Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Entwicklung von Algorithmen zur quantitativen Beschreibung der Holzqualität - insbesondere für Resonanzholzarten - aus Ergebnissen von Bohrnadeluntersuchungen

Anschrift
Vogtländischer Förderverein für Musikinstrumentenbau und Innovation e.V. - Institut für Musikinstrumentenbau
Klingenthaler Str. 42
08267 Zwota
Kontakt
Dietmar Kluck
Tel: +49 37467 23481
E-Mail: post@ifm-zwota.de
FKZ
22002199
Anfang
01.01.2000
Ende
28.02.2001
Ergebnisdarstellung
Im Ergebnis der Untersuchungen zur resistographischen Messmethode wird festgestellt, dass die Folge der Jahrringbreiten im Stamm mit hinreichender Genauigkeit ermittelt werden kann. Weitere Merkmale wie z.B. Spätholzanteil und somit Dichte können nicht erkannt werden. Wertmindernde Merkmale wie Druckholz, Astigkeit, Risse oder Fäule ergeben untypische Bohnadelkurven, aus denen die Aussage "kein Resonanzholz" abgeleitet werden kann. Traditionell werden Kenngrößen der Jahrringstruktur und mechanische Kenngrößen zur Beurteilung und Kennzeichnung von Resonanzholz herangezogen. Die Kenngrößen der Jahrringstruktur können über die Bohrnadelmesskurve ermittelt werden. Die Daten sind statistisch auswertbar (Reproduzierbarkeit, Normalverteilung, Korrelation der Daten mit Klangholzeigenschaften). Die aus Bohrnadelmesskurven nicht ableitbaren mechanischen Kenngrößen E-Modul und Dämpfung sowie der Spätholzanteil werden für die Beurteilung des Klangholzes als vernachlässigbar angesehen. Die Messungen und Ergebnisse des Instituts für Musikinstrumentenbau zeigen, dass die traditionelle Beurteilung der Klangholzqualität, die sich an der Regelmäßigkeit des Jahrringaufbaus, der Masse und der "Biegeprobe" an Klangplatten orientiert, in der Manufaktur von Musikinstrumenten nur als hinreichendes Kriterium anzusehen ist. Die Ergebnisse des Vorhabens belegen, das dem Jahrringaufbau eine wesentliche, aber keine dogmatische Gewichtung zuzumessen ist. Gleiches gilt für das Kriterium E-Modul. Die nach traditionellen Kriterien ausgewählten Klanghölzer liefern gute Instrumente, allerdings kommen erhebliche Mengen an gutem Klangholz, die gemäß den Versuchsergebnissen des IfM z.T. bessere Instrumente hervorbringen könnten, nicht zum Einsatz. Die vorliegenden Ergebnisse bieten hiermit wichtige Ansätze, um die Methoden und Kriterien zur Auswahl von Klangholz zu überdenken und auch Holzqualitäten, die bisher nicht berücksichtigt wurden, als Klangholz für den Musikinstrumentenbau zu nutzen.
Aufgabenbeschreibung
Im Rahmen des Vorhabens "Erkennung und Auswahl von einheimischem Resonanzholz am stehenden Stamm durch Anwendung eines zerstörungsfreien Verfahrens zur Beurteilung der Holzstruktur" (FKZ 96NR117) wurden Beurteilungskriterien für die Resonanzholzerkennung und -auswahl am stehenden Stamm sowie die Bohrnadelmeßmethode entwickelt, die es ermöglicht, die Holzqualität und -struktur am stehenden, lebenden Baumstamm zu bestimmen. Hiermit kann die Eignung von Baumstämmen als Resonanzholz frühzeitig ermittelt und beurteilt werden. Um den Forstbetrieben die Möglichkeit für eine gezielte Bewirtschaftung ihrer Bestände und eine wertmäßige Kalkulation des zuwachsenden, als Resonanzholz geeigneten Materials zu ermöglichen, soll das Bohrnadelmessverfahren weiterentwickelt werden. Es sind hierzu Gruppen von Klangholzqualitäten festzulegen und ein mobil handhabbares Gerät - bestehend aus Bohrnadelmessgerät und Auswerteeinheit mit entsprechender Software/Algorithmen - zu entwickeln.

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