Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

 

Entwicklung eines Bestäubungsmanagements im Arzneipflanzenanbau zur Steigerung der Erträge und gleichzeitigen Erhöhung der Ökosystemleistungen

Anschrift
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn - Landwirtschaftliche Fakultät - Forschungsbereich Nachwachsende Rohstoffe
53359 Rheinbach
Klein-Altendorf 2
Kontakt
Prof. Dr. Ralf Pude
Tel: +49 2225 99963-13
E-Mail: r.pude@uni-bonn.de
FKZ
22001116
Anfang
01.06.2017
Ende
31.05.2020
Aufgabenbeschreibung
Die Bestäubungsökologie der meisten Arznei- und Gewürzpflanzenarten ist noch weitgehend unbekannt. Es liegen nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen darüber vor, welche Insekten die einzelnen Pflanzenarten besuchen, welchen Anteil sie an der Bestäubung haben und welchen Einfluss dies auf die Ertrags- und Qualitätsbildung ausübt. Auch zu den ökosystemaren Dienstleistungen, die von Arznei- und Gewürzpflanzenflächen ausgehen, können bislang wenige Aussagen getroffen werden und damit der Nutzen dieser artenreichen Sonderkulturen für das Ökosystem weder beziffert noch in Vermarktungsstrategien eingebunden werden. Mit diesem Vorhaben sollen daher erstmalig fundierte Untersuchungen der blütenbesuchenden Insekten durchgeführt, deren Bestäubungsleistung ermittelt und die Ertragsrelevanz quantifiziert werden. Diese Erkenntnisse zu den wechselseitigen Beziehungen zwischen Bestäubungsleistung und Ertragssteigerung liefern die Grundlage für die Entwicklung eines praxistauglichen Bestäubungsmanagements. Grundlage der Untersuchungen zur Ertragsrelevanz eines Bestäubereinsatzes ist die Erfassung des Blütenbesucher- und des Bestäuberspektrums. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden gezielt Bestäuber eingesetzt bzw. Infrastrukturen zur gezielten Förderung von Bestäubern geschaffen, um eine deutliche Ertragssteigerung hervorzurufen. Von besonderer Bedeutung ist die Quantifizierung der ökosystemaren Leistungen, die von Arznei- und Gewürzpflanzenflächen ausgehen. Diese wird in der Erfassung von Nachbarschaftseffekten anderer Kulturflächen dargestellt und in Vergleich von Arznei- und Gewürzpflanzenflächen mit klassischen Agrarumweltmaßnahmen (z.B. Blühstreifen) gesetzt. Modellkulturen sind Fenchel, Bohnenkraut und Lein.

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