Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Untersuchungen über den Einfluss der Prüfbedingungen auf Höhe und Zusammensetzung der Emissionen flüchtiger organischer Bestandteile (VOCs) aus Holzprodukten und Transporteigenschaften von VOCs in Holzprodukten

Anschrift
Johann Heinrich von Thünen-Institut Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei - Institut für Holztechnologie und Holzbiologie
21031 Hamburg
Leuschnerstr. 91
Kontakt
Dr. Martin Ohlmeyer
Tel: +49 40 73962-635
E-Mail: martin.ohlmeyer@thuenen.de
FKZ
22005908
Anfang
01.10.2008
Ende
31.07.2011
Aufgabenbeschreibung
Ziel des Forschungsvorhabens war die Ermittlung des Einflusses unterschiedlicher Prüfbedingungen auf die Höhe und Zusammensetzung von Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen aus Kiefern- und Buchenvollholz sowie Oriented Strand Board (OSB) aus Kiefer. Hierzu diente die NORM ISO 16000 Teil 9 als Ausgangsbasis. Variiert wurden die Parameter Temperatur, relative Luftfeuchte, Luftgeschwindigkeit, Beladungsgrad und Luftwechselrate in Anlehnung an Werte, die in realen Innenräumen auftreten können. Daraus sollten Anhaltspunkte abgeleitet werden, in welcher Weise von Normbedingungen abweichende Umgebungsparameter Emissionen beeinflussen können. Des Weiteren sollten durch Diffusionsversuche Erkenntnisse über die Diffusion und Sorption holztypischer Emittenten in Vollholz und Holzwerkstoffen gewonnen werden, um das theoretische Verständnis der Freisetzung und insbesondere der Abklinggeschwindigkeit der holztypischen Emissionen zu erweiteren.
Ergebnisdarstellung
Es konnte im Rahmen dieses Projektes festgestellt werden, dass die Emittenten des untersuchten Holzes sich im Bezug auf Beladungsgrad und Luftwechselgradrate weitgehend linear verhielten, lediglich für in hohen Konzentrationen emittierenden Terpenen aus Kiefernkernholz zeiget sich keine Proportionalität. Die Messergebnisse der Kammerprüfung nach ISO 16000 können daher bedingt auf Szenarien unterschiedlicher Anwendungsfälle angewendet werden (gilt nicht für hochemittierendes Kiefern-Kernholz). Die relative Luftfeuchte hatte keinen einheitlichen Einfluss auf die verschiedenen Emittenten. So muss beispielsweise die Polarität der Substanz und auchg ggf. deren Affinität zum Wasser(-dampf) berücksichtigt werden. Die Emissionsprozesse bei Kiefernsplint liefen vermutlich hauptsächlich diffusionskontrolliert ab, darauf lassen die bei variierter flächenspezifischer Durchflussrate sich proportional ändernden Emissionen schließen. Für die Terpenemissionen aus Kiefernkernholz wurden keine proportionalen Zusammenhänge beobachtet, was auf eine vorwiegend evaporationskontrollierte Freisetzung hindeutet. Es konnte gezeigt werden, dass bei geeigneter Probenauswahl sich die Emissionscharakteristik von Holzprodukten sicher bestimmen lässt. Erste orientierende Untersuchungen der Diffusion holzeigener Substanzen durch Holzproben wurden erfolgreich durchgeführt. Es konnten weitgehend plausible Ergebnisse erzielt werden, die jedoch in weiterführenden Untersuchungen präzisiert werden müssen.

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