Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektförderung

Die Projektträgerschaft ist die vorrangige Aufgabe der FNR. Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt sie die angewandte Forschung und Entwicklung im Bereich der nachhaltigen Erzeugung und der Nutzung nachwachsender Ressourcen und setzt die Nachhaltigkeitsprämie Wald um. Im Rahmen des von BMEL und BMU gemeinsam getragenen Waldklimafonds betreut die FNR Projekte zur Erschließung des CO2-Minderungs-, Energie- und Substitutionspotenzials von Wald und Holz sowie zur Anpassung der deutschen Wälder an den Klimawandel. 

Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"

Für die Förderung von Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben sowie nationaler Projekte der nachhaltigen Waldwirtschaft ist das Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe" maßgeblich. Zur Umsetzung des Programms stehen aus dem Bundeshaushalt 2021 knapp 90 Mio. Euro zur Verfügung. 

Zur Untersetzung der Fördermaßnahmen veröffentlicht das BMEL aktuelle Förderschwerpunkte und Bekanntmachungen. Projektvorschläge können jedoch auch außerhalb dieser Bekanntmachungen und ohne besondere Fristen bei der FNR eingereicht werden.

Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"

Waldklimafonds

Der Waldklimafonds  ist Programmbestandteil des Sondervermögens Energie- und Klimafonds und wurde unter gemeinsamer Federführung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und des BMEL errichtet. Die FNR ist von BMU und BMEL mit der Projektträgerschaft zur Umsetzung des Waldklimafonds beauftragt. 2021 können insgesamt 30 Mio. Euro für entsprechende Projekte eingesetzt werden.

Einen Überblick über alle geförderten Projekte erlaubt die Projektdatenbank.

Darüber hinaus engagiert sich die FNR in mehreren EU-Projekten und stellvertretend für das BMEL als Vertragspartner in der Internationale­n Energieagentur (IEA).

Forschung und Entwicklung zu Produkten und Verfahren im Bereich "Nachwachsende Rohstoffe" werden auch von anderen Organisationen unterstützt. Zudem finden sich nachwachsende Rohstoffe in vielfältigen weiteren Fördermaßnahmen der EU, der Bundesregierung und der Länder wieder. Einen Überblick zu den Förderprogrammen im Bereich Nachwachsende Rohstoffe bietet die Förderübersicht.

Nachhaltigkeitsprämie Wald

Mit der Nachhaltigkeitsprämie Wald  stellt die Bundesregierung in den Jahren 2020 und 2021 im Rahmen des Konjunkturpakets insgesamt 500 Mio. Euro für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder in Form einer flächenwirksamen Prämie zur Verfügung. Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist eine Nachhaltigkeitszertifizierung der Waldfläche nach den Programmen PEFC oder FSC. Die Nachhaltigkeitsprämie Wald richtet sich an private und kommunale Waldbesitzer, die Abwicklung erfolgt über die FNR.

Waldsterben
In vielen Wäldern Deutschlands haben extreme Trockenheit und Hitze, gefolgt von massivem Borkenkäferbefall, zu großen Waldschäden geführt. (Bild: BMEL 2020)

Torfminderung und Moorbodenschutz

Klimawirksame Maßnahmen zum Schutz von Moorböden sowie die Minderung des Einsatzes von Torf sind ein Bestandteil des Klimaschutzpaketes der Bundesregierung. Das BMEL stellt hierfür 2021 ca. 55 Mio. € aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ (EKF) zur Verfügung. Die FNR ist vom BMEL beauftragt, die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Torfminderung und zum Moorbodenschutz, aber auch für Modell- und Demonstrationsvorhaben zum Torfersatz im Hobby- und Friedhofsgartenbau sowie zum Moorbodenschutz als Projektträger zu betreuen. Bestandteil der Maßnahmen ist zudem die Entwicklung eines Zertifizierungssystems für Torfersatzstoffe. Die Fach- und Verbraucherinformation zum Thema Torfminderung rundet das Handlungsfeld der FNR ab.

Moorlandschaft
Moore zählen zu den größten Kohlenstoffspeichern der Erde. (Bild: Christian Schwier/stock.adobe.com)

Klimafreundliches Bauen mit Holz

Im Rahmen der Förderrichtlinie „Klimafreundliches Bauen mit Holz“ stellt das BMEL für das Jahr 2021 20 Mio. Euro zur Verfügung. Die Förderung ist Bestandteil des Konjunktur- und Krisenbewältigungspaketes der Bundesregierung vom Juni 2020 und zielt auf eine beschleunigte Entwicklung, die Einführung und Verbreitung von innovativen Technologien, Verfahren, Produkten und Dienstleistungen zur intensiveren Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs Holz im Baubereich ab. Dabei gilt es, den Holzbau für großvolumige und mehrgeschossigen Bauten als attraktive, klimafreundliche Alternative zu etablieren.

Mit der Richtlinie werden Maßnahmen in den Förderschwerpunkten „Beratungsleistungen“ und „Innovationscluster“ finanziert. Die Förderung von Beratungsleistungen zielt dabei auf die stärkere Nutzung von Holz als Bau- und Werkstoff und beinhaltet den Einsatz von digitalen Lösungen zur Verbesserung von Prozessen in den Unternehmen, die Beratung zur Einführung standardisierter Produkt- und Systemlösungen (z. B. serielles Bauen) und die Entwicklung neuer Geschäfts- und Kooperationsmodelle für die Zusammenarbeit von Unternehmen. Mit der Förderung von Innovationsclustern soll die Kooperations- und Leistungsfähigkeit der Branche ausgebaut und dadurch die Innovations- und Entwicklungspotenziale des klimafreundlichen Holzbaus unterstützt und besser ausgeschöpft werden.

 

Für Beratungsleistungen und Unternehmensinitiativen zum klimafreundlichen Holzbau stellt das BMEL Fördermittel aus dem Konjunkturpaket bereit. Quelle: FNR/Nast
Für Beratungsleistungen und Unternehmensinitiativen zum klimafreundlichen Holzbau stellt das BMEL Fördermittel aus dem Konjunkturpaket bereit. Quelle: FNR/Nast

Die FNR ist Mitglied im Netzwerk der Projektträger.

Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
Förderportal des Bundes
easy-Online
Formularschrank des BMEL
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer
Klimafreundliches Bauen mit Holz

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