Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Aktuelle Förderaufrufe

Einzelne Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufe untersetzen die jeweiligen Förderschwerpunkte im Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ sowie im Waldklimafonds. Die Bekanntmachungen und Aufrufe greifen konkreten Forschungsbedarf in streng umrissenen Themenfeldern auf und sind in der Regel zeitlich befristet. Für die Bewerbung auf die jeweiligen Bekanntmachungen und Aufrufe nutzen Sie bitte die im Kapitel „Antragsverfahren“ angebotenen Hilfestellungen.

Antragstellern steht es frei, Projektideen auch außerhalb dieser Bekanntmachungen und ohne besondere Fristen bei der FNR einzureichen.


Förderaufruf "Fachinformation für Gartenbaubetrie­be zur Umstellung auf torfreduzierte und torffreie Kultursubstrate"

Veröffentlichungsdatum: 25. März 2021

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Dr. Merten Minke, m.minke(bei)fnr.de, +49 3843 6930-254

Einreichungsfrist für Skizzen: 23. Juli 2021

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Vorhaben im Rahmen eines befristeten Förderaufrufs zum Thema „Fachinformation für Gartenbaubetriebe zur Umstellung auf torfreduzierte und torffreie Kultursubstrate“ zu fördern. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ der Bundesregierung.

Bei der Torfgewinnung und der anschließenden gärtnerischen Nutzung werden erhebliche Mengen Treibhausgase freigesetzt. Hauptabnehmer von Torf sind laut Zentralverband Gartenbau e. V. in Deutschland neben dem Hobbybereich die rund 52.500 gartenbaulichen Unternehmen. Das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung sieht vor, Torf als Kultursubstrat bis 2030 im Erwerbsgartenbau weitgehend zu ersetzen. Die Gartenbaubetriebe stehen damit vor der Herausforderung, auf torfre­duzierte oder torffreie Kultursubstrate umzusteigen, ihre Wettbewerbs­fähigkeit dabei zu erhalten und weiterhin Pflanzen eines großen Arten­spektrums in hoher Qualität und entsprechender Menge zu produzieren.

In den gartenbaulichen Unternehmen besteht erheblicher Informationsbe­darf zu vielen mit der Verwendung von torfreduzierten und torffreien Sub­straten verbundenen Fragestellungen, etwa zu ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften, zur Verfügbarkeit von Substraten bestimmter Qualität, ihrer Eignung für die jeweiligen Kulturen, möglichen Risiken bei der Verwendung, aber auch zu den für die Umstellung erforderlichen Anpassungen der gärtnerischen Praxis. Diesen Bedarf gilt es abzudecken, um die Reduzierung des Torfeinsatzes im Erwerbsgartenbau zu fördern.

Mit dem vorliegenden Förderaufruf beabsichtigt das BMEL, bundesweit Informationsmaßnahmen zum Einsatz torfreduzierter und torffreier Kultursubstrate in gartenbaulichen Unternehmen zu fördern. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Einsatz von Torf im Erwerbsgartenbau zu verringern, Wissenslücken in diesem Bereich zu schließen und die Wettbewerbsfähigkeit der Gartenbauproduktion trotz Substratumstellung aufrechtzuerhalten.

Download des vollständigen Aufrufs

Nährstoffnachhaltigkeit – Langfristiger Erhalt der Standortqualität in Wäldern

Veröffentlichungsdatum: 29. Januar 2021

Ihr Ansprechpartner beim WKF:
Benedikt Wilhelm, b.wilhelm(bei)fnr.de, +49 3843 6930-342

Einreichungsfrist für Skizzen: Mittwoch, der 30. Juni 2021

Waldböden versorgen die Bäume mit Nährstoffen, puffern Schadstoff- und Säureeinträge und liefern sauberes Trinkwasser. Für die Vitalität und das Wachstum der Bäume ist eine ausgewogene Versorgung der Waldböden mit den Hauptnährelementen Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium wichtige Voraussetzung.

Die Ergebnisse der zweiten Bodenzustandserhebung zeigen, dass Luftreinhaltung und flankierende forstliche Maßnahmen, wie z. B. der Umbau von Nadel- in Laub- und Mischwald, die Waldböden positiv beeinflusst haben. So spiegeln sich die Erfolge in geringeren Schwefel- und Bleigehalten in Nadeln und Blättern sowie einer verbesserten Calcium- und Magnesiumernährung der Bäume wider. Jedoch sind die Böden nach wie vor von einer anhaltenden Überversorgung mit Stickstoff geprägt.

Für die Produktion des nachwachsenden Rohstoffs Holz, den Naturhaushalt und den Klimaschutz sind Waldböden von zentraler Bedeutung. Bei einer negativen Nährstoffbilanz kommt es zu einer Verarmung und damit Verschlechterung des Bodens. Ziel einer umfassend nachhaltigen Forstwirtschaft muss es daher sein, die Biomassenutzung so zu gestalten, dass das Standortpotenzial der Waldböden dauerhaft erhalten bleibt. Dabei sind auch Erkenntnisse zu der erwarteten zukünftigen Entwicklung der Waldböden auf Grund des voranschreitenden Klimawandels und den damit veränderten Niederschlagsregimen und ggf. Änderungen in der Summe der zu erwartenden Niederschlagsmengen einzubeziehen.

Im Rahmen des Fachgespräches „Nährstoffnachhaltigkeit – Langfristiger Erhalt der Standortqualität in Wäldern“ am 16. Oktober 2018 bei der FNR, wurden die aktuellen Probleme hinsichtlich einer nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder unter Berücksichtigung der im Waldboden vorhandenen und für das Baumwachstum wichtigen Nährelemente präsentiert und von Experten diskutiert. Hierbei wurde festgestellt, dass erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht, um Wissenslücken zu schließen und angepasste Lösungen für waldwirtschaftliche Prozesse zu entwickeln.

Download des vollständigen Förderaufrufes

Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
Förderportal des Bundes
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Formularschrank des BMEL
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer
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