Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Aktuelle Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufe

 

Mit einzelnen Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufen untersetzt das BMEL seine im Rahmen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ veröffentlichten Förderschwerpunkte. Die Bekanntmachungen und Aufrufe greifen konkreten Forschungsbedarf in streng umrissenen Themenfeldern auf und sind in der Regel zeitlich befristet. Für die Bewerbung auf die jeweiligen Bekanntmachungen und Aufrufe nutzen Sie bitte die im Kapitel „Antragsverfahren“ angebotenen Hilfestellungen.

 
 

 

Minderung der Stickstoffemissionen durch die Verbesserung der Nährstoffeffizienz

Veröffentlichungsdatum: 4. März 2019

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:

Christian Weiser, c.weiser(bei)fnr.de, Tel. 03843 6930-252

Einreichungsfrist für Skizzen: 31. Mai 2019

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben im Rahmen eines Aufrufs zum Thema „Minderung der Stickstoffemissionen durch die Verbesserung der Nährstoffeffizienz“ zu fördern. Die Förderung erfolgt über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) und untersetzt den Förderschwerpunkt „Entwicklung von Technologien und Systemen zur Bioenergiegewinnung und -nutzung mit dem Ziel der weiteren Reduzierung von Treibhausgasemissionen“.

Nachwachsende Rohstoffe aus der Landwirtschaft helfen, den Klimawandel zu bremsen, indem sie bei der Bereitstellung und der energetischen Nutzung weniger Treibhausgase (THG) freisetzen als fossile Rohstoffe und bei der stofflichen Nutzung Kohlenstoff (C) speichern. Auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche werden in Deutschland auf 2,35 Millionen Hektar nachwachsende Rohstoffe für die energetische Nutzung und auf 0,3 Millionen Hektar (Stand 2017) für die stoffliche Nutzung angebaut. Trotz der genannten THG-Einsparungen gibt es keine emissions-freie landwirtschaftliche Produktion.

Laut Nationalen Inventarbericht zum Deutschen Treibhausgasinventar werden im Sektor Landwirtschaft (CRF 3) etwa 47 % (31 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente) der Gesamtemissionen durch Lachgas(N2O) verursacht. Bei der Produktion von nachwachsenden Rohstoffen sind direkte und indirekte N2O-Emissionen vor allem auf den Einsatz von Stickstoff(N) -Düngern zurückzuführen. Daher ist der N-Düngereinsatz besonders vor dem Hintergrund der im Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung festgelegten klimapolitischen Ziele zu optimieren. Die Verbesserung des Ertrags pro Einheit aufgewendeter Stickstoff(N)-Düngemenge (Erhöhung der N-Effizienz) ist dabei eine vielversprechende Maßnahme.

Ziel dieses befristeten Aufrufes ist daher Projekte zu initiieren, um damit den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen aus der Landwirtschaft klimaschonender zu gestalten und ggf. weitere Synergien zu nutzen. Handlungsbedarf besteht bei der Minderung von N2O-Emissionen und den Vorläufersubstanzen (NOx, N2) durch die Verbesserung der N-Effizienz insbesondere auf langjährig organisch gut versorgten Böden.

Geförderte FuE-Vorhaben sollen auch dazu beitragen das Teilziel der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie für den Zeitraum 2028 bis 2032 im Mittel eine Verringerung der Stickstoffüberschüsse der Gesamtbilanz für Deutschland auf 70 kg je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche pro Jahr zu erreichen.

Download des vollständigen Aufrufs

 

Biobasierte Beschichtungen

Veröffentlichungsdatum: 1. März 2019

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:
Dr. Dietmar Peters (Modul 1), d.peters(bei)fnr.de,  03843/6930-109
Birgit Herrmann (Modul 2), b.herrmann(bei)kiwuh.fnr.de, 03843/6930-103

Einreichungsfrist für Skizzen: 1. Juli 2019

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben im Rahmen eines Aufrufs zum Thema „Biobasierte Beschichtungen“ zu fördern. Die Förderung erfolgt über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR). Der bis zum 01. Juli 2019 befristete Förderaufruf konzentriert sich auf die Förderung von Forschung und Entwicklung zu Beschichtungen auf Basis biogener Rohstoffe für traditionelle und neue Anwendungsbereiche (Modul 1) sowie funktionelle Beschichtungen für Holz- und Holzwerkstoffe (Modul 2).

Die Bundesregierung hat mit der „Politikstrategie Bioökonomie“ einen wirtschaftlichen  Paradigmenwechsel hin zu innovativen Formen nachhaltigen, biobasierten
Wirtschaftens eingeleitet. Ziel ist u.a. eine deutliche und anhaltende
Steigerung des Biomasseanteils und der Effizienz des Biomasseeinsatzeszu erreichen. Ein Handlungsfeld ist die Erschließung vonWachstumsmärkten und die Unterstützung von innovativen Technologien und Produkten auf der Basis nachwachsender Ressourcen. Der Gesamtbereich Beschichtungen ist ein solcher global wachsender Markt, in dem eine hohe Wertschöpfung möglich ist. Nachwachsende Rohstoffe (einschließlich biogene Reststoffe) stellen in diesem Bereich eine alternative und erneuerbare Rohstoffbasis für die Erzeugung chemischer und technischer Produkte dar.

Modul 1

Biobasierte Beschichtungssysteme sollten auf der Rohstoffseite nicht nur etablierte fossile durch biogene Rohstoffe ersetzen, sondern die biobasierten Beschichtungen sollten darüber hinaus über den Status Quo hinaus gehen und neue oder verbesserte Eigenschaften/Funktionen aufweisen. Hier besteht in allen Anwendungsbereichen von Beschichtungen Handlungsbedarf. Dabei sind sowohl die Beschichtungssysteme und ihre Komponenten (u.a. Filmbildner, Lösemittel, Pigmente, Additive) als auch ggf. die Applikationsmethoden neu zu entwickeln oder anzupassen.  

Modul 2

Für die Holzverarbeitung und Holzwerkstoffherstellung sind aufgrund der sich zunehmend ändernden Rohstoffsituation (Nadel- vs. Laubholz), einer weiter erforderlichen Reduzierung von Emissionen
(Formaldehyd und VOC) und gestiegener Anforderungen an holzbasierte Produkte innovative , umwelt- und gesundheitlich unbedenkliche, funktionelle, biobasierte Beschichtungen erforderlich. 

Download des vollständigen Aufrufs

 

Bekanntmachung über die Förderung von Innovationen zur Minderung der Torfanteile in Kultursubstraten – Torfersatz –

Veröffentlichungsdatum: 6. November 2018

Ihr Ansprechpartner für Modul C bei der FNR:

Birthe Dehmel
b.dehmel(bei)fnr.de
03843/6930-207

Einreichungsfrist für Skizzen: 28. Juni 2019, 12.00 Uhr

Der Gartenbau in Deutschland muss seine Wettbewerbsfähigkeit durch nachhaltige Produktions- und Wertschöpfungsketten sichern. Ein national wie weltweit wichtiges Thema im Bereich Nachhaltigkeit gartenbaulicher Produktion ist der Einsatz von Torf in Kultursubstraten. Torf ist in den Jahrtausenden nach der letzten Eiszeit in Mooren entstanden und hat sehr viel Kohlenstoff gebunden. Durch die Torfgewinnung und die Verwendung von Torf als Kultursubstrat wird dieser Kohlenstoff durch Abbauprozesse als Kohlendioxid wieder freigesetzt und trägt so zum Klimawandel bei.

Am 14. November 2016 hat das Bundeskabinett den Klimaschutzplan 2050 beschlossen. Er enthält u. a. Maßnahmen zum Schutz von Moorböden. So soll der Torfabbau schrittweise reduziert und perspektivisch eingestellt werden. Zudem soll die Verwendung von Torfen als Kultursubstrat deutlich zurückgeführt werden. Aus Sicht des Klimaschutzes besteht durch die Reduzierung des Torfeinsatzes ein erhebliches Potenzial zur Einsparung von Treibhausgasemissionen.
Das Thema Torfersatz ist seit geraumer Zeit Gegenstand von FuE*-Vorhaben. Nach wie vor ist Torf allerdings der wichtigste Ausgangsstoff für Substrate. Das liegt an der guten Verfügbarkeit und wenigen konkurrierenden Nutzungsmöglichkeiten von Torf, seinem günstigen Preis, den sehr guten pflanzenbaulichen Eigenschaften und damit verbunden der hohen Kultursicherheit bei der Verwendung als Kultursubstrat. Dem gegenüber stehen die klimaschädlichen Auswirkungen der Torfverwendung, die ein zunehmendes Interesse an Alternativen bei allen Wirtschaftsbeteiligten erkennen lassen, wenn gleichwertige Alternativen zu ökonomisch vertretbaren Bedingungen zur Verfügung stehen.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) möchte deshalb die Entwicklung von Alternativen zur Torfverwendung in Kultursubstraten fördern und dadurch insbesondere mögliche Hemmnisse bei der Umstellung auf torfreduzierte oder torffreie Substrate minimieren.

Modul C

Hier sollen schwerpunktmäßig Maßnahmen der angewandten FuE im Bereich der nachhaltigen Erzeugung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe als Torfersatz in Kultursubstraten unterstützt werden, die auch zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen Bioökonomie beitragen und den Vorgaben des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe entsprechen.

Antragsberechtigt sind grundsätzlich Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitäre FuE-Einrichtungen mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland. Die Initiierung und Durchführung von Verbundvorhaben zwischen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und wissenschaftlichen Einrichtungen ist erwünscht, wobei eine angemessene Eigenbeteiligung der Unternehmen vorausgesetzt wird. Bei Verbundprojekten ist von den Partnern ein Projektkoordinator zu benennen, der dem zuständigen Projektträger in allen Fragen der Abwicklung als Ansprechpartner dient. 

Die vollständige Bekanntmachung ist im Bundesanzeiger vom 27.11.2018 veröffentlicht.

 

Landwirtschaftliches Bauen mit Holz

Veröffentlichungsdatum: 04. Oktober 2018

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Ronny Winkelmann
r.winkelmann(bei)fnr.de
03843/6930-242

Einreichungsfrist für Skizzen: 31. März 2019

Die Verwendung von Holz im landwirtschaftlichen Bauen hat zwar lange Tradition, in den letzten Jahrzehnten ging die Bedeutung gegenüber anderen Baumaterialien allerdings zurück. Dieser Entwicklung gilt es entgegenzuwirken. Nachwachsende Rohstoffe aus regionaler Produktion, allen voran der Rohstoff Holz, leisten einen wichtigen Beitrag zum aktiven Klimaschutz und bieten gute Voraussetzungen für die Errichtung moderner, funktioneller und landschaftsgebundener Gebäude. Zudem sichern heimische Rohstoffe Arbeitsplätze und stärken regionale Wertschöpfungsketten im ländlichen Raum.

Im Rahmen der Veranstaltung „Landwirtschaftliches Bauen mit Holz“ am 20. Juni 2018 in Dresden wurden die Rahmenbedingungen und Hemmnisse beim Bauen mit Holz in der Landwirtschaft präsentiert und diskutiert. Hierbei wurde auch festgestellt, dass noch erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf (FuE-Bedarf) besteht, um Wissenlücken zu schließen oder an die landwirtschaftlichen Erfordernisse angepasste Lösungen zu entwickeln, um Bauweisen mit nachwachsenden Rohstoffen in der Landwirtschaft zu etablieren.

Mit dem nun vom BMEL verfolgten Ansatz ist beabsichtigt, im Rahmen eines Aufrufs besonders innovative FuE-Projekte zum landwirtschaftlichen Bauen mit Holz zu fördern. Vorrangig sollen neue, innovative Produkte oder Verfahren, welche die besonderen Gegebenheiten landwirtschaftlicher Gebäude berücksichtigen, gefördert werden. Darüber hinaus sollen mit der Förderung Wissenslücken geschlossen und eine breitere Datenbasis geschaffen werden, um das landwirtschaftliche Bauen umfassend und ganzheitlich analysieren und bewerten zu können.

Download des vollständigen Aufrufes

 

Biobasierte Kunststoffverpackungen für Lebensmittel

Veröffentlichungsdatum: 7. September 2018

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:

Robert Hardt
r.hardt(bei)fnr.de
+49 3843/6930-204

Dr. Annett Wascher
a.wascher(bei)fnr.de
+49 3843/6930-174

Einreichungsfrist für Skizzen:
Industrielle Verbundforschung bis zum 31. März 2019

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) unter dem Förderbereich „Verarbeitung biogener Rohstoffe zu Zwischen- und insbesondere Endprodukten“ Forschungs- und Entwicklungs (FuE)-Vorhaben zum Thema „Biobasierte Kunststoffverpackungen für Lebensmittel“ zu fördern. Dieser Aufruf konzentriert sich auf die Themenbereiche Produktentwicklung, Recyclingfähigkeit, migrationsarme biobasierte Additive und Erforschung der Diffusionseigenschaften.

Vor dem Hintergrund, dass biobasierte Kunststoffe hinsichtlich der Schonung fossiler Rohstoffe als auch mit Bezug auf die Klimabilanzen mögliche Vorteile besitzen und physikalisch-chemische Besonderheiten (bspw. Luft-, Dampf-, Sauerstoffdurchlässigkeit) aufweisen, die sie gerade für die Verpackung von Lebensmitteln besonders geeignet erscheinen lassen, haben BMEL/FNR eine Studie zu biobasierten Kunststoffen als Verpackungen von Lebensmitteln beauftragt.

In der Studie werden u.a. der Markt und der Rechtsrahmen einschließlich der abfallwirtschaftlichen Aspekte dargestellt. Mit Bezug auf die technischen Rahmenbedingungen fokussiert Kapitel 4 der Studie auf die Barriereeigenschaften von Kunststoffen gegenüber Sauerstoff und Wasserstoff sowie auf die mechanischen Eigenschaften wie Steifigkeit und Zugfestigkeit.

Letztendlich werden in der Studie Handlungsempfehlungen zur Förderung von biobasierten Kunststoffen mit Lebensmittelkontakt abgeleitet. Die Studie ist zu finden unter:
www.fnr-server.de/ftp/pdf/berichte/22028215.pdf .

Der vorliegende Förderaufruf „Biobasierte Kunststoffverpackungen für Lebensmittel“ ergibt sich unmittelbar aus den Ergebnissen der Studie.

Download des vollständigen Aufrufs

 
Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
 
Förderportal des Bundes
easy-Online
Formularschrank des BMEL
 
Wettbewerb Bioenergie-Kommunen 2019
 
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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
Präsentation zum BioConceptCar
 

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Die nachwachsende Produktwelt
 
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