Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Ökologische Bewertung des Miscanthusanbaus auf der Basis der Ergebnisse des integrierten Demonstrationsprojektes zur Erzeugung, energetischen und stofflichen Nutzung von Miscanthus sinensis Giganteus

Anschrift
E.ON Energie AG
Brienner Str. 40
80333 München
Kontakt
Frank Jonkanski
Tel: +49 511 439-0
E-Mail:
FKZ
22002094
Anfang
01.04.1994
Ende
31.12.1996
Ergebnisdarstellung
Im Projekt wurden unter Federführung der PreussenElektra AG einerseits verschiedene Fragestellungen zur Bereitstellung von Miscanthus-Material für eine weitere Nutzung (vom Anbau bis zur Ernte und Lagerung) weiterbearbeitet und andererseits die ökologischen Aspekte des Anbaus und der thermischen Verwertung von Miscanthus eingehender untersucht. Bei der ökologischen Bewertung macht die Auswertung der gesammelten Daten deutlich, dass beim Anbau von Miscanthus auf landwirtschaftlichen Flächen grundsätzlich mit keinen schwerwiegenden, negativen Veränderungen oder Belastungen der einzelnen Systeme (Boden, Wasser,Flora und Fauna, Atmosphäre) gerechnet werden muss. Herauszuheben ist lediglich der Aspekt des Wasserhaushaltes, da der hohe Wasserverbrauch von Miscanthus eine genaue Analyse des Standortes vor dem Anbau erfordert. Der Anwuchserfolg und die Bestandesetablierung hängen entscheidend von einer ausreichenden Wasserversorgung ab. Da es sich bei Miscanthus um eine Dauerkultur handelt sind auch langjährige Entwicklungen einer Monokultur (Schädlingsbefall) noch zu beobachten. Die Ergebnisse der ökologischen Bewertung der thermischen Nutzung von Miscanthus im Vergleich zu anderen biogenen Festbrennstoffen (Winterweizenganzpflanzen, Pappel aus Kurzumtriebsplantagen, Winterweizenstroh, Waldrestholz aus Fichte) zeigen, dass Bioenergieträger zu einer umwelt- und klimaverträglicheren Energieversorgung beitragen können. Sie zeigen aber auch, dass die energetische Nutzung abgesehen vom Treibhauspotential oft zu höheren Stofffreisetzungen im Vergleich zu substituierbaren fossilen Energieträgern führt. Im Vergleich der biogenen Energieträger konnten für Miscanthus weder nennenswerte Vor- noch Nachteile gefunden werden. Von den möglichen Nutzungskonzepten hätte gegenwärtig die Zufeuerung in Stein- und Braunkohlenkraftwerken aus energetischer und ökologischer Sicht und nicht zuletzt auch unter Kostenaspekten eine hohe Priorität.
Aufgabenbeschreibung
Zur Beurteilung der ökologischen Verträglichkeit des Anbaus von Miscanthus x giganteus in Deutschland sollen in dem Vorhaben im Rahmen ausgewählter Forschungsaktivitäten die Langzeitwirkungen auf die Umweltfaktoren Boden, Wasser, Flora und Fauna näher betrachtet werden. Die geplanten Untersuchungen bauen auf den Ergebnissen des vorausgegangenen Miscanthusprojektes auf bzw. stellen Fortsetzungen der Forschungsarbeiten mit ökologisch relevanten Fragestellungen dar. Als Versuchsflächen werden die zwischen 1989 u. 1992 angelegten Miscanthusbestände in Rheinberg, Lipporg, u. Scholven genutzt. In einer weiteren Forschungsaktivität soll eine Methode aufgezeigt werden, mit der es gelingt, einen älteren Miscanthusbestand umzubrechen und eine Folgekultur erfolgreich nachzubauen. Abschließend ist eine ökologische Bewertung der Verwertung von Miscanthus im Vergleich zu anderen Biomassen zur Strom-/Wärmeerzeugung geplant.

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