Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Aktuelle Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufe

 

Mit einzelnen Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufen untersetzt das BMEL seine im Rahmen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ veröffentlichten Förderschwerpunkte. Die Bekanntmachungen und Aufrufe greifen konkreten Forschungsbedarf in streng umrissenen Themenfeldern auf und sind in der Regel zeitlich befristet. Für die Bewerbung auf die jeweiligen Bekanntmachungen und Aufrufe nutzen Sie bitte die im Kapitel „Antragsverfahren“ angebotenen Hilfestellungen.

 
 

 

Kleinprivatwald – Innovationen zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung

Veröffentlichungsdatum: 22. Juni 2018

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:
Herr Sönke Lulies
s.lulies(bei)fnr.de
03843/6930-130

Einreichungsfrist für Anträge:
Freitag, der 30. 11. 2018

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) unter dem Förderschwerpunkt „Stärkung der nachhaltigen Forstwirtschaft zur Sicherung der Waldfunktionen“ Forschungs- und Entwicklungs-Vorhaben zum Thema „Kleinprivatwald – Innovationen zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung“ zu fördern. Der Aufruf konzentriert sich auf Forschungs- und Demonstrationsvorhaben zur Unterstützung des privaten Waldbesitzers durch neue Dienstleistungen und IT-Entwicklungen. Insbesondere werden Kooperationen mit vorhandenen Infrastrukturen wie z.B. forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen angesprochen.

Ein Ziel der Forstpolitik in Deutschland ist es, die vielfältigen Funktionen und Leistungen des Waldes durch eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung nachhaltig zu sichern. Hierzu betont die vom BMEL initiierte Charta für Holz 2.0 den zunehmenden Bedarf, den Privatwaldbesitz durch zielgerichtete Informations- und Beratungsangebote sowie durch angepasste Konzepte der Waldbewirtschaftung stärker zu unterstützen. Der Privatwald mit seinen zum Teil kleinstrukturierten Flächen und einer Vielzahl an Waldeigentümern deckt fast 50 % der deutschen Waldfläche ab und ist somit wichtiger Partner für Wertschöpfung sowie Umwelt- und Klimaschutz im ländlichen Raum.

Insbesondere der private Kleinst- und Kleinwaldbesitzer ist ein wichtiger Partner zur Erreichung der Ziele. Durch Forschung und Entwicklung sollte ein Paket an möglichen Dienstleistungen aus persönlicher Beratung und unterstützenden digitalen Instrumente und technischen Lösungen bereitgestellt werden. Die Beratung und Betreuung durch die öffentliche Hand, aber auch die gemeinschaftliche Bewirtschaftung des Waldbesitzes in Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen bilden eine Basis, die durch neue innovative technische und organisatorische Infrastrukturen gestärkt werden kann.

Wichtig für die Umsetzbarkeit der neu zu entwickelnden Infrastrukturen ist eine hohe Praktikabilität sowie eine Arbeitserleichterung für den Waldeigentümer oder die beratenden/betreuenden Institutionen. Durch Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sollen Grundlagen für eine noch stärkere Qualifizierung und Professionalisierung der Privatwaldberatung- und betreuung und des einzelnen Waldbesitzersgelegt werden, um das Wissen und das Verständnis für eine Bewirtschaftung zu erhöhen und somit die nachhaltige Waldbewirtschaftung zukunftssicher zu gestalten.

Download des vollständigen Aufrufs

 

 

 

Neue Wege gesucht: Innovative aquatische Wertschöpfungsketten

Veröffentlichungsdatum: 01. Juni 2018

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:
Herr Dr.-Ing. Thorsten Gottschau
t.gottschau(bei)fnr.de
03843/6930-110

Einreichungsfrist für Anträge:
Sonntag, den 30. September 2018

Die Bundesregierung betrachtet die Bioökonomie und die Kreislaufwirtschaft, insbesondere die Kreislaufführung von Kohlenstoff, als Schlüsselelemente für ein zukünftiges nachhaltiges Wirtschaften.

Aquatische Produktionssysteme mit Algen und Cyanobakterien können klassische landwirtschaftliche und industrielle Produktionsverfahren durch Systemintegration ergänzen und damit einen Beitrag zum Übergang zu einer stärker biobasierten Wirtschaft leisten. Aktuell zeichnen sich bei der stofflichen Nutzung von Algen und Cyanobak­terien Chancen für vielversprechende aquatische Wertschöpfungs­routen bei Spezialprodukten wie Feinchemikalien, Kosmetikroh­stoffen sowie Nahrungsergänzungs- und Futterergänzungsmitteln ab.

Mit dem im Mai 2015 in Kraft getretenen Förderprogramm Nachwach­sende Rohstoffe (FPNR) hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) diesen Entwicklungen Rechnung getragen und die FuE-Förderung auch für alternative Wege der Rohstofferzeugung wie aquatische Systeme geöffnet.

Wertschöpfungsmöglichkeiten über Algen/Cyanobakterien oder aqua­tische Makrophyten werden seit längerem beforscht und in der Öffentlich­keit breit diskutiert. Unter den regional vorherrschenden klimatischen Bedingungen konnten, bis auf Ausnahmen, bisher jedoch mit den überwie­gend phototroph betriebenen aquatischen Systemen kaum relevante Wert­schöpf­ungen nachgewiesen werden. Die überwiegend auf energetischen Nutzungspfaden orientierten Entwicklungsansätze waren unter Berück­sich­tigung der regionalen Bedingungen bislang wirtschaftlich kaum darstellbar.

Mit dem nun vom BMEL verfolgten Ansatz ist beabsichtigt, im Rahmen eines befristeten Aufrufs besonders innovative FuE-Projekte der Erzeug­ung und alternativen stofflichen oder stofflich-energetischen Nutzung auf der Grundlage biogener Rohstoffe aus Aquatischen Systemen zu fördern. Vorrangig sollen Wertschöpfungsketten mit Verfahren für Produkte mit hohem Nutzen und Marktwert unter Einsatz fortschrittlicher Reaktorkonzepte durch die Kopplung mit weiteren Biomasse-Konversionsanlagen und anderen Erneuerbare Energien-Anlagen zur Nutzung von Synergien bis hin zu Konzepten für Bioraffinerien gefördert werden. Dazu sollte analysiert werden, inwieweit Algen/Cyanobakterien-Produktionsanlagen für bestehende Erneuerbare Energien-Anlagen eine alternative bzw. zusätzliche Wertschöpfung darstellen können.

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Minderung von Treibhausgas-relevanten Emissionen beim Betrieb von Biomassekonversionsanlagen

Veröffentlichungsdatum: 16. Mai 2018

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:

Christian Weiser
c.weiser(bei)fnr.de
03843/6930-252

Einreichungsfrist für Anträge:

Sonntag, der 30. September 2018

Die von Menschen verursachten Emissionen von Treibhausgasen (THG) und Luftschadstoffen tragen direkt und indirekt zur globalen Erwärmung bei und bedrohen unsere Lebensräume. Auf der Weltklimakonferenz in Paris im Dezember 2015 hat sich die Staatengemeinschaft auf ein Klimaschutzabkommen geeinigt, welches vorsieht, die Erderwärmung auf unter 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung mit dem Klimaschutzplan 2050 ihre nationalen Klimaschutzziele definiert. Deutschlands Langfristziel ist es, bis 2050 die THG-Emissionen schrittweise um mindestens 80 % gegenüber 1990 zu senken. Aufgrund seiner Bedeutung für den Klimaschutz ist das Thema Emissionsminderung ein Schwerpunkt in der Forschungsförderung der Bundesregierung. Im Rahmen des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ (EKF) werden Maßnahmen zum Klimaschutz als ein wesentlicher Zweck des Sondervermögens genannt.

Bereits heute werden in Deutschland jedes Jahr 65,2 Mio. t CO2–Äquivalent durch die Bereitstellung von Energie auf Basis von Biomasse eingespart. So leistet die Bioenergie einen wichtigen Beitrag zu Erreichung der Klimaschutzziele. Es bestehen, neben der THG-Minderung während des Biomasseanbaus, Minderungspotenziale an Biomassekonversionsanlagen.

Zur Verbesserung der Klimaschutzwirkung und der gesellschaftlichen Akzeptanz der Bioenergie müssen bestehende THG-Minderungspotenziale ausgeschöpft und steigende Anforderungen bezüglich der Luftreinhaltung eingehalten werden. Mit dem Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen sollen wissenschaftlich fundierte Grundlagen sowie zukunftsfähige Betriebskonzepte zur Emissionsminderung an Feuerungs-, Biogas- und Biomethananlagen entwickelt und optimiert werden. Mit diesem zeitlich befristeten Aufruf sollen die genannten Förderschwerpunkte insbesondere durch praxisnahe Lösungen untersetzt und spezifiziert werden.

Download des vollständigen Förderaufrufs

 

Forstwirtschaft 4.0 – Digitalisierung und nachhaltige Technikentwicklung

Veröffentlichungsdatum: 15. Mai 2018

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:

Sönke Lulies
s.lulies(bei)fnr.de  
03843/6930-130

Einreichungsfrist für Anträge: Montag, der 15.10.2018

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) unter dem Förderschwerpunkt „Stärkung der nachhaltigen Forstwirtschaft zur Sicherung der Waldfunktionen“ Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben zum Thema „Forstwirtschaft 4.0 – Digitalisierung und nachhaltige Technikentwicklung“ zu fördern. Dieser Aufruf konzentriert sich auf Maßnahmen zur technischen Kommunikation und dem Datenmanagement.

Die nachhaltige, multifunktionale Forstwirtschaft stärkt die Wirtschaftskraft, sichert Arbeitsplätze im ländlichen Raum und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz. Vor diesem Hintergrund gilt es, alle Wertschöpfungspotenziale zu nutzen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Sektors Forst und Holz in Deutschland zu erhalten.

Als zentrale Entscheidungsgrundlage werden Datenerfassung und deren effizienter Austausch in allen Bereichen der Forstwirtschaft enorm an Bedeutung gewinnen und für technische Entwicklungen zur Automatisierung von Prozessen über Unternehmensgrenzen hinaus eine Schlüsselrolle spielen. Um diese Entwicklungen zu beschleunigen, sollten geeignete FuE-Vorhaben gefördert werden.

Bei der Ausarbeitung von Projektskizzen sollten folgende Sachverhalte, die eine Grundlage für die Digitalisierung von Arbeitsprozessen bilden, berücksichtigt werden:

  1. Offene Standards zum Aufbau von digitalen Datenplattformen.
  2. Berücksichtigung aller Stufen und Akteure entlang der Wertschöpfungskette.
  3. Nutzung von digitalen Zwillingen als Modellierungs- und Planungsinstrument (z.B. des Waldes, der Forstmaschine, des Forstarbeiters (bzw. dessen Ausrüstung), der Ernte- und Logistikkette) zur Prozessentwicklung und Evaluierung.
  4. Beachtung von Datenschutz (insbesondere personenbezogen) und Anwendungsnähe der Entwicklungen.

Download des vollständigen Förderaufrufes

 

Stärkung der landwirtschaftlichen Rest- und Abfallstoffverwertung für die Biogaserzeugung

Veröffentlichungsdatum: 16. April 2018

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:

Dr. Petra Schüsseler
p.schuesseler(bei)fnr.de
03843/6930-128

Einreichungsfrist für Anträge: Freitag, der 31. August 2018

Die Bundesregierung setzt bei der energetischen Nutzung von Biomasse auch künftig verstärkt auf den Einsatz von Rest- und Abfallstoffen. Mit dieser Strategie erwartet sie eine Entschärfung von Flächenkonkurrenzen und eine Reduzierung der Kosten der Stromerzeugung aus Biomasse.

Zu den für die Biogaserzeugung in größerem Umfang bereits verwendeten landwirtschaftlichen Rest- und Abfallstoffen zählen tierische Exkremente, vorrangig Rinder- und Schweinegülle. Derzeit werden ca. ein Drittel des vorhandenen technischen Potenzials genutzt. Neben den ungenutzten Mengen tierischer Exkremente sind weitere Rest- und Abfallstoffe für eine energetische Nutzung durchaus prädestiniert. Hierzu gehören insbesondere Stroh, aber auch Landschaftspflegematerial, Grünschnitt von öffentlichen Flächen oder Ernterückstände. Reststoffe aus der Lebens- und Futtermittelindustrie befinden sich dagegen bereits überwiegend in Nutzung.

Über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) werden und wurden verschiedene Forschungsprojekte  zur Identifizierung und energetischen Verwertung von biogenen Rest- und Abfallstoffen wie z.B. Gülle, Pferdemist, Stroh oder Landschaftspflegematerial gefördert. Eine besondere Stellung nimmt hier die Studie „Biomassepotenziale von Rest- und Abfallstoffen – Status quo in Deutschland“ ein (siehe: mediathek.fnr.de/band-36-biomassepotenziale-von-rest-und-abfallstoffen.html ). Diese und andere Studien weisen grundsätzlich auf vorhandene Potenziale und Möglichkeiten der Aufbereitung und Konversion dieser Stoffgruppen hin.

Mit dem befristeten Aufruf zur Einreichung von Projektskizzen sollen innovative Vorhaben unterstützt werden, die diese Thematik voranbringen. Die einzuwerbenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sollen zukunftsfähige Maßnahmen und Verfahren entwickeln, die zu einer Mobilisierung und vermehrten Nutzung landwirtschaftlicher Rest- und Abfallstoffströme für die Biogaserzeugung beitragen. Ein hoher Innovationsgehalt der Projektidee und eine angemessene Abgrenzung zu abgeschlossenen und laufenden Forschungsarbeiten sind Grundvoraussetzung für eine Förderung.

Nicht förderfähig im Sinne des Förderaufrufs sind Vorhaben, bei denen vorrangig Entsorgungsprobleme im Mittelpunkt stehen.

Der Aufruf greift den nachfolgenden Förderschwerpunkt des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ des BMEL über das Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ (EKF) auf:

Mit diesem zeitlich befristeten Aufruf soll der genannte Förderschwerpunkt insbesondere durch praxisnahe Lösungen untersetzt und spezifiziert werden. Geförderte Projekte müssen die Markterfordernisse im Blick haben und marktrelevante bzw. anwendungsbezogene Arbeiten umfassen. Die Förde-rung von direkten Investitionen in Bioenergieanlagen ist nicht Gegenstand des Aufrufs.

Das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ des BMEL ist zuwendungs- und beihilferechtliche Grundlage der Förderung. Es sind nur Vorhaben förderfähig, die einen Beitrag zu den förderpolitischen Zielen dieses Programms leisten, gleichzeitig gilt es, die Ziele des Sondervermögens EKF zu berücksichtigen.

Details zum Ablauf des Antragsverfahrens sowie weitere Informationen sind über den „Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen“ sowie den Projektträger FNR (Bearbeiter: Dr. Petra Schüsseler; E-Mail: p.schuesseler(bei)fnr.de ) erhältlich.

Projektskizzen können bis zum 31. August 2018 bei der FNR eingereicht werden. Die Begutachtung und Bewertung erfolgt nach dem Einsendeschluss. Mittel für eine Förderung im Rahmen dieses Aufrufes stehen nur begrenzt zur Verfügung, es gilt der Haushaltsvorbehalt. Zur Erstellung von Projektskizzen steht die internetbasierte Plattform easy-online zur Verfügung.

Download des vollständigen Aufrufs

 

Erhalt der Gemeinen Esche als Wirtschaftsbaumart

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:
Sebastian Kinowski; E-Mail: s.kinowski(bei)fnr.de, 03843-6930-171
Robert Heggemann, r.heggemann(bei)fnr.de, Tel.: +49 3843 6930-170

Einreichungsfrist für Anträge: keine

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) unter dem Förderschwerpunkt „Stärkung der nachhaltigen Forstwirtschaft zur Sicherung der Waldfunktionen“ Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben zum Thema „Erhalt der Gemeinen Esche als Wirtschaftsbaumart“ zu fördern.

Das Eschentriebsterben wird durch den aus Ostasien stammenden Pilz Eschenstengelbecherchen (Hymenoscyphus fraxineus, Nebenfruchtform: Chalara fraxinea) ausgelöst. Der Erstnachweis in Deutschland erfolgte im Jahr 2002. Seitdem sind in ganz Deutschland sowie in weiten Teilen Europas Eschenbestände flächendeckend durch den Pilz befallen, und das Vorkommen der Gemeinen Esche im deutschen Wald geht kontinuierlich drastisch zurück. Neben dramatischen finanziellen Einbußen für Forstbetriebe aufgrund von Qualitätsverschlechterungen des Holzes, Mortalität der Bäume und erhöhtem Aufwand für Kontrollen und Maßnahmen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht ist die forstliche Zukunft der Gemeinen Esche ungewiss, v.a. da Neuanpflanzungen nicht empfohlen werden.

Nach erfolgter Infektion über die Blätter sterben Jungbäume meist bereits nach kurzer Zeit ab. Ältere Bäume werden durch den Pilz geschwächt und anfälliger gegenüber sekundären Schadorganismen (z.B. Hallimasch, Eschenbastkäfer und perspektivisch den Asiatische Eschenprachtkäfer). Das Absterben bei älteren Bäumen dauert meist mehrere Jahre und steht häufig in enger Verbindung mit den sogenannten Stammfußnekrosen. Aufgrund unterschiedlicher Intensität der Schadsymptome an einzelnen Bäumen wird von einer verschieden stark ausgeprägten Anfälligkeit gegenüber den Pilzbefall ausgegangen. Verantwortliche Mechanismen dafür sind allerdings noch nicht bekannt.

Seit dem Auftreten des Eschentriebssterbens in Deutschland wird intensiv dazu geforscht. Dies erfolgt durch verschiedene Forschungseinrichtungen und z.T. verknüpft mit einem intensiven Erfahrungsaustausch auf europäischer Ebene (Netzwerk FRAXBACK, EUPHRESCO etc.). Als hinderlich stellt sich die Tatsache dar, dass die Forschungsanstrengungen in den einzelnen Bundesländern auf der Verwendung unterschiedlicher Methoden und Verfahren (z.B. beim Monitoring) beruhen, was die Vergleichbarkeit der Ergebnisse und Ableitung einheitlicher und gebündelter Handlungsempfehlungen erschwert. Auch wenn bereits zahlreiche wichtige Fragen beantwortet werden konnten, besteht weiterhin großer Forschungsbedarf zum Eschentriebsterben und zum Schutz der Gemeinen Esche vor weiteren biotischen Schadorganismen.

Download des vollständigen Förderufrufs

 
Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
 
Förderportal des Bundes
easy-Online
Formularschrank des BMEL
 
Charta für Holz
 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
Energie- und Klimafonds

FÖRDERSCHWERPUNKTE
IM ENERGIE- UND KLIMAFONDS

 
 

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