Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Züchterische und pflanzenbauliche Optimierung der Kartoffel als dominierender Stärkelieferant der Bundesrepublik: Teilvorhaben 2: Fusion und Pflanzenbau

Anschrift
Technische Universität München - Wissenschaftszentrum Weihenstephan - Forschungsdepartment für Pflanzenwissenschaften - Lehrstuhl für Pflanzenzüchtung
Liesel-Beckmann-Str. 2
85354 Freising
Kontakt
Prof. Dr. Gerhard Wenzel
Tel: +49 81 6171-3422
E-Mail: gwenzel@wzw.tum.de
FKZ
22000897
Anfang
01.04.1997
Ende
30.09.2000
Ergebnisdarstellung
Die Bayerische Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau führte die Arbeiten zur Schaffung von Fusionshybriden einschließlich der Evaluierung der Stärkemerkmale durch. Es war kein Einfluss der Ploidiestufe, aber ein deutlicher Umwelteinfluss auf den Stärkegehalt erkennbar. Der Stärkeertrag war beim diploiden Zuchtmaterial geringer. Der Phosphat-Gehalt der Stärke war für di- und tetraploides Zuchtmaterial nahezu identisch. Die Viskosität der besten Vergleichssorte wurde nur von 5 tetraploiden Zuchtstämmen übertroffen. Bei Endviskosität erreichten die diploiden Stämme die höchsten Mittelwerte. Die Proteingehalte in den Knollen waren relativ konstant. Damit waren sowohl im diploiden als auch im tetraploiden Zuchtmaterial Elitestämme mit deutlich besseren Stärkeeigenschaften als bei den Vergleichssorten nachzuweisen. In den Fusionsexperimenten konnten 55 Kombinationen als tetraploide Fusionshybriden identifiziert werden. Bei der Evaluierung der Hybriden wurden folgende Beobachtungen gemacht: Der Stärkegehalt der Fusionshybriden ist meist höher, der Ertrag in den meisten Hybriden ist aufgrund des Ploidiesierungseffektes wesentlich höher und die Phosphatwerte der Hybriden sind oft niedriger als die Mittelwerte der Fusionspartner. Am Lehrstuhls für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der TU München war der Einfluss der NPK-Mineraldüngung auf die Ertrags- und die Stärkebildung, auf die Stärkequalität und auf die Zusammensetzung des Fruchtwassers von Kartoffelknollen Untersuchungsgegenstand. Die Untersuchungsergebnisse belegen, dass mit einer zeitlich gestaffelten Gabe von 100 kgN/ha der Ertrag der Variante von 150 kgN/ha zum Legen erreicht wird. Die Resultate zur Stärkequalität und der Zusammensetzung des Fruchtwassers zeigen, dass diese Eigenschaften durch die mineralische Düngung etwas gesteuert werden können, aber den Sorteneigenschaften hier eine größere Bedeutung zukommt.
Aufgabenbeschreibung
Dieses Teilvorhaben umfasst die Arbeiten der Bayerischen Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau (LBP) und des Lehrstuhls für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Technischen Universität München-Weihenstephan (TUM). Innerhalb des Arbeitspakets der LBP sollen durch gezielte Fusionen von gut selektierten, dihaploiden stärkereichen Genotypen bestimmte morphologische und physikalische Stärkequalitäten, unter Beibehaltung anderer agronomisch wichtiger Parameter, genetisch fixiert, kombiniert und im Erbgut angereichert werden. Das Arbeitspaket der TUM umfasst Untersuchungen, die die Stickstoff-Düngeverwertung durch pflanzenbauliche Maßnahmen verbessern sollen, um so einen umweltverträglichen Stärkekartoffelanbau zu ermöglichen. Im weiteren sollen die Auswirkungen reduzierter Kalium-Versorgung sowie die Wechselwirkung Stickstoff/Kalium auf die Ertrags- und Stärkebildung untersucht werden. Darüber hinaus werden Aspekte der Reifezeit und Lagerung auf die Stärkequalität untersucht.

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