Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Suche

Projektbeschreibung

FÖRDERKENNZEICHEN: 22025207 01.03.2008 bis 30.11.2013
Minderung der Freisetzung von klimarelevanten Gasen beim Einsatz von Gärrückständen aus nR-Biogasanlagen durch Zusatzstoffe und Applikationsmethoden
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg - Naturwissenschaftliche Fakultät III - Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften
Karl-Freiherr-von-Fritsch-Str. 4
06120 Halle
Dr.rer.nat. Wolfgang Gans
Tel: +49 345 552-2422
E-Mail: gans@landw.uni-halle.de

Aufgabenbeschreibung:
Bei der Lagerung und Ausbringung von Gärrückstanden aus der Biogasproduktion kann es zu einer Freisetzung der klimarelevanten Gase Methan, Lachgas, Ammoniak und Kohlendioxid kommen. Es sollen neue Mittel und Methoden geprüft werden, mit denen bei Einsatz der Gärrückstände eine Minderung der Freisetzung dieser Gase erreicht werden kann. Damit kann auch ein verstärkter Einbau von Kohlenstoff und Stickstoff in den Bodenpool verbunden sein. Es sind deshalb auch Methoden zu ermitteln, mit denen der Boden verstärkt als C- und N-Senke beim Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen wirken kann. Die Untersuchungen erfolgen in Labor-, Gefäß- und Feldversuchen, in denen verschiedene Gärrückstände bei unterschiedlichen Applikationsmethoden und dem Einsatz verschiedener Zusätze (z.B. Stroh, Säuren, Inhibitoren u.a.) zu ihren Auswirkungen auf die Freisetzung der Gase geprüft werden. Für spezielle Untersuchungen werden in Laborversuchen Gärrückstände aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, bei denen der Kohlenstoff und Stickstoff teilweise mit den stabilen Isotopen 13C bzw. 15N markiert ist. Es sind praxisreife Empfehlungen für einen umweltschonden Einsatz der Gärrückstände abzuleiten.

Ergebnisdarstellung:
Von den geprüften Applikationsmethoden lag bei der oberflächigen Applikation ohne Einarbeitung, bei einer lokalen Einbringung mit Oberflächenkontakt und bei einer Tiefeneinbringung die geringste Freisetzung der Klimagase vor. Bei den geprüften Zusätzen erwiesen sich nur der Nitrifikationshemmer PIADIN und ein NH4-gestrippter Gärrest überwiegend positiv sowie der Strohzusatz teilweise positiv auf die Minderung der Gasfreisetzungen. Nach Basisuntersuchungen im ersten Berichtszeitraum, wurde im zweiten Abschnitt der Zielstellung nachgegangen, unter welchen Boden- und Witterungsbedingungen welche Applikation und welcher Zusatzstoff zur Anwendung kommen sollte, um die geringste Klima-Belastung und beste N-Wirkung des Gärrestes zu realisieren. Die Zielstellung wurde weitestgehend erfüllt, wobei einige Fragen offen blieben. Vor allem hatte sich gezeigt, dass nach einer Separierung von Gärrest (Fest-Flüssig-Trennung) bei der Lagerung des Feststoffes bedeutende C- und N-Verluste auftreten können. Im dritten Berichtszeitraum wurden dann Empfehlungen für eine C- und N-verlustarme Lagerung von Gärrest-Feststoff gegeben.

Abschlussbericht als pdf-Dokument
Zurück
Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
Förderportal des Bundes
easy-Online
Formularschrank des BMEL
Anbieter und Produkte
Bauer Hubert