Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

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Projektbeschreibung

FÖRDERKENNZEICHEN: 22017511 01.10.2011 bis 31.01.2015
Optimierte Energiepflanzen-Anbausysteme zur nachhaltigen Biogaserzeugung - Upscaling der FuE-Ergebnisse zu neuen Kulturen und deren Implementierung
Universität Osnabrück - Fachbereich Kultur- und Geowissenschaften - Institut für Geographie
Seminarstr. 19 ab
49074 Osnabrück
Prof. Dr. Gabriele Broll
Tel: +49 541 969-4073
E-Mail: gabriele.broll@uni-osnabrueck.de

Aufgabenbeschreibung:
Hauptziel dieses Projektes ist es, das Upscaling der FuE-Ergebnisse zu neuen Kulturen zur Biogaserzeugung im On-Farm Research-Ansatz wissenschaftlich zu begleiten und diese zukünftig in optimierte Energiepflanzen-Anbausysteme zur nachhaltigen Biogasproduktion zu implementieren. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit der Ruhe Agrar GmbH, die ca. 5.600 ha landwirtschaftliche Nutzfläche an vier Standorten bewirtschaftet und auf jedem Standort eine Biogasanlage mit je fünf BHKW (526 kWel) betreibt. Neben Einjährigen (Sorghum, Wickroggen), sollen Mehrjährige (Silphie, Wildpflanzen, Thinopyrum ponticum) in großflächigen Streifenversuchen angebaut werden. Im On-Farm Research-Ansatz werden mittels Technologien des Precision-farmings vier großflächige Streifenversuche mit den zu untersuchenden neuen Kulturen sowie mit Mais und einer Fruchtfolge des EVA Projektes als Referenzen angelegt. Ein besonderer Augenmerk liegt auf den landtechnischen und arbeitswirtschaftlichen Aspekten. Der Nährstoffhaushalt, die Humusreproduktion und die Regenwürmer werden untersucht. Zur Bestimmung des tatsächlichen Gasertrags der neuen Kulturen in Praxisfermentern werden die beiden parallel betriebenen Fermenter der vier Biogasanlagen verwendet. Im zweiten Arbeitsschritt wird ein Konzept zum nachhaltigen Energiepflanzenanbau für die vier Betriebe der Ruhe Agrar GmbH unter Berücksichtigung der neuen Kulturen erfolgen.

Ergebnisdarstellung:
Es wurden vier Versuchsflächen mit unterschiedlichen Standortsbedingungen in Niedersachsen und Brandenburg eingerichtet. Auf jeder wurden Mais als Referenz und vier weitere Energiepflanzen angebaut. Der Wickroggen, ein Gemenge aus Roggen und Wicken, brachte fast gleich hohe Erträge wie der Mais. Diese, durch die Blüten der Wicken für Insekten sehr attraktive Kultur lässt sich gut in Energiepflanzen-Fruchtfolgen integrieren. Das Kleegras und das Szarvasi-Gras lieferten um ca. ein Drittel geringere Erträge als Mais. In den grasigen Dauerkulturen stieg die Dichte der Regenwürmer im Laufe der drei Versuchsjahre an, während sie bei dem Mais auf niedrigem Niveau blieb. Diese Kulturen eignen sich zur Regeneration des Bodens. Die Hirse konnte unter den Witterungsbedingungen der Versuchsjahre nicht abreifen. Verteilt auf zwei Untersuchungsflächen wurden auf 40 Hektar 1,6 Mio. Silphie-Jungpflanzen mit einer Gemüsepflanzmaschine gepflanzt. Zwei Hektar wurden pro Tag fertiggestellt. Fast alle Pflanzen gingen an, litten aber unter der Trockenheit im ersten und zweiten Jahr. Die Erträge blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Die Dauerkultur kann aber viele Jahre nacheinander genutzt werden und muss sich erst entwickeln. Die Wildpflanzenmischungen konnten sowohl direkt als auch als Untersaat im Mais etabliert werden. Die Mischungen bieten Lebensraum für Wildtiere, Vögel und Insekten. Details dazu wurde von kooperierenden Arbeitsgruppen untersucht. Die Erträge der Wildpflanzen lagen ebenfalls deutlich unter denen vom Mais. Die Wildpflanzen und die Silphie eignen sich gut zur Bereicherung der Landschaft und in Pufferzonen zu empfindlichen Lebensräumen. Das Erntegut der neuen Kulturen zur Biogaserzeugung wurde siliert und in den vier 2,7 MWel Biogasanlagen der Ruhe Agrar erfolgreich getestet.

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