Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Aktuelle Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufe

 

Mit einzelnen Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufen untersetzt das BMEL seine im Rahmen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ veröffentlichten Förderschwerpunkte. Die Bekanntmachungen und Aufrufe greifen konkreten Forschungsbedarf in streng umrissenen Themenfeldern auf und sind in der Regel zeitlich befristet. Für die Bewerbung auf die jeweiligen Bekanntmachungen und Aufrufe nutzen Sie bitte die im Kapitel „Antragsverfahren“ angebotenen Hilfestellungen.

 
 

 

Innovativ und wirtschaftlich: Nachhaltige Aufbereitung und Verwertung von Gärrückständen

Veröffentlichungsdatum: 18. September 2018

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Birthe Dehmel
b.dehmel(bei)fnr.de
03843/6930-207

Einreichungsfrist für Skizzen: Montag, der 18. Dezember 2018

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt im Rahmen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) unter dem Förderschwerpunkt „Entwicklung von Technologien und Systemen zur Bioenergiegewinnung und -nutzung mit dem Ziel der weiteren Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen“ Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben zum Thema „Nachhaltige Aufbereitung und Verwertung von Gärrückständen“ zu fördern. Dieser befristete Förderaufruf konzentriert sich auf pflanzenbauliche und technische Maßnahmen sowie auf alternative Verwertungs- und Vermarktungswege.

Derzeit fallen in den 8.700 Biogasanlagen deutschlandweit etwa 82 Mio. Tonnen Gärrückstände an. Diese Gärrückstände stellen ein vielseitig einsetzbares Düngemittel dar, sie beinhalten wertvolle Pflanzennährstoffe und sorgen für die Zufuhr organischer Substanz. Um eine möglichst effiziente Ausnutzung der in den Gärrückständen vorhandenen Nährstoffe zu erreichen, ist für die landwirtschaftliche Praxis eine bedarfsgerechte Ausbringung mit moderner Düngetechnik erforderlich. Hierfür sind Kenntnisse von Nährstoffgehalten und Düngewirkung erforderlich.

Neben der Nutzung der unbehandelten Gärrückstände nehmen aber auch die Separierung in Fest- und Flüssigphase und die gezielte Aufkonditionierung mit Pflanzennährstoffen inzwischen einen festen Platz ein.

In den vergangenen 10-15 Jahren wurden  zahlreiche Forschungsarbeiten zu Eigenschaften, Inhaltsstoffen, Nährstoffwirkungen und -verfügbarkeit durchgeführt. Diese gilt es auch aufgrund aktueller Anforderungen weiter zu intensivieren. Herausforderungen im Hinblick auf eine nachhaltige Verwertung von Gärrückständen ergeben sich dabei zum einen aus dem Problem der Nährstoffüberschüsse in Veredlungsregionen, zum anderen im Hinblick auf die Änderungen der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen. Dabei ist zu beachten, dass aufgrund der steigenden rechtlichen Anforderungen künftig von knapperen Flächen und höheren Abnahmepreisen von organischen Düngemitteln auszugehen ist und auch die Anforderungen an Lagerung und Transport weiter steigen werden.

Vor diesem Hintergrund besteht Bedarf nach fundierten Handlungsempfehlungen zur effizienten Nutzung von Gärrückständen und nach innovativen Verwertungsmöglichkeiten, wie z.B. alternative Absatzwege. Dies beinhaltet sowohl pflanzenbauliche als auch technische Lösungsansätze sowie die Erschließung neuer Produkte und Märkte (z.B. Garten- und Landschaftsbau, Erden, Einstreu und Düngemittel). Letztere nehmen im Hinblick auf eine höhere Wertschöpfung eine immer größere Bedeutung ein.

Um die FuE-Arbeiten zu Gärrückständen zu intensivieren und Impulse für die landwirtschaftliche Praxis zu setzen, sollen mit dem vorliegenden Aufruf geeignete Vorhaben initiiert werden.

Download des vollständigen Aufrufs

 

Biobasierte Kunststoffverpackungen für Lebensmittel

Veröffentlichungsdatum: 7. September 2018

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:

Robert Hardt
r.hardt(bei)fnr.de
+49 3843/6930-204

Dr. Annett Wascher
a.wascher(bei)fnr.de
+49 3843/6930-174

Einreichungsfrist für Skizzen:
Konzeptentwicklungen bis zum 31. Januar 2019
Industrielle Verbundforschung bis zum 31. März 2019

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) unter dem Förderbereich „Verarbeitung biogener Rohstoffe zu Zwischen- und insbesondere Endprodukten“ Forschungs- und Entwicklungs (FuE)-Vorhaben zum Thema „Biobasierte Kunststoffverpackungen für Lebensmittel“ zu fördern. Dieser Aufruf konzentriert sich auf die Themenbereiche Produktentwicklung, Recyclingfähigkeit, migrationsarme biobasierte Additive und Erforschung der Diffusionseigenschaften.

Vor dem Hintergrund, dass biobasierte Kunststoffe hinsichtlich der Schonung fossiler Rohstoffe als auch mit Bezug auf die Klimabilanzen mögliche Vorteile besitzen und physikalisch-chemische Besonderheiten (bspw. Luft-, Dampf-, Sauerstoffdurchlässigkeit) aufweisen, die sie gerade für die Verpackung von Lebensmitteln besonders geeignet erscheinen lassen, haben BMEL/FNR eine Studie zu biobasierten Kunststoffen als Verpackungen von Lebensmitteln beauftragt.

In der Studie werden u.a. der Markt und der Rechtsrahmen einschließlich der abfallwirtschaftlichen Aspekte dargestellt. Mit Bezug auf die technischen Rahmenbedingungen fokussiert Kapitel 4 der Studie auf die Barriereeigenschaften von Kunststoffen gegenüber Sauerstoff und Wasserstoff sowie auf die mechanischen Eigenschaften wie Steifigkeit und Zugfestigkeit.

Letztendlich werden in der Studie Handlungsempfehlungen zur Förderung von biobasierten Kunststoffen mit Lebensmittelkontakt abgeleitet. Die Studie ist zu finden unter:
www.fnr-server.de/ftp/pdf/berichte/22028215.pdf .

Der vorliegende Förderaufruf „Biobasierte Kunststoffverpackungen für Lebensmittel“ ergibt sich unmittelbar aus den Ergebnissen der Studie.

Download des vollständigen Aufrufs

 

Flexibilisierung der Biogaserzeugung

Veröffentlichungsdatum: 30. August 2018

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Dr. Petra Schüsseler
p.schuesseler(bei)fnr.de
03843/6930-128

Einreichungsfrist für Skizzen: Montag, der 31. Januar 2019

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben im Rahmen eines Aufrufs zum Thema „Flexibilisierung der Biogaserzeugung“ zu fördern. Die Förderung erfolgt über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) und untersetzt den Förderschwerpunkt „Flexible und effiziente Biooenergieanlagen zur Erzeugung von erneuerbaren Energieträgern (Strom, Wärme, Mobilität) in Verbindung mit Systemintegration und Sektorkopplung“ des Energie- und Klimafonds (EKF) . Dieser befristete Förderaufruf konzentriert sich auf die Forschungen und Entwicklungen zur flexiblen Produktion von Biogas. Biogasspeicherung und die flexible Nutzung von Biogas sind nicht Gegenstand des Aufrufs.

Die flexible Bioenergie- bzw. Biogasbereitstellung und die daraus resultierende bedarfsgerechte Verfügbarkeit dieser Energien werden als Schlüssel für eine erfolgreiche Integration von Bioenergie in künftige Energiesysteme eingestuft.

Zur Flexibilisierung der Biogaserzeugung können verschiedene Ansätze verfolgt werden. Zu nennen sind hier z.B. die flexible Fütterung mit schnell abbaubaren Substanzen, wie Zuckerrübe, oder Technologien, die eine Intermediatspeicherung von z.B. Hydrolyseprodukten mit einer anschließenden bedarfsgerechten Zuführung zur Methanisierungsstufe verfolgen.

Aufbauend auf den bisherigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Labor- und Pilotmaßstab und den Entwicklungen in der Praxis sieht das BMEL hier weiteren Forschungsbedarf.

Mit dem befristeten Aufruf zur Einreichung von Projektskizzen sollen innovative Vorhaben identifiziert werden, die die o.g. Thematik voranbringen. Im Rahmen der einzuwerbenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sollen zukunftsfähige Maßnahmen und Verfahren entwicklt werden, die zu einer flexiblen und bedarfsgerechten Biogaserzeugung beitragen. Ein hoher Innovationsgehalt der Projektidee und eine angemessene Abgrenzung zu abgeschlossenen und laufenden Forschungsarbeiten sind Grundvoraussetzung für eine Förderung.

Nicht förderfähig im Sinne des Aufrufs sind Vorhaben zur Biogasspeicherung bzw. zur flexiblen Nutzung von Biogas.

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Ausbau der Material- und Energieeffizienz in der Holzverwendung

Veröffentlichungsdatum: 19. Juli 2018

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Maria Spittel
m.spittel(bei)fnr.de
03843/6930-245

Einreichungsfrist für Skizzen: 31.01.2019

Beim Wandel von einer überwiegend fossilbasierten Wirtschaftsweise hin zu einer nachhaltigen Bioökonomie kommt der effizienten Ressourcennutzung eine große Bedeutung zu. Dementsprechend ist das Thema Ressourceneffizienz fest in verschiedenen politischen Strategien verankert. Holz ist Deutschlands bedeutendster nachwachsender Rohstoff. Die „Charta für Holz 2.0“ weist das Thema „Material- und Energieeffizienz“ als eines der prioritären Handlungsfelder aus.

Eine wesentliche Zielsetzung  einer nachhaltigen Holzverwendung ist die wiederholte stoffliche Nutzung von Rohstoffen und der daraus erzeugten Produkte. Die deutsche Holzwirtschaft bietet ein vielfältiges bis dato nicht ausgeschöpftes Potenzial, die Ressourceneffizienz durch Verfahrens- und Produktinnovationen weiter nachhaltig zu steigern.

Obwohl in vielen Bereichen bereits maßgebliche Effizienzsteigerungen erreicht wurden, wird die potenzielle Leistungsfähigkeit von Holz und holzbasierten Produkten noch nicht voll ausgeschöpft. Damit geht technischer Wert und auch mögliche Wertschöpfung in der Prozesskette Holz verloren. Das Ziel, den nachwachsenden Rohstoff Holz möglichst effizient zu nutzen, kann durch eine kontinuierliche Optimierung der Prozesse oder Produkte sowie die Entwicklung innovativer neuer Werkstoffe erreicht werden.

Ziel dieses Aufrufs ist es, die Material- und Energieeffizienz bei der Herstellung und Verwendung von Holzprodukten zu steigern sowie die stoffliche Nutzung gebrauchter Holzwaren und von Altholz zu stärken. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in diesem Aufruf sollen z. B. bei der Entwicklung materialreduzierter Produkte oder bei der Erschließung neuer Einsatzgebiete für Altholz ansetzen sowie die Produktverantwortung entlang der Wertschöpfungskette fördern. Darüber hinaus gilt es, die etablierten Bewertungsmethoden anzupassen bzw. weiterzuentwickeln.

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Kleinprivatwald – Innovationen zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung

Veröffentlichungsdatum: 22. Juni 2018

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:
Herr Sönke Lulies
s.lulies(bei)fnr.de
03843/6930-130

Einreichungsfrist für Skizzen: 30.11.2018

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) unter dem Förderschwerpunkt „Stärkung der nachhaltigen Forstwirtschaft zur Sicherung der Waldfunktionen“ Forschungs- und Entwicklungs-Vorhaben zum Thema „Kleinprivatwald – Innovationen zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung“ zu fördern. Der Aufruf konzentriert sich auf Forschungs- und Demonstrationsvorhaben zur Unterstützung des privaten Waldbesitzers durch neue Dienstleistungen und IT-Entwicklungen. Insbesondere werden Kooperationen mit vorhandenen Infrastrukturen wie z.B. forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen angesprochen.

Ein Ziel der Forstpolitik in Deutschland ist es, die vielfältigen Funktionen und Leistungen des Waldes durch eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung nachhaltig zu sichern. Hierzu betont die vom BMEL initiierte Charta für Holz 2.0 den zunehmenden Bedarf, den Privatwaldbesitz durch zielgerichtete Informations- und Beratungsangebote sowie durch angepasste Konzepte der Waldbewirtschaftung stärker zu unterstützen. Der Privatwald mit seinen zum Teil kleinstrukturierten Flächen und einer Vielzahl an Waldeigentümern deckt fast 50 % der deutschen Waldfläche ab und ist somit wichtiger Partner für Wertschöpfung sowie Umwelt- und Klimaschutz im ländlichen Raum.

Insbesondere der private Kleinst- und Kleinwaldbesitzer ist ein wichtiger Partner zur Erreichung der Ziele. Durch Forschung und Entwicklung sollte ein Paket an möglichen Dienstleistungen aus persönlicher Beratung und unterstützenden digitalen Instrumente und technischen Lösungen bereitgestellt werden. Die Beratung und Betreuung durch die öffentliche Hand, aber auch die gemeinschaftliche Bewirtschaftung des Waldbesitzes in Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen bilden eine Basis, die durch neue innovative technische und organisatorische Infrastrukturen gestärkt werden kann.

Wichtig für die Umsetzbarkeit der neu zu entwickelnden Infrastrukturen ist eine hohe Praktikabilität sowie eine Arbeitserleichterung für den Waldeigentümer oder die beratenden/betreuenden Institutionen. Durch Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sollen Grundlagen für eine noch stärkere Qualifizierung und Professionalisierung der Privatwaldberatung- und betreuung und des einzelnen Waldbesitzersgelegt werden, um das Wissen und das Verständnis für eine Bewirtschaftung zu erhöhen und somit die nachhaltige Waldbewirtschaftung zukunftssicher zu gestalten.

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Neue Wege gesucht: Innovative aquatische Wertschöpfungsketten

Veröffentlichungsdatum: 01. Juni 2018

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:
Herr Dr.-Ing. Thorsten Gottschau
t.gottschau(bei)fnr.de
03843/6930-110

Einreichungsfrist für Skizzen: 30.9.2018

Die Bundesregierung betrachtet die Bioökonomie und die Kreislaufwirtschaft, insbesondere die Kreislaufführung von Kohlenstoff, als Schlüsselelemente für ein zukünftiges nachhaltiges Wirtschaften.

Aquatische Produktionssysteme mit Algen und Cyanobakterien können klassische landwirtschaftliche und industrielle Produktionsverfahren durch Systemintegration ergänzen und damit einen Beitrag zum Übergang zu einer stärker biobasierten Wirtschaft leisten. Aktuell zeichnen sich bei der stofflichen Nutzung von Algen und Cyanobak­terien Chancen für vielversprechende aquatische Wertschöpfungs­routen bei Spezialprodukten wie Feinchemikalien, Kosmetikroh­stoffen sowie Nahrungsergänzungs- und Futterergänzungsmitteln ab.

Mit dem im Mai 2015 in Kraft getretenen Förderprogramm Nachwach­sende Rohstoffe (FPNR) hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) diesen Entwicklungen Rechnung getragen und die FuE-Förderung auch für alternative Wege der Rohstofferzeugung wie aquatische Systeme geöffnet.

Wertschöpfungsmöglichkeiten über Algen/Cyanobakterien oder aqua­tische Makrophyten werden seit längerem beforscht und in der Öffentlich­keit breit diskutiert. Unter den regional vorherrschenden klimatischen Bedingungen konnten, bis auf Ausnahmen, bisher jedoch mit den überwie­gend phototroph betriebenen aquatischen Systemen kaum relevante Wert­schöpf­ungen nachgewiesen werden. Die überwiegend auf energetischen Nutzungspfaden orientierten Entwicklungsansätze waren unter Berück­sich­tigung der regionalen Bedingungen bislang wirtschaftlich kaum darstellbar.

Mit dem nun vom BMEL verfolgten Ansatz ist beabsichtigt, im Rahmen eines befristeten Aufrufs besonders innovative FuE-Projekte der Erzeug­ung und alternativen stofflichen oder stofflich-energetischen Nutzung auf der Grundlage biogener Rohstoffe aus Aquatischen Systemen zu fördern. Vorrangig sollen Wertschöpfungsketten mit Verfahren für Produkte mit hohem Nutzen und Marktwert unter Einsatz fortschrittlicher Reaktorkonzepte durch die Kopplung mit weiteren Biomasse-Konversionsanlagen und anderen Erneuerbare Energien-Anlagen zur Nutzung von Synergien bis hin zu Konzepten für Bioraffinerien gefördert werden. Dazu sollte analysiert werden, inwieweit Algen/Cyanobakterien-Produktionsanlagen für bestehende Erneuerbare Energien-Anlagen eine alternative bzw. zusätzliche Wertschöpfung darstellen können.

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Minderung von Treibhausgas-relevanten Emissionen beim Betrieb von Biomassekonversionsanlagen

Veröffentlichungsdatum: 16. Mai 2018

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:

Christian Weiser
c.weiser(bei)fnr.de
03843/6930-252

Einreichungsfrist für Skizzen: 30.9.2018

Die von Menschen verursachten Emissionen von Treibhausgasen (THG) und Luftschadstoffen tragen direkt und indirekt zur globalen Erwärmung bei und bedrohen unsere Lebensräume. Auf der Weltklimakonferenz in Paris im Dezember 2015 hat sich die Staatengemeinschaft auf ein Klimaschutzabkommen geeinigt, welches vorsieht, die Erderwärmung auf unter 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung mit dem Klimaschutzplan 2050 ihre nationalen Klimaschutzziele definiert. Deutschlands Langfristziel ist es, bis 2050 die THG-Emissionen schrittweise um mindestens 80 % gegenüber 1990 zu senken. Aufgrund seiner Bedeutung für den Klimaschutz ist das Thema Emissionsminderung ein Schwerpunkt in der Forschungsförderung der Bundesregierung. Im Rahmen des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ (EKF) werden Maßnahmen zum Klimaschutz als ein wesentlicher Zweck des Sondervermögens genannt.

Bereits heute werden in Deutschland jedes Jahr 65,2 Mio. t CO2–Äquivalent durch die Bereitstellung von Energie auf Basis von Biomasse eingespart. So leistet die Bioenergie einen wichtigen Beitrag zu Erreichung der Klimaschutzziele. Es bestehen, neben der THG-Minderung während des Biomasseanbaus, Minderungspotenziale an Biomassekonversionsanlagen.

Zur Verbesserung der Klimaschutzwirkung und der gesellschaftlichen Akzeptanz der Bioenergie müssen bestehende THG-Minderungspotenziale ausgeschöpft und steigende Anforderungen bezüglich der Luftreinhaltung eingehalten werden. Mit dem Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen sollen wissenschaftlich fundierte Grundlagen sowie zukunftsfähige Betriebskonzepte zur Emissionsminderung an Feuerungs-, Biogas- und Biomethananlagen entwickelt und optimiert werden. Mit diesem zeitlich befristeten Aufruf sollen die genannten Förderschwerpunkte insbesondere durch praxisnahe Lösungen untersetzt und spezifiziert werden.

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Forstwirtschaft 4.0 – Digitalisierung und nachhaltige Technikentwicklung

Veröffentlichungsdatum: 15. Mai 2018

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:

Sönke Lulies
s.lulies(bei)fnr.de  
03843/6930-130

Einreichungsfrist für Skizzen: 15.10.2018

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) unter dem Förderschwerpunkt „Stärkung der nachhaltigen Forstwirtschaft zur Sicherung der Waldfunktionen“ Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben zum Thema „Forstwirtschaft 4.0 – Digitalisierung und nachhaltige Technikentwicklung“ zu fördern. Dieser Aufruf konzentriert sich auf Maßnahmen zur technischen Kommunikation und dem Datenmanagement.

Die nachhaltige, multifunktionale Forstwirtschaft stärkt die Wirtschaftskraft, sichert Arbeitsplätze im ländlichen Raum und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz. Vor diesem Hintergrund gilt es, alle Wertschöpfungspotenziale zu nutzen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Sektors Forst und Holz in Deutschland zu erhalten.

Als zentrale Entscheidungsgrundlage werden Datenerfassung und deren effizienter Austausch in allen Bereichen der Forstwirtschaft enorm an Bedeutung gewinnen und für technische Entwicklungen zur Automatisierung von Prozessen über Unternehmensgrenzen hinaus eine Schlüsselrolle spielen. Um diese Entwicklungen zu beschleunigen, sollten geeignete FuE-Vorhaben gefördert werden.

Bei der Ausarbeitung von Projektskizzen sollten folgende Sachverhalte, die eine Grundlage für die Digitalisierung von Arbeitsprozessen bilden, berücksichtigt werden:

  1. Offene Standards zum Aufbau von digitalen Datenplattformen.
  2. Berücksichtigung aller Stufen und Akteure entlang der Wertschöpfungskette.
  3. Nutzung von digitalen Zwillingen als Modellierungs- und Planungsinstrument (z.B. des Waldes, der Forstmaschine, des Forstarbeiters (bzw. dessen Ausrüstung), der Ernte- und Logistikkette) zur Prozessentwicklung und Evaluierung.
  4. Beachtung von Datenschutz (insbesondere personenbezogen) und Anwendungsnähe der Entwicklungen.

Download des vollständigen Förderaufrufes

 

Erhalt der Gemeinen Esche als Wirtschaftsbaumart

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:
Sebastian Kinowski; E-Mail: s.kinowski(bei)fnr.de, 03843-6930-171
Robert Heggemann, r.heggemann(bei)fnr.de, Tel.: +49 3843 6930-170

Einreichungsfrist für Skizzen: keine

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) unter dem Förderschwerpunkt „Stärkung der nachhaltigen Forstwirtschaft zur Sicherung der Waldfunktionen“ Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben zum Thema „Erhalt der Gemeinen Esche als Wirtschaftsbaumart“ zu fördern.

Das Eschentriebsterben wird durch den aus Ostasien stammenden Pilz Eschenstengelbecherchen (Hymenoscyphus fraxineus, Nebenfruchtform: Chalara fraxinea) ausgelöst. Der Erstnachweis in Deutschland erfolgte im Jahr 2002. Seitdem sind in ganz Deutschland sowie in weiten Teilen Europas Eschenbestände flächendeckend durch den Pilz befallen, und das Vorkommen der Gemeinen Esche im deutschen Wald geht kontinuierlich drastisch zurück. Neben dramatischen finanziellen Einbußen für Forstbetriebe aufgrund von Qualitätsverschlechterungen des Holzes, Mortalität der Bäume und erhöhtem Aufwand für Kontrollen und Maßnahmen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht ist die forstliche Zukunft der Gemeinen Esche ungewiss, v.a. da Neuanpflanzungen nicht empfohlen werden.

Nach erfolgter Infektion über die Blätter sterben Jungbäume meist bereits nach kurzer Zeit ab. Ältere Bäume werden durch den Pilz geschwächt und anfälliger gegenüber sekundären Schadorganismen (z.B. Hallimasch, Eschenbastkäfer und perspektivisch den Asiatische Eschenprachtkäfer). Das Absterben bei älteren Bäumen dauert meist mehrere Jahre und steht häufig in enger Verbindung mit den sogenannten Stammfußnekrosen. Aufgrund unterschiedlicher Intensität der Schadsymptome an einzelnen Bäumen wird von einer verschieden stark ausgeprägten Anfälligkeit gegenüber den Pilzbefall ausgegangen. Verantwortliche Mechanismen dafür sind allerdings noch nicht bekannt.

Seit dem Auftreten des Eschentriebssterbens in Deutschland wird intensiv dazu geforscht. Dies erfolgt durch verschiedene Forschungseinrichtungen und z.T. verknüpft mit einem intensiven Erfahrungsaustausch auf europäischer Ebene (Netzwerk FRAXBACK, EUPHRESCO etc.). Als hinderlich stellt sich die Tatsache dar, dass die Forschungsanstrengungen in den einzelnen Bundesländern auf der Verwendung unterschiedlicher Methoden und Verfahren (z.B. beim Monitoring) beruhen, was die Vergleichbarkeit der Ergebnisse und Ableitung einheitlicher und gebündelter Handlungsempfehlungen erschwert. Auch wenn bereits zahlreiche wichtige Fragen beantwortet werden konnten, besteht weiterhin großer Forschungsbedarf zum Eschentriebsterben und zum Schutz der Gemeinen Esche vor weiteren biotischen Schadorganismen.

Download des vollständigen Förderufrufs

 
Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
 
Förderportal des Bundes
easy-Online
Formularschrank des BMEL
 
Charta für Holz
 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
Energie- und Klimafonds

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