Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

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BMEL-Initiative zum Torfersatz stößt auf vielfältiges Interesse

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat mit der "Bekanntmachung über die Förderung von Innovationen zur Minderung der Torfanteile in Kultursubstraten" die Erstellung unterschiedlichster Projektskizzen angestoßen. Bei den beteiligten Projektträgern Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (ptble) und Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) wurden insgesamt 32 Skizzen mit Gesamtkosten von 27,5 Millionen Euro und einem Förderbedarf von 23 Millionen Euro fristgerecht eingereicht.

Torf ist aufgrund seines günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses der wichtigste Rohstoff für Substrate im Gartenbau, doch belastet seine Nutzung das Klima und kann zudem natürliche Biotope schädigen. Daher wollen die vorgesehenen Einzel- und Verbundvorhaben auf verschiedenen Wegen Beiträge dazu leisten, dass zukünftig weniger Torf zur Pflanzenanzucht verwendet wird. Mehrere Projektskizzen verfolgen den Ansatz, Reststoffe aus Land- und Forstwirtschaft, Grünschnitt oder organisches Material aus Gewässern auf ihre Eignung als Torfersatz zu prüfen. Dazu soll beispielsweise auch untersucht werden, ob mineralische Zuschlagstoffe oder Mikroorganismen die pflanzenbauliche Eignung von Torfersatzstoffen verbessern. Andere Ansätze verfolgen das Ziel, nachwachsende Rohstoffe wie Holz optimal als Substratgrundlage aufzubereiten. Außerdem soll überprüft werden, wie man den Ansprüchen von Verbraucherinnen und Verbrauchern gerecht werden kann, so dass torfarm kultivierte Pflanzen in Privathaushalten möglichst lange Freude bereiten.

Die eingereichten Projektskizzen sehen die Einbindung von Wissenschaft, Unternehmen, Vereinen und Praxis vor, so dass das Fachwissen verschiedenster Akteure genutzt werden kann.

Die Projektträger ptble und FNR werden die Vorhaben von der ersten Idee bis zum Projektabschluss fachlich sowie administrativ begleiten. Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt. Die fachliche Bewertung der Skizzen erfolgt in der BLE und der FNR durch ausgewiesene Experten der jeweiligen Fachgebiete. Bei förderwürdigen Skizzen erfolgt im nächsten Schritt die Antragsaufforderung und -prüfung mit dem Ziel, erste Projekte zu Beginn des Jahres 2020 zu starten.

 

 Substrat, z.B. aus der Champignon-Zucht, soll so aufbereitet und recycelt werden, dass weniger Torf in der Pilzproduktion benötigt wird. Quelle: www.oekolandbau.de / Copyright BLE / Thomas Stephan
Substrat, z.B. aus der Champignon-Zucht, soll so aufbereitet und recycelt werden, dass weniger Torf in der Pilzproduktion benötigt wird. Quelle: www.oekolandbau.de / Copyright BLE / Thomas Stephan
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