Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projekte

 

Förderung von Insekten in Agrarlandschaften durch integrierte Anbausysteme mit nachwachsenden Rohstoffen (FInAL)

Forschungsprojekt

Ziel

  • Entwicklung, Demonstration und Evaluierung landschaftsübergreifender, produktionsintegrierter, insektenfördernder Anbausysteme mit nachwachsenden Rohstoffen und integriertem Pflanzenschutz

Aufgaben

  • Einrichtung von drei Landschaftslaboren mit je 900 Hektar in typischen Agrarräumen Deutschlands in Kooperation mit landwirtschaftlichen Betrieben. In den Landschaftslaboren sollen besonders insektenfördernde Anbausysteme mit nachwachsenden Rohstoffen entwickelt, umgesetzt und evaluiert werden.
  • Entwicklung von mit regionalen Akteuren abgestimmten, übergeordneten Leitbildern zur Definition von Schutzzielen und nutzbaren Ökosystemleistungen von Insekten in den Landschaftslaboren
  • Erarbeitung von regionalen Maßnahmenkatalogen, die auf diesen Leitbildern basieren.
  • Zu den Maßnahmen gehören: Anbau nachwachsender Rohstoffe, zum Beispiel von mehrjährigen Dauerkulturen mit weniger Bodenbearbeitung, von blühenden Kulturen oder von Agroforstsystemen mit in den Ackerbau integrierten Baumreihen. Außerdem sollen die Leitlinien des integrierten Pflanzenschutzes angewendet und weiter entwickelt werden.
  • Evaluierung der Maßnahmen in ihrer Auswirkung auf Insekten und Untersuchung der Ökosystemleistungen der Insekten.
  • Untersuchung des Einflusses der Ernte eines blühenden Bestandes auf blütenbesuchende Insekten und Entwicklung von Handlungsanleitungen für eine möglichst insektenschonende Ernte.

Status Quo

  • Die Landwirtschaft gilt als eine der Hauptursachen für den gegenwärtigen Rückgang der Insektenvielfalt und –biomasse in Deutschland.
  • Zu den bekannten Belastungsfaktoren für Insekten gehören: Zu enge Fruchtfolgen, der Verlust an Landschaftsstrukturen und halbnatürlichen Lebensräumen, der Mangel an Rückzugsräumen bei kurz getakteter und einheitlicher Bewirtschaftung großer Flächen, der Rückgang artenreichen Grünlands und der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel.
  • Bislang konzentrieren sich Lösungsansätze meistens nur auf einen dieser Faktoren und vernachlässigen deren Zusammenwirken. Außerdem setzen sie häufig auf der Ebene einzelner Flächen oder Betriebe an.
  • Viele Insekten sind jedoch Habitatwechsler und benötigen im Tages-, Jahres- oder Lebensverlauf viele verschiedene Lebensräume und Ressourcen. In FInAL sollen deshalb großräumige Veränderungen auf mehreren Landschaftsebenen erprobt werden.
  • Die gemeinsame Betrachtung von Produktionsflächen, Begleitbiotopen und deren Verbindung wird zunehmend als Schlüsselfaktor für das Management der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften angesehen.

Vorteile

  • Bestimmte Anbausysteme mit nachwachsenden Rohstoffen bringen ein großes Potenzial zur Auflockerung von Fruchtfolgen und zur ökologischen Aufwertung von Flächen mit sich.
  • Gleichzeitig bieten sie die Chance, insektenfördernde Maßnahmen produktionsintergiert umzusetzen, dies trägt zur Akzeptanz durch die Landwirtschaft bei.
  • Insekten können selbst Ökosystemleistungen erbringen, zum Beispiel durch Bestäubung, als Gegenspieler von Schadinsekten oder durch die Steigerung der Bodenfruchtbarkeit.
  • Vermittlung der Projektergebnisse an Landwirte und Multiplikatoren wie Berater, Wissenschaft und Politik.

Projektdaten und –partner

Das Vorhaben „Förderung von Insekten in Agrarlandschaften durch integrierte Anbausysteme mit nachwachsenden Rohstoffen - Ein wissenschaftlich begleitetes Modell- und Demonstrationsvorhaben in Landschaftslaboren“ wird von folgenden Partnern (Förderkennzeichen in Klammern) realisiert:

  • Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (TI): Koordination, Maßnahmenentwicklung, ökologische und ökonomische Begleitforschung (22012018)  
  • Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI):  Methodenentwicklung und Maßnahmenumsetzung (22012118)       
  • Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.: Co-Design, Übertragbarkeit und Begleitforschung (22012218)Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK NI): Aspekte des Transfers, Vermittlung und der Begleitforschung (22012318)           

Projektlaufzeit: 10/2018 – 09/2021

 
Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
 
Förderportal des Bundes
easy-Online
Formularschrank des BMEL
 
Waldklimafonds

Ab 1.1.2019 übernimmt die FNR die Projektträgerschaft für den Waldklimafonds.

Gern stehen wir Ihnen unter wkf(bei)kiwuh.fnr.de für Fragen zur Verfügung.

 
Girls Day am 28. März 2019
 
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
Der Waldbeauftragte des BMEL Cajus Caesar; Bild: Thomas Imo/ photothek.net
Der Waldbeauftragte des BMEL; Bild: Thomas Imo/ photothek.net
 
Charta für Holz
 

NawaRo für Kinder

Bauer Hubert
 
Die nachwachsende Produktwelt
 
Diese Internetseite verwendet Cookies, um die Nutzererfahrung zu verbessern und den Benutzern bestimmte Dienste und Funktionen bereitzustellen. Details
Cookies erlauben