Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Vorhaben (FSP-Emissionen): Identifikation und Verminderung der geruchsrelevanten Stoffe von Bauprodukten auf Basis von Holz und anderen nachwachsenden Rohstoffen für Anwendungen im Innenraum

Anschrift
Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI)
38108 Braunschweig
Bienroder Weg 54 e
Kontakt
Dr. Nina Ritter
Tel: +49 531 2155-0
E-Mail: nina.ritter@wki.fraunhofer.de
FKZ
22006714
Anfang
01.09.2015
Ende
31.12.2018
Aufgabenbeschreibung
Neben den „klassischen" Emissionen an flüchtigen Inhaltsstoffen (VOC), deren Bewertung in Deutschland nach dem AgBB-Bewertungsschema erfolgt, wird zukünftig auch das Kriterium der sensorischen Bewertung von Produkten mit Anwendungen im Innenraum einen marktbestimmenden Stellenwert einnehmen. Emissionen aus Bauprodukten sind häufig geruchsrelevant, die Emissionen können zu Belästigungen und ggf. gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Die sensorische Prüfung ist daher ein wichtiges Element bei der Bewertung von Bauproduktemissionen. Ziel des Vorhabens ist es, den zukünftigen Anforderungen an Bauprodukte auf Basis nachwachsender Rohstoffe hinsichtlich des Kriteriums „Sensorik" Rechnung zu tragen. Im Vorhaben konzentrieren sich die Untersuchungen auf strukturierte Holzwerkstoffe wie Grobspanplatten und OSB (oriented strand boards), die vorwiegend aus frischem Kiefernholz hergestellt werden. Ferner stehen Faserdämmplatten aus Kiefernholz im Fokus der Untersuchungen, da bei der thermischen Belastung des Holzes während der Faserherstellung Sekundärreaktionen und damit geruchsrelevante Emissionen auftreten. Zur Erreichung des Ziels werden zunächst die geruchsrelevanten, für Fehlgerüche ursächlichen Emissionen bei Holzwerkstoffen aus Kiefernholz für den Dämmbereich (Faserdämmplatten) und für den konstruktiven Bau (Oriented Strand Boards [OSB] und Grobspanplatte) systematisch erfasst. Basierend auf diesen Ergebnissen werden verfahrenstechnische Methoden, gekoppelt mit chemisch-physikalischen Modifizierungen der Strands und Fasern, zur Vermeidung und/oder Verminderung von belästigenden oder beeinträchtigenden geruchsrelevanten Einzelstoffen entwickelt. Die Versuchsführung konzentriert sich vordringlich auf die Reduzierung von Geruchsemissionen, die sich aus der stofflichen Zusammensetzung des Rohstoffs in Verbindung mit verfahrenstechnisch unumgänglichen Prozessschritten (Heißtrocknung, Heißpressung) ergeben.

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