Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projekte

Beim Planen und Bauen mit Holz kooperieren

Projekt BIMwood liefert digitale Lösungen für den vorgefertigten Holzbau

Ziel

Ziel ist es, den Datenaustausch zwischen Planern und Ausführenden zu optimieren, Schnittstellenkoordination und Projektkommunikation der Akteure zu verbessern und einen spezifischen Building Information Modeling (BIM)-Prozess für den vorgefertigten Holzbau zu entwickeln.

Aufgaben

Weiterentwicklung der  Methoden und Erarbeitung von Handlungsempfehlungen im vorgefertigten Holzbau zur Verbesserung reibungsloser Planungs- und Datenmanagementprozesse durch:

  • Entwicklung von Lösungen für den erforderlichen Grad der geometrischen Detaillierung eines Modells sowie den notwendigen Informationsgehalt für die Zusammenarbeit und Abstimmung in der Planung von Holzbauwerken
  • Implementieren von BIM in den Planungsprozess für vorgefertigte Holzbauten
  • Weiterentwicklung und Erweiterung der aktuellen BIM-Methodik und der damit verbundenen Technologien für den industriellen Holzbau
  • Ableitung von BIM-Referenzprozessen zur Abbildung eines idealtypischen BIM-Projektablaufs für eine schnelle und effektive Prozessmodellierung bei weiteren Vorhaben
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen der BIM-Anwendung für alle am Planungs- und Bauprozess vorgefertigter Holzkonstruktionen beteiligten Akteur

Status Quo

Der nicht standardisierte Datenaustausch zwischen den planenden und den ausführenden Unternehmen stellt ein Hemmnis dar, das mit hohem Informationsverlust und Mehrarbeit verbunden ist. Der vorgefertigte Holzbau beinhaltet außerdem eine große Anzahl zur Verfügung stehender Bauteilaufbauten, die zu einem höheren Komplexitätsgrad der Bauweise im Vergleich zu mineralischen Bauweisen führen. Deshalb sind zunächst die besonderen Anforderungen des vorgefertigten Holzbaus zu identifizieren.
Aktuell mangelt es an noch Lösungsansätzen für unterschiedliche Themenfelder eines holzbauspezifischen BIM-Prozesses, zum Beispiel zur Vermeidung von Schnittstellenbrüchen oder zur Fehlerkontrolle. Hier setzt das Projekt BIMwood an.

Vorteile

Mit BIMwood erstellte digitale Abläufe ermöglichen reibungslose Planungs- und Datenmanagementprozesse beim vorgefertigten Holzbau durch: 

  • bessere Kommunikation und Schnittstellenkoordination im vorgefertigten Holzbau
  • Mehrfachnutzung erfasster Daten und Vermeidung von Schnittstellenbrüchen
  • Qualitätssicherung (Kollisionsprüfung und Fehlervermeidung)
  • holzbauspezifische Modellierung
  • Integration bestehender Holzbaukompetenz
  • optimierte Prozesse innerhalb der Wertschöpfungskette vorgefertigter Holzbauten in den Planungsphasen und für die Arbeitsvorbereitung des ausführenden Holzbauunternehmens (Planung der Elementierung, Fertigung und Montage) 

Projektdaten und -partner

Vorhaben:
Entwicklung von Building Information Modeling basierten Lösungen für projektbezogene Kooperation in der Wertschöpfungskette vorgefertigter Holzbauten (BIMwood)
https://www.fnr.de/index.php?id=11150&fkz=22031118

Projektbeteiligte:

  • Technische Universität München (TUM), Department of Architecture:
    TUM – Lehrstuhl für Architektur und Holzbau, Prof. Stephan Birk , Dr.-Ing. Sandra Schuster, Johanna Arnold M. Eng., Manfred Stieglmeier M. Eng. (bis 28.02.2021)
  • TUM – Lehrstuhl für Architekturinformatik, Prof. Dr. Frank Petzold, Dipl. Ing. Julia Behm, Dipl. Ing. Katja Breitenfelder (bis 31.10.2021)
  • Praxispartner: AEC3 Deutschland GmbH, Gumpp & Maier GmbH, IBF Ingenieurgesellschaft mbH, Lattke Architekten, Prause Holzbauplanung

Projekt-Laufzeit: August 2019 bis Februar 2023

 

Digitale Lösungen beim Holzbau, godfather – stock.adobe.com / ©TUM/BIMwood / Collage: FNR

Digitale Lösungen beim Holzbau, godfather – stock.adobe.com / ©TUM/BIMwood / Collage: FNR

Gegenüberstellung eines 3 Schichten-Modells Architektur (links) und eines Tragwerksmodells mit Überlagerung durch ein 3-Schichten-Modell, ©TUM/BIMwood

Gegenüberstellung eines 3 Schichten-Modells Architektur (links) und eines Tragwerksmodells mit Überlagerung durch ein 3-Schichten-Modell, ©TUM/BIMwood