Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Aktuelle Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufe

 

Mit einzelnen Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufen untersetzt das BMEL seine im Rahmen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ veröffentlichten Förderschwerpunkte. Die Bekanntmachungen und Aufrufe greifen konkreten Forschungsbedarf in streng umrissenen Themenfeldern auf und sind in der Regel zeitlich befristet. Für die Bewerbung auf die jeweiligen Bekanntmachungen und Aufrufe nutzen Sie bitte die im Kapitel „Antragsverfahren“ angebotenen Hilfestellungen.

 
 

 

Forschungen zu nachwachsenden Rohstoffen durch Nachwuchsgruppen an deutschen Forschungseinrichtungen

Veröffentlichungsdatum: 15. April 2019

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:

Dr. Norbert Holst, n.holst(bei)fnr.de, 03843/6930-118
Dr. Petra Schüsseler, p.schuesseler(bei)fnr.de,  03843/6930-128

Einreichungsfrist für Skizzen: 16. September 2019

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt im Rahmen des Förderprogramms  “Nachwachsende Rohstoffe” (FPNR) Nachwuchsgruppen an deutschen Forschungseinrichtungen zu fördern.

Mit ihrer Politikstrategie Bioökonomie unterstützt die Bundesregierung den Wandel zu einer rohstoffeffizienten Wirtschaft, die nicht auf fossilen, sondern auf nachwachsenden Ressourcen basiert. Für diese z.T. hoch spezialisierte und von Innovationen getragene Bioökonomie ist es wichtig, auch in Zukunft den notwendigen Fachkräftebedarf zu sichern. Um die für eine Bioökonomie notwendige akademische Expertise in Deutschland weiter auszubauen, beabsichtigt das BMEL Nachwuchswissenschaftler-gruppen an deutschen Forschungseinrichtungen zu fördern. Ziel des Förderaufrufs ist die Erforschung von innovativen Verfahren und Produkten auf Basis nachwachsender Rohstoffe in folgenden Bereichen:

  • Nachhaltige Erzeugung und Bereitstellung nachwachsender Ressourcen
  • Rohstoff- und Reststoffaufbereitung und -verarbeitung
  • Herstellung biobasierter Produkte
  • Innovative Technologien zur Bioenergiegewinnung und -nutzung

Durch die Förderung soll besonders qualifizierten Nachwuchswissen­schaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit gegeben werden, über einen zusammenhängenden Zeitraum von bis zu fünf Jahren zu forschen und damit auch die Voraussetzungen für eine Berufung als Hochschullehrerin bzw. als Hochschullehrer zu schaffen. Die Qualifi­zierung soll durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchs­gruppe an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung in Deutschland, verbunden mit qualifikationsspezifischen Lehraufgaben in angemessenem Umfang, erfolgen.

Download des vollständigen Förderaufrufs

 

Minderung der Stickstoffemissionen durch die Verbesserung der Nährstoffeffizienz

Veröffentlichungsdatum: 4. März 2019

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:

Christian Weiser, c.weiser(bei)fnr.de, Tel. 03843 6930-252

Einreichungsfrist für Skizzen: 31. Mai 2019

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben im Rahmen eines Aufrufs zum Thema „Minderung der Stickstoffemissionen durch die Verbesserung der Nährstoffeffizienz“ zu fördern. Die Förderung erfolgt über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) und untersetzt den Förderschwerpunkt „Entwicklung von Technologien und Systemen zur Bioenergiegewinnung und -nutzung mit dem Ziel der weiteren Reduzierung von Treibhausgasemissionen“.

Nachwachsende Rohstoffe aus der Landwirtschaft helfen, den Klimawandel zu bremsen, indem sie bei der Bereitstellung und der energetischen Nutzung weniger Treibhausgase (THG) freisetzen als fossile Rohstoffe und bei der stofflichen Nutzung Kohlenstoff (C) speichern. Auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche werden in Deutschland auf 2,35 Millionen Hektar nachwachsende Rohstoffe für die energetische Nutzung und auf 0,3 Millionen Hektar (Stand 2017) für die stoffliche Nutzung angebaut. Trotz der genannten THG-Einsparungen gibt es keine emissions-freie landwirtschaftliche Produktion.

Laut Nationalen Inventarbericht zum Deutschen Treibhausgasinventar werden im Sektor Landwirtschaft (CRF 3) etwa 47 % (31 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente) der Gesamtemissionen durch Lachgas(N2O) verursacht. Bei der Produktion von nachwachsenden Rohstoffen sind direkte und indirekte N2O-Emissionen vor allem auf den Einsatz von Stickstoff(N) -Düngern zurückzuführen. Daher ist der N-Düngereinsatz besonders vor dem Hintergrund der im Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung festgelegten klimapolitischen Ziele zu optimieren. Die Verbesserung des Ertrags pro Einheit aufgewendeter Stickstoff(N)-Düngemenge (Erhöhung der N-Effizienz) ist dabei eine vielversprechende Maßnahme.

Ziel dieses befristeten Aufrufes ist daher Projekte zu initiieren, um damit den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen aus der Landwirtschaft klimaschonender zu gestalten und ggf. weitere Synergien zu nutzen. Handlungsbedarf besteht bei der Minderung von N2O-Emissionen und den Vorläufersubstanzen (NOx, N2) durch die Verbesserung der N-Effizienz insbesondere auf langjährig organisch gut versorgten Böden.

Geförderte FuE-Vorhaben sollen auch dazu beitragen das Teilziel der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie für den Zeitraum 2028 bis 2032 im Mittel eine Verringerung der Stickstoffüberschüsse der Gesamtbilanz für Deutschland auf 70 kg je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche pro Jahr zu erreichen.

Download des vollständigen Aufrufs

 

Biobasierte Beschichtungen

Veröffentlichungsdatum: 1. März 2019

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:
Dr. Dietmar Peters (Modul 1), d.peters(bei)fnr.de,  03843/6930-109
Birgit Herrmann (Modul 2), b.herrmann(bei)kiwuh.fnr.de, 03843/6930-103

Einreichungsfrist für Skizzen: 1. Juli 2019

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben im Rahmen eines Aufrufs zum Thema „Biobasierte Beschichtungen“ zu fördern. Die Förderung erfolgt über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR). Der bis zum 01. Juli 2019 befristete Förderaufruf konzentriert sich auf die Förderung von Forschung und Entwicklung zu Beschichtungen auf Basis biogener Rohstoffe für traditionelle und neue Anwendungsbereiche (Modul 1) sowie funktionelle Beschichtungen für Holz- und Holzwerkstoffe (Modul 2).

Die Bundesregierung hat mit der „Politikstrategie Bioökonomie“ einen wirtschaftlichen  Paradigmenwechsel hin zu innovativen Formen nachhaltigen, biobasierten
Wirtschaftens eingeleitet. Ziel ist u.a. eine deutliche und anhaltende
Steigerung des Biomasseanteils und der Effizienz des Biomasseeinsatzeszu erreichen. Ein Handlungsfeld ist die Erschließung vonWachstumsmärkten und die Unterstützung von innovativen Technologien und Produkten auf der Basis nachwachsender Ressourcen. Der Gesamtbereich Beschichtungen ist ein solcher global wachsender Markt, in dem eine hohe Wertschöpfung möglich ist. Nachwachsende Rohstoffe (einschließlich biogene Reststoffe) stellen in diesem Bereich eine alternative und erneuerbare Rohstoffbasis für die Erzeugung chemischer und technischer Produkte dar.

Modul 1

Biobasierte Beschichtungssysteme sollten auf der Rohstoffseite nicht nur etablierte fossile durch biogene Rohstoffe ersetzen, sondern die biobasierten Beschichtungen sollten darüber hinaus über den Status Quo hinaus gehen und neue oder verbesserte Eigenschaften/Funktionen aufweisen. Hier besteht in allen Anwendungsbereichen von Beschichtungen Handlungsbedarf. Dabei sind sowohl die Beschichtungssysteme und ihre Komponenten (u.a. Filmbildner, Lösemittel, Pigmente, Additive) als auch ggf. die Applikationsmethoden neu zu entwickeln oder anzupassen.  

Modul 2

Für die Holzverarbeitung und Holzwerkstoffherstellung sind aufgrund der sich zunehmend ändernden Rohstoffsituation (Nadel- vs. Laubholz), einer weiter erforderlichen Reduzierung von Emissionen
(Formaldehyd und VOC) und gestiegener Anforderungen an holzbasierte Produkte innovative , umwelt- und gesundheitlich unbedenkliche, funktionelle, biobasierte Beschichtungen erforderlich. 

Download des vollständigen Aufrufs

 

Bekanntmachung über die Förderung von Innovationen zur Minderung der Torfanteile in Kultursubstraten – Torfersatz –

Veröffentlichungsdatum: 6. November 2018

Ihr Ansprechpartner für Modul C bei der FNR:

Birthe Dehmel
b.dehmel(bei)fnr.de
03843/6930-207

Einreichungsfrist für Skizzen: 28. Juni 2019, 12.00 Uhr

Der Gartenbau in Deutschland muss seine Wettbewerbsfähigkeit durch nachhaltige Produktions- und Wertschöpfungsketten sichern. Ein national wie weltweit wichtiges Thema im Bereich Nachhaltigkeit gartenbaulicher Produktion ist der Einsatz von Torf in Kultursubstraten. Torf ist in den Jahrtausenden nach der letzten Eiszeit in Mooren entstanden und hat sehr viel Kohlenstoff gebunden. Durch die Torfgewinnung und die Verwendung von Torf als Kultursubstrat wird dieser Kohlenstoff durch Abbauprozesse als Kohlendioxid wieder freigesetzt und trägt so zum Klimawandel bei.

Am 14. November 2016 hat das Bundeskabinett den Klimaschutzplan 2050 beschlossen. Er enthält u. a. Maßnahmen zum Schutz von Moorböden. So soll der Torfabbau schrittweise reduziert und perspektivisch eingestellt werden. Zudem soll die Verwendung von Torfen als Kultursubstrat deutlich zurückgeführt werden. Aus Sicht des Klimaschutzes besteht durch die Reduzierung des Torfeinsatzes ein erhebliches Potenzial zur Einsparung von Treibhausgasemissionen.
Das Thema Torfersatz ist seit geraumer Zeit Gegenstand von FuE*-Vorhaben. Nach wie vor ist Torf allerdings der wichtigste Ausgangsstoff für Substrate. Das liegt an der guten Verfügbarkeit und wenigen konkurrierenden Nutzungsmöglichkeiten von Torf, seinem günstigen Preis, den sehr guten pflanzenbaulichen Eigenschaften und damit verbunden der hohen Kultursicherheit bei der Verwendung als Kultursubstrat. Dem gegenüber stehen die klimaschädlichen Auswirkungen der Torfverwendung, die ein zunehmendes Interesse an Alternativen bei allen Wirtschaftsbeteiligten erkennen lassen, wenn gleichwertige Alternativen zu ökonomisch vertretbaren Bedingungen zur Verfügung stehen.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) möchte deshalb die Entwicklung von Alternativen zur Torfverwendung in Kultursubstraten fördern und dadurch insbesondere mögliche Hemmnisse bei der Umstellung auf torfreduzierte oder torffreie Substrate minimieren.

Modul C

Hier sollen schwerpunktmäßig Maßnahmen der angewandten FuE im Bereich der nachhaltigen Erzeugung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe als Torfersatz in Kultursubstraten unterstützt werden, die auch zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen Bioökonomie beitragen und den Vorgaben des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe entsprechen.

Antragsberechtigt sind grundsätzlich Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitäre FuE-Einrichtungen mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland. Die Initiierung und Durchführung von Verbundvorhaben zwischen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und wissenschaftlichen Einrichtungen ist erwünscht, wobei eine angemessene Eigenbeteiligung der Unternehmen vorausgesetzt wird. Bei Verbundprojekten ist von den Partnern ein Projektkoordinator zu benennen, der dem zuständigen Projektträger in allen Fragen der Abwicklung als Ansprechpartner dient. 

Die vollständige Bekanntmachung ist im Bundesanzeiger vom 27.11.2018 veröffentlicht.

 
Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
 
Förderportal des Bundes
easy-Online
Formularschrank des BMEL
 
Wettbewerb Bioenergie-Kommunen 2019
 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
Präsentation zum BioConceptCar
 

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Die nachwachsende Produktwelt
 
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