Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projekte

Rainfarn, ein Naturtalent in Sachen Ertrag, Biodiversität, Boden- und Gewässerschutz

Saaten Zeller züchtet diese und weitere heimische Wildpflanzen für optimierte Biogas-Blühmischungen.

Ziel

Entwicklung mehrjähriger Wildpflanzenmischungen mit hohem Ertrag, die gleichzeitig die Biodiversität in der Agrarlandschaft fördern und eine Verlagerung von Nährstoffen ins Grundwasser minimieren.

Aufgaben

  • Einsatz einer im Vorläuferprojekt WaGBio gezüchteten, sehr produktiven Rainfarn(Tanacetum)-Linie zur Entwicklung neuer, mehrjähriger Mischungen zur Biomasseproduktion
  • Stickstoff-Bilanzen und –messungen zur Ermittlung der Wasserschutzleistung der Mischungen
  • Erprobung der Mischungen in Kooperation mit Landwirten auf 50 Hektar Praxisflächen an mindestens 5 verschiedenen Standorten in Deutschland, Ermittlung des Ertragspotenzials
  • Erzeugung weiterer polyploider Pflanzen von Rainfarn, Beifuß und Wegwarte und Verbesserung der Keimfähigkeit. Erste polyploide Individuen dieser Arten wurden bereits in WaGBio erzeugt. (Polyploide Pflanzen haben nicht, wie die meisten Tierarten und der Mensch, zwei, sondern bis zu zwölf Chromosomensätze pro Zelle. Für Züchter sind sie besonders interessant, weil sie in der Regel wuchskräftiger als ihre diploiden Verwandten sind.)
  • Vermehrung einheimischer Herkünfte von Steinklee, Eibisch, Herzgespann und Nachtkerze als Saatgut für den Probeanbau.

Status Quo

Mais hat beim Energiepflanzenanbau für die Biogasproduktion die größte Bedeutung, 2019 belegte er 866.000 von insgesamt 1,3 Mio. Hektar Anbaufläche für Biogasanlagen. Eine Auflockerung Mais-dominierter Energiefruchtfolgen durch Dauerkulturen wie blühende Wildpflanzenmischungen könnte sich positiv auf die Biodiversität und den Boden- und Gewässerschutz auswirken. Bislang standen ihrer stärkeren Verbreitung in der Praxis allerdings noch die niedrigeren Erträge entgegen. Wildpflanzen wurden bislang jedoch so gut wie nicht züchterisch bearbeitet, dies birgt ein großes Potenzial für Ertragssteigerungen.

Vorteile

  • Ertragreichere Alternative zum Maisanbau für Biogasanlagen
  • Nahrung für Insekten, Deckung für Wildtiere
  • Humusaufbau durch CO2-Bindung
  • Niedriges Risiko zur Nitratauswaschung im Winterhalbjahr
  • Bei Verwendung mehrjähriger Korbblütler (Asteraceae) hohes Bodenverbesserungspotenzial aufgrund des hohen Anteils Reservepolysaccharide in den Wurzeln, die die Mikrobiologie des Bodens aktivieren können

Projektdaten und –partner

Das Projekt „Erhöhung des Ertragspotentials heimischer Wildpflanzenmischungen unter Berücksichtigung von Biodiversität und Wasserschutz“ (Förderkennzeichen 2219NR215) wird von der Saaten Zeller GmbH & Co. KG realisiert.

Projekt-Laufzeit:

Mai 2020 – April 2023

Rainfarn
Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
Förderportal des Bundes
easy-Online
Formularschrank des BMEL
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer

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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe

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