Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Aktuelle Förderaufrufe

Einzelne Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufe untersetzen die jeweiligen Förderschwerpunkte im Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ sowie im Waldklimafonds. Die Bekanntmachungen und Aufrufe greifen konkreten Forschungsbedarf in streng umrissenen Themenfeldern auf und sind in der Regel zeitlich befristet. Für die Bewerbung auf die jeweiligen Bekanntmachungen und Aufrufe nutzen Sie bitte die im Kapitel „Antragsverfahren“ angebotenen Hilfestellungen.

Antragstellern steht es frei, Projektideen auch außerhalb dieser Bekanntmachungen und ohne besondere Fristen bei der FNR einzureichen.


Forstpflanzenzüchtung

Veröffentlichungsdatum: 21. Oktober 2019

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Albrecht Freiherr von Lyncker, a.lyncker(bei)fnr.de, 03843/6930-346

Einreichungsfrist für Skizzen: 21. Januar 2020

gefördert aus: Förderrichtlinie "Waldklimafonds"

Direktlink: foerderportal.bund.de/easyonline/reflink.jsf?m=FNR-WKF&b=FNR037&t=SKI

Die Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) fördern im Rahmen des Waldklimafonds (WKF) Projekte, die einen Beitrag zur Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel und zur CO2- Minderung leisten.

Die Bewältigung der jetzigen und künftigen Anforderungen an eine multifunktionale Forstwirtschaft unter Beachtung der Klimaerwärmung können durch eine Anpassung und Intensivierung der Forstpflanzenzüchtung unterstützt werden.

Mit waldbautechnischen Maßnahmen kann das Potential der Waldbäume optimal ausgenutzt werden, jedoch ist eine Erhöhung der Widerstandfähigkeit gegen abiotische Umwelteinflüsse, wie z. B. Trockenheit oder Sturm oder eine Verbesserung der Resistenz gegenüber verstärkt auftretenden Pilzerkrankungen und Schadinsekten auch durch die Verwendung von angepasstem, höherwertigem Vermehrungsgut möglich. Ein vorrangiges Ziel der Züchtungsanstrengungen ist es daher, die Toleranz gegenüber Umwelteinflüssen zu erhöhen und die Resistenz zu verbessern. Die Nutzung und Erhaltung breiter forstgenetischer Ressourcen stellt somit auch die Grundlage für die Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen dar und ist ein Faktor, welcher die Stabilität und Vitalität von natürlichen, naturnahen und stark durch den Menschen beeinflussten Waldökosystemen entscheidend beeinflusst.

Forstpflanzenzüchtung kann damit einen Beitrag leisten, um die Herausforderungen in Zeiten des Klimawandels zu bewältigen.

Nachdem im November 2011 ein erster Workshop zur Forstpflanzenzüchtung stattfand (Gülzower Fachgespräche, Bd. 36), wurde eine Reihe von Forschungsprojekten im Rahmen des WKF und innerhalb des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe initiiert und gefördert.

Zur Evaluierung des bestehenden FuE-Bedarfs im Bereich Forstpflanzenzüchtung wurde im März 2019 ein weiterer Workshop durchgeführt. Im Ergebnis dieser Veranstaltung wurde der FuE-Bedarf in der Forstpflanzenzüchtung identifiziert. Dieses Ergebnis bildet die Grundlage für den vorliegenden Förderaufruf „Forstpflanzenzüchtung“.

Download des vollständigen Förderaufrufs

Waldbrände – Herausforderungen bei der Vermeidung und Bewältigung angehen

Veröffentlichungsdatum: 25. September 2019

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Albrecht Freiherr von Lyncker, a.lyncker(bei)fnr.de, 03843/6930-346

Einreichungsfrist für Skizzen: 29. November 2019

gefördert aus: Förderrichtlinie "Waldklimafonds"

Direktlink: Skizzenformular

Nach den Dürreperioden und den Wald- und Vegetationsbränden in den Jahren 2018/2019 ist das Thema Waldbrand in Deutschland im Bewusstsein aller Bevölkerungsgruppen an­ge­kommen – und nicht mehr nur ein Thema bei Feuerwehren, Waldbesitzern und Forst­ver­wal­tungen. Die Wahrscheinlichkeit für längere Dürreperioden im Sommer durch den voran­schrei­ten­den Klimawandel wird sich erhöhen – und damit auch die Wahrscheinlichkeit für Wald- und Vegetationsbrände. Klimawissenschaftlerinnen und -wissenschaftler warnten bereits vor der Waldbrandsaison im letzten Jahr, dass uns heute ungewöhnlich heiß und trocken vor­kommende Sommer in naher Zukunft die Normalität sein werden. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, die Herausforderungen bei der Vermeidung und Bewältigung von Waldbränden und von Bränden auf Vegetationsflächen, die unmittelbar an Waldbestände angrenzen, neu zu überdenken.

Im Rahmen des FNR-Fachgesprächs „Waldbrand – Herausforderungen bei der Vermeidung und Bewältigung“ am 15.08.2019 wurde der aktuelle Handlungsbedarf zu diesem Themenkomplex aus Expertensicht erfasst. Auf Basis der Ergebnisse dieses Fachgesprächs erfolgt dieser Förder­aufruf.

Insbesondere sollen Vorhaben zu den folgenden Themenbereichen und den aufgeführten Teilaspekten gefördert werden:

Themenbereich „Erarbeitung von Konzepten

  • Forschung und Entwicklung waldbaulicher Lösungen zur Waldbrandprävention und zur Behandlung von Waldbrandflächen

Themenbereich „Einrichtung von Demonstrations- und Ausbildungsflächen

  • Brandschutzkonzept-Modellvorhaben
  • Einbeziehen auch (naturschutz-)rechtlicher Fragestellungen

Themenbereich „Kommunikation

  • Zielgruppenspezifische Maßnahmen/Aufklärung/Bewusstseinsbildung
  • Bereitstellung von Informationsmaterial (u. a. Standard-Einsatzpläne mit einheitlicher Sprachregelung)
  • Erarbeitung eines Leitfadens zur Prävention, Brandbekämpfung und Brandnachsorge, Berücksichtigung von Informationen bzgl. örtlicher Gegebenheiten (Löschwasserentnahmestellen, relevante Bestandeskennwerte, usw.)

Themenbereich „Aus- und Weiterbildung, inkl. Öffentlichkeitsarbeit

  • Materialien-Erstellung
  • Schulungen (Konzeption, Bereitstellung, Testen)
  • Vorhandenes Wissen praxisgerecht aufarbeiten

Themenbereich „Überprüfung existierender Konzepte und neuer Ansätze für den Umgang mit kampfmittelbelasteten Flächen

  • Abgleich mit auf europäischer und internationaler Ebene vorhandenem Wissen und Erfahrungswerten
  • Integration in angepasste und neu entwickelte Leitfäden

Allgemeine Informationen

Mit dem Förderaufruf „Waldbrände“ zur Einreichung von Projektvorschlägen soll auch durch die Be­stand­saufnahme bereits vorhandenen Wissens – sei es durch Wiederverfügbarmachen alten Wissens oder durch den Austausch von Erfahrungen und Wissen auf europäischer und inter­natio­na­ler Ebene – erreicht werden, dass die Ergebnisse direkt Eingang in die Praxis und eine möglichst weit­reichende Verbreitung finden. Ein hoher Innovationsgehalt der Projektskizzen und eine ange­messe­ne Abgrenzung zu abgeschlossenen und laufenden Forschungsarbeiten sind Grund­voraus­setzungen für eine Förderung.

Die Förderrichtlinie Waldklimafonds ist zuwendungs- und beihilferechtliche Grundlage der För­de­rung. Es sind nur Vorhaben förderfähig, die einen Beitrag zu den förderpolitischen Zielen dieses Pro­gramms leisten. Der Beitrag zu den förderpolitischen Zielen ist im vorzulegenden Projekt­vorschlag darzustellen.

Details zum Ablauf des Antragsverfahrens sowie weitere Informationen finden Sie auf www.waldklimafonds.de/antragsverfahren/ sowie im „Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen“ (mediathek.fnr.de/leitfaden-foerderung-wkf.htm) des Projektträgers FNR.

Projektvorschläge können bis zum 29.11.2019 bei der FNR eingereicht werden. Mittel für eine Förderung im Rahmen dieses Aufrufes stehen nur begrenzt zur Verfügung, es gilt der Haus­halts­vorbehalt. Zur Erstellung von Projektskizzen steht die internetbasierte Plattform easy-Online zur Verfügung.

Download des vollständigen Förderaufrufs

Saubere Verbrennung von festen Bio­brennstoffen in Kleinfeuerungsanlagen mit sehr geringen Schadstoff­emissionen

Veröffentlichungsdatum: 2. September 2019

Ihr Ansprechpartner bei der FNR: Dr. Andrej Stanev, a.stanev(bei)fnr.de 03843/6930-134

Einreichungsfrist für Skizzen: 31. März 2020

gefördert aus: Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"

Direktlink: Skizzenformular

Aufruf auf Anregung des Lenkungsausschusses „Feste Bioenergieträger“ (FB) im Rahmen der Förderschwerpunkte des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR)

Die Schadstoffemission von kleinen Biomassefeuerungen mit Holzbrenn­stoffen ist, insbesondere im Winter unter erschwerten Ableitbedingungen in dicht bewohnten Ortschaften, im Fokus der Kritik. Nachbarschaftsbeschwerden, Konflikte und nicht zuletzt Verbote der Biobrennstoffnutzung stehen an der Tagesordnung und stellen ein erhebliches Hemmnis der nachhaltigen Biomassenutzung für Energiezwecke dar.

Trotz geltender Verordnungen mit scharfen Emissionsanforderungen sind Umweltbelastungen durch kleine Biomassefeuerungen, insbesondere in Wohngebieten, nicht auszuschließen. Kurz- und mittelfristig werden neue, allgemein gültige EU-Emissionsrichtlinien für kleine Biomassefeuerungsanlagen, wie z. B. die Ökodesign-Richtlinie (RL) für Kleinfeuerungen (RL der EU 2015/1185 vom 24.04.2015 und RL der EU 2015/1189 vom 28.04.2015) eingeführt. Damit werden für kleine Biomassefeuerungen u.a. neue Regelungen zu den Emissionsbereichen Stickoxide und organische gasförmige Verbindungen (OGC), die zurzeit im Rahmen der 1. BImSchV nicht limitiert sind, eingeführt. Diese stellen z. T. eine erhebliche Herausforderung für die Biomasseverbrennungstechnik im untersten Leistungsbereich dar. Die bereits limitierten Schadstoffemissionen wie z. B. Staubemission und Kohlenmonoxid müssen weiter reduziert werden, um Umweltvorgaben bezüglich der Belastung von Wohngebieten zu erfüllen und etwaige Einsatzverbote für Biobrennstoffe zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund wird z. B. zurzeit über eine Verschärfung der Anforderungen der 1. BImSchV bezüglich der Ableitbedingungen von Kleinfeuerungsanlagen in Wohngebieten diskutiert.

Bei automatisch und handbeschickten Biomasseheizungen und -Einzelraumfeuerungen im unteren Leistungsbereich besteht ein erhebliches Risiko, dass nach der Einführung der o.g. EU-Regelungen nicht bei allen neu in Betrieb genommenen Anlagen die Emissionsanforderungen sowie die Vermeidung von Umweltbelastungen in Wohngebieten sicher und dauerhaft eingehalten werden können. Umgehende, effektive Maßnahmen zur umfassenden Emissionsminderung im Bereich Kleinst-Biomassefeuerungsanlagen und ein koordiniertes Vorgehen zur Umsetzung sind notwendig, um eine künftige, effiziente und emissionsarme Nutzung von Biomasse im Wärmesektor abzusichern. Um dieses Ziel möglichst kurzfristig zu erreichen, wird nach Empfehlungen des Lenkungsausschusses „Feste Bioenergieträger“ unter der Leitung der FNR dieser Aufruf veröffentlicht.

Mit dem Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen sollen wissenschaftlich fundierte Grundlagen sowie zukunftsfähige Konzepte für die genehmigungsfähige Bereitstellung und Nutzung von Wärme aus Biomasse durch kleine Biomassefeuerungsanlagen entwickelt werden. Ein hoher Innovationsgehalt der Projektideen und eine angemessene Abgrenzung zu abgeschlossenen und laufenden For-schungsarbeiten sind Grundvoraussetzungen für eine Förderung.

Mit diesem Aufruf, der zeitlich begrenzt ist, soll das Themenfeld „Wärme aus Biomasse in künftigen Energiesystemen“ untersetzt und spezifiziert werden. Dabei sollen ausschließlich Projekte initiiert werden, die die Markterfordernisse im Blick haben und entsprechend ausgerichtet sind. Vorhaben zur Grundlagenforschung ohne direkten Anwendungsbezug sind folglich nicht förderfähig.

Projektvorschläge können bis zum 31. März 2020 bei der FNR eingereicht werden. Die Begutachtung und Bewertung erfolgt nach dem Einsendeschluss.

Das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ ist Grundlage der Förderung und bei der Antragstellung zu berücksichtigen. Dabei können nur Vorhaben gefördert werden, die einen Beitrag zu den förderpolitischen Zielen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ des BMEL leisten.

Download des vollständigen Aufrufs

Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
Förderportal des Bundes
easy-Online
Formularschrank des BMEL
Nationaler Waldgipfel; Bild: Norbert Riehl
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
Präsentation zum BioConceptCar
Bauer Hubert
Die nachwachsende Produktwelt
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