioeconomy Awareness and Discourse Project) will Interessierten diese Informationen zur Verfügung stellen. Dabei setzt es auf klare Botschaften, Verständlichkeit und Beispiele aus dem täglichen Leben.

BioCannDo legt dabei einen Schwerpunkt auf Produkte für Endverbraucher in den Bereichen Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen, Heimprodukte, Catering, Kleidung und Textilien, Garten und Mobilität.

AllThings.Bio -  Das Informationsportal für Verbraucher

Das AllThings.Bio Portal ist die zentrale Anlaufstelle für interessierte Personen, die sich auf unkomplizierte Art und Weise über biobasierte Produkte und allgemeine Fragen der Bioökonomie informieren wollen.

AllThings.Bio nutzt traditionelle und innovative Kommunikationsformate, wie journalistische Artikel, Videos, Social Media Beiträge, Slideshows, Faktenchecks oder Quizze, um über biobasierte Produkte und ihre Möglichkeiten zu berichten. Zudem werden bereits existierende Materialien gesammelt. Das große Wissen und die zahlreichen guten Informationen rund um die Bioökonomie sollen gebündelt und für Bürgerinnen und Bürger nutzbar gemacht werden.

Im März 2018 wurden auf AllThings.Bio die ersten Social Media Videos veröffentlicht. In vier kurzen und unterhaltsamen Videobeiträgen werden biobasierte Reinigungsmittel, Kaffeebecher, T-Shirts und Lippenstifte vorgestellt und wesentliche Verbraucherfragen zu ihrer Verwendung und ihren Eigenschaften beantwortet. Im Jahr 2019 wird die Reihe mit weiteren biobasierten Produkten fortgesetzt.

Das BioCannDo Kommunikationsnetzwerk

BioCannDo bringt ein Netzwerk von Akteuren aus der Bioökonomie zusammen, die über die Vorteile einer biobasierten Wirtschaft kommunizieren. Dieses Netzwerk ist ein Ort, um erfolgreiche Kommunikationsformate und Inhalte auszutauschen. Netzwerkpartner können auch auf der AllThings.Bio-Bioökonomie-Karte aufgeführt werden.

Im Rahmen halbjährlicher Webinare findet ein Austausch von Erfahrungen und Ergebnissen im Netzwerk statt. So erhielten die Teilnehmer der letzten Webinare Informationen über die Ergebnisse einer Studie zur öffentlichen Wahrnehmung von biobasierten Kunststoffen oder über Good-Practice-Beispiele für die Ausstellung biobasierter Produkte. Die Aufzeichnungen der Webinare sind hier verfügbar.

Bioökonomie Projekte oder Initiativen, die Teil des BioCannDo-Netzwerks werden möchten, um ihre Erfolgsgeschichten zu teilen oder einfach eine zusätzliche Möglichkeit suchen, um die breite Öffentlichkeit zu erreichen, können sich an den Projektkoordinator wenden. Die AllThings.Bio Redaktion sucht regelmäßig nach guten Geschichten aus anderen Projekten, um diese der breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Das BioCannDo Bildungsnetzwerk

Junge Menschen von heute sind die Konsumenten und Entscheider von morgen. Aus diesem Grund zielt BioCannDo auch darauf ab, ein Bildungsnetzwerk (Community of Practice) zu etablieren, um Ideen, Materialien und erfolgreiche Konzepte auszutauschen. Ebenso sollen fehlende Unterrichtsmaterialien entwickelt werden.

In einem ersten Schritt wurde eine Sammlung von Lernmaterialien und Akteuren von der Grundschule bis zu Hochschulprogrammen in vier Ländern (DE, FI, NL, BE) durchgeführt. Der Bericht mit allen Ergebnissen kann hier heruntergeladen werden.

Im Rahmen der Community of Practice werden halbjährliche Webinare veranstaltet. Die ersten Webinare wurden genutzt, um erste Ergebnisse und Erfahrungen aus den Niederlanden beim Aufbau eines biobasierten Bildungsnetzwerkes zu präsentieren. Die Aufzeichnungen der Webinare stehen zum Download bereit.

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Besuchen Sie www.AllThings.Bio oder folgen Sie BioCannDo auf Facebook und Twitter für die neuesten Updates zu allen Aktivitäten.

Das 3-jährige Projekt BioCannDo startete am 1. Oktober 2016.

Projektpartner: B.T.G. Biomass Technology Group BV; prospex bvba; Stichting Avans; Youris.com

 

Ansprechpartner bei der FNR: Erik Lohse

 

BioCannDo Logo

Das BioCannDo Projekt wird durch das Bio Based Industries Joint Undertaking im Rahmen des EU Horizont 2020 Forschungs- und Innovations Programms mit der Projektnummer 720732 finanziert.

 

 

 

 

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Förderung durch das Bio Based Industries Joint Undertaking im Rahmen des EU Horizont 2020 Forschungs- und Innovations Programms
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