Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Aktuelle Förderaufrufe

Einzelne Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufe untersetzen die jeweiligen Förderschwerpunkte im Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ sowie im Waldklimafonds. Die Bekanntmachungen und Aufrufe greifen konkreten Forschungsbedarf in streng umrissenen Themenfeldern auf und sind in der Regel zeitlich befristet. Für die Bewerbung auf die jeweiligen Bekanntmachungen und Aufrufe nutzen Sie bitte die im Kapitel „Antragsverfahren“ angebotenen Hilfestellungen.

Antragstellern steht es frei, Projektideen auch außerhalb dieser Bekanntmachungen und ohne besondere Fristen bei der FNR einzureichen.


Kommunikation für Waldnaturschutz und nachhaltige Waldbewirtschaftung

Veröffentlichungsdatum: Donnerstag, 16. Januar 2020

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:
Mathias Sauritz, m.sauritz(bei)fnr.de, + 49 3843/6930-148

Einreichungsfrist für Skizzen: Montag, den 18. Mai 2020

Direktlink zur Skizzeneinreichung:
foerderportal.bund.de/easyonline/reflink.jsf?m=NR&b=FNR033&t=SKI

Der in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie geforderte ganzheitliche und integrative Ansatz des Naturschutzes im Wald lässt sich in unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft mitunter nur dann erfolgreich umsetzen, wenn für die vielfältigen Ansprüche an den Wald austarierte Kompromisse gefunden werden und in diesem Zusammenhang auch immer die nachhaltige Waldbewirtschaftung effektiv kommuniziert wird.

Um Lösungswege für teils vorliegende Konflikte zu finden, ist es daher erforderlich,

  • die Diskussionen über Nutzungsverzichte und Vorrangflächen für den Naturschutz zu versachlichen,
  • die Vielschichtigkeit und Komplexität der Materie aufzuzeigen (einschließlich der vielfältigen Zielkonflikte, die sich je nach kommunikativer Situation, Fragestellung, Akteur und Betrachtungsebene ergeben können) sowie
  • ziel- und situationsgerecht differenzierte Ansätze für eine Kommunikation zu entwickeln, die der Komplexität der forst- und naturschutzfachlichen Sachverhalte wie auch der kommunikativen Akteursgeflechte gerecht werden.

In Deutschland erleben wir derzeit insgesamt eine sehr große Nachfrage nach verschiedenen Ökosystemleistungen, die sich z. T. auch widersprechen können (z. B. Holzerzeugung versus Wildnis). Allerdings steht dabei nur eine begrenzte Waldfläche zur Verfügung. Trotz der Vorbehalte einzelner Skeptiker, dass die Holzentnahme in Konflikt mit dem Naturschutz steht, spricht vieles für ein integratives Handeln, bei dem sich mehrere Leistungen von Waldökosystemen gleichzeitig verbessern lassen.

Im Rahmen des Fachgesprächs „Naturschutz im Forst – Teil 2: Nachhaltige Waldbewirtschaftung effektiv kommunizieren!“, wurden daher am 28.11.2018 in Berlin die aktuellen Probleme hinsichtlich der Kommunikation einer nachhaltigen Forstwirtschaft im Spannungsfeld von Rohstoffbereitstellung und Biodiversität präsentiert und diskutiert. Hierbei wurde auch festgestellt, dass noch erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf (FuE-Bedarf) besteht, um Wissenslücken zu schließen oder an die waldwirtschaftlichen Erfordernisse angepasste Kommunikationslösungen zu entwickeln.

Download des vollständigen Förderaufrufs

Anwendungsorientierte Forschungen zu biobasierten Klebstoffen

Veröffentlichungsdatum: Mittwoch, 15. Januar 2020

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:
Dr. Dietmar Peters, d.peters@fnr.de, + 49 3843/6930-109
Birgit Herrmann, b.herrmann@fnr.de, +49 3843/6930-103

Einreichungsfrist für Skizzen: Montag, den 15. Juni 2020

Direktlink zur Skizzeneinreichung:
foerderportal.bund.de/easyonline/reflink.jsf?m=NR&b=FNR038&t=SKI

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben im Rahmen eines Aufrufs zum Thema „Anwendugsorientierte Forschungen zu biobasierten Klebstoffen“ zu fördern. Die Förderung erfolgt über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR). Der bis zum 15. Juni 2020 befristete Förderaufruf konzentriert sich auf die Förderung von Forschung und Entwicklung zu Klebstoffen auf Basis biogener Rohstoffe für traditionelle und neue Anwendungsbereiche sowie funktionelle Klebstoffe.

Die Bundesregierung hat mit der „Politikstrategie Bioökonomie“ den Weg zu einer nachhaltigeren und stärker biobasierten Wirtschaft aufgezeigt. Ziel ist u.a. eine deutliche und anhaltende Steigerung des nachhaltig erzeugten Biomasseanteils und der Effizienz des Biomasseeinsatzes zu erreichen. Ein Handlungsfeld ist die Erschließung von Wachstumsmärkten und die Unterstützung von innovativen Technologien und Produkten auf der Basis nachwachsender Ressourcen. Der Bereich Klebstoffe ist ein solcher global wachsender Markt, in dem eine hohe Wertschöpfung möglich ist. Nachwachsende Rohstoffe (einschließlich biogene Reststoffe) stellen in diesem Bereich eine alternative und erneuerbare Rohstoffbasis für die Erzeugung chemischer und technischer Produkte dar.

Biobasierte Klebstoffsysteme sollten auf der Rohstoffseite nicht nur etablierte fossile durch biogene Rohstoffe ersetzen, sondern auch über den Status Quo hinaus gehen und neue oder verbesserte
Eigenschaften/Funktionen aufweisen bzw. multifunktionell sein. Hier
besteht in allen Anwendungsbereichen von Klebstoffen Handlungsbedarf.
Dabei sind sowohl die Klebstoffsysteme und ihre Komponenten als auch ggf. die Applikationsmethoden neu zu entwickeln oder anzupassen.

Die sich zunehmend ändernde Rohstoffsituation und gestiegene Anforderungen an Klebstoffprodukte sind bei der Klebstoffentwicklung zu berücksichtigen. Zielprodukte des Förderaufrufs sind konkurrenzfähige, innovative, leistungsfähige, umwelt- und gesundheitlich unbedenkliche, funktionelle, biobasierte Klebstoffe.

Download des vollständigen Aufrufs

Forstpflanzenzüchtung

Veröffentlichungsdatum: 21. Oktober 2019

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Albrecht Freiherr von Lyncker, a.lyncker(bei)fnr.de, 03843/6930-346

Einreichungsfrist für Skizzen: 10. März 2020

gefördert aus: Förderrichtlinie "Waldklimafonds"

Direktlink zur Skizzeneinreichung: foerderportal.bund.de/easyonline/reflink.jsf?m=FNR-WKF&b=FNR037&t=SKI

Die Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) fördern im Rahmen des Waldklimafonds (WKF) Projekte, die einen Beitrag zur Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel und zur CO2- Minderung leisten.

Die Bewältigung der jetzigen und künftigen Anforderungen an eine multifunktionale Forstwirtschaft unter Beachtung der Klimaerwärmung können durch eine Anpassung und Intensivierung der Forstpflanzenzüchtung unterstützt werden.

Mit waldbautechnischen Maßnahmen kann das Potential der Waldbäume optimal ausgenutzt werden, jedoch ist eine Erhöhung der Widerstandfähigkeit gegen abiotische Umwelteinflüsse, wie z. B. Trockenheit oder Sturm oder eine Verbesserung der Resistenz gegenüber verstärkt auftretenden Pilzerkrankungen und Schadinsekten auch durch die Verwendung von angepasstem, höherwertigem Vermehrungsgut möglich. Ein vorrangiges Ziel der Züchtungsanstrengungen ist es daher, die Toleranz gegenüber Umwelteinflüssen zu erhöhen und die Resistenz zu verbessern. Die Nutzung und Erhaltung breiter forstgenetischer Ressourcen stellt somit auch die Grundlage für die Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen dar und ist ein Faktor, welcher die Stabilität und Vitalität von natürlichen, naturnahen und stark durch den Menschen beeinflussten Waldökosystemen entscheidend beeinflusst.

Forstpflanzenzüchtung kann damit einen Beitrag leisten, um die Herausforderungen in Zeiten des Klimawandels zu bewältigen.

Nachdem im November 2011 ein erster Workshop zur Forstpflanzenzüchtung stattfand (Gülzower Fachgespräche, Bd. 36), wurde eine Reihe von Forschungsprojekten im Rahmen des WKF und innerhalb des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe initiiert und gefördert.

Zur Evaluierung des bestehenden FuE-Bedarfs im Bereich Forstpflanzenzüchtung wurde im März 2019 ein weiterer Workshop durchgeführt. Im Ergebnis dieser Veranstaltung wurde der FuE-Bedarf in der Forstpflanzenzüchtung identifiziert. Dieses Ergebnis bildet die Grundlage für den vorliegenden Förderaufruf „Forstpflanzenzüchtung“.

Download des vollständigen Förderaufrufs

Saubere Verbrennung von festen Bio­brennstoffen in Kleinfeuerungsanlagen mit sehr geringen Schadstoff­emissionen

Veröffentlichungsdatum: 2. September 2019

Ihr Ansprechpartner bei der FNR: Dr. Andrej Stanev, a.stanev(bei)fnr.de 03843/6930-134

Einreichungsfrist für Skizzen: 31. März 2020

gefördert aus: Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"

Direktlink: Skizzenformular

Aufruf auf Anregung des Lenkungsausschusses „Feste Bioenergieträger“ (FB) im Rahmen der Förderschwerpunkte des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR)

Die Schadstoffemission von kleinen Biomassefeuerungen mit Holzbrenn­stoffen ist, insbesondere im Winter unter erschwerten Ableitbedingungen in dicht bewohnten Ortschaften, im Fokus der Kritik. Nachbarschaftsbeschwerden, Konflikte und nicht zuletzt Verbote der Biobrennstoffnutzung stehen an der Tagesordnung und stellen ein erhebliches Hemmnis der nachhaltigen Biomassenutzung für Energiezwecke dar.

Trotz geltender Verordnungen mit scharfen Emissionsanforderungen sind Umweltbelastungen durch kleine Biomassefeuerungen, insbesondere in Wohngebieten, nicht auszuschließen. Kurz- und mittelfristig werden neue, allgemein gültige EU-Emissionsrichtlinien für kleine Biomassefeuerungsanlagen, wie z. B. die Ökodesign-Richtlinie (RL) für Kleinfeuerungen (RL der EU 2015/1185 vom 24.04.2015 und RL der EU 2015/1189 vom 28.04.2015) eingeführt. Damit werden für kleine Biomassefeuerungen u.a. neue Regelungen zu den Emissionsbereichen Stickoxide und organische gasförmige Verbindungen (OGC), die zurzeit im Rahmen der 1. BImSchV nicht limitiert sind, eingeführt. Diese stellen z. T. eine erhebliche Herausforderung für die Biomasseverbrennungstechnik im untersten Leistungsbereich dar. Die bereits limitierten Schadstoffemissionen wie z. B. Staubemission und Kohlenmonoxid müssen weiter reduziert werden, um Umweltvorgaben bezüglich der Belastung von Wohngebieten zu erfüllen und etwaige Einsatzverbote für Biobrennstoffe zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund wird z. B. zurzeit über eine Verschärfung der Anforderungen der 1. BImSchV bezüglich der Ableitbedingungen von Kleinfeuerungsanlagen in Wohngebieten diskutiert.

Bei automatisch und handbeschickten Biomasseheizungen und -Einzelraumfeuerungen im unteren Leistungsbereich besteht ein erhebliches Risiko, dass nach der Einführung der o.g. EU-Regelungen nicht bei allen neu in Betrieb genommenen Anlagen die Emissionsanforderungen sowie die Vermeidung von Umweltbelastungen in Wohngebieten sicher und dauerhaft eingehalten werden können. Umgehende, effektive Maßnahmen zur umfassenden Emissionsminderung im Bereich Kleinst-Biomassefeuerungsanlagen und ein koordiniertes Vorgehen zur Umsetzung sind notwendig, um eine künftige, effiziente und emissionsarme Nutzung von Biomasse im Wärmesektor abzusichern. Um dieses Ziel möglichst kurzfristig zu erreichen, wird nach Empfehlungen des Lenkungsausschusses „Feste Bioenergieträger“ unter der Leitung der FNR dieser Aufruf veröffentlicht.

Mit dem Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen sollen wissenschaftlich fundierte Grundlagen sowie zukunftsfähige Konzepte für die genehmigungsfähige Bereitstellung und Nutzung von Wärme aus Biomasse durch kleine Biomassefeuerungsanlagen entwickelt werden. Ein hoher Innovationsgehalt der Projektideen und eine angemessene Abgrenzung zu abgeschlossenen und laufenden For-schungsarbeiten sind Grundvoraussetzungen für eine Förderung.

Mit diesem Aufruf, der zeitlich begrenzt ist, soll das Themenfeld „Wärme aus Biomasse in künftigen Energiesystemen“ untersetzt und spezifiziert werden. Dabei sollen ausschließlich Projekte initiiert werden, die die Markterfordernisse im Blick haben und entsprechend ausgerichtet sind. Vorhaben zur Grundlagenforschung ohne direkten Anwendungsbezug sind folglich nicht förderfähig.

Projektvorschläge können bis zum 31. März 2020 bei der FNR eingereicht werden. Die Begutachtung und Bewertung erfolgt nach dem Einsendeschluss.

Das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ ist Grundlage der Förderung und bei der Antragstellung zu berücksichtigen. Dabei können nur Vorhaben gefördert werden, die einen Beitrag zu den förderpolitischen Zielen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ des BMEL leisten.

Download des vollständigen Aufrufs

Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
Förderportal des Bundes
easy-Online
Formularschrank des BMEL
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
Bauer Hubert
Girls Day am 26. März 2020
Präsentation zum BioConceptCar
Die nachwachsende Produktwelt
 
Diese Internetseite verwendet Cookies, um die Nutzererfahrung zu verbessern und den Benutzern bestimmte Dienste und Funktionen bereitzustellen. Details
Cookies erlauben