Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Substitution von Harnstoff-Formaldehydharzen durch modifizierte Ligninsulfonate in Holzwerkstoffen

Anschrift
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel - Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät - Ökologie-Zentrum
Olshausenstr. 75
24118 Kiel
Kontakt
Dipl.-Biol. Andreas Mieth
Tel: +49 431 880-4168
E-Mail schreiben
FKZ
22009905
Anfang
01.01.2006
Ende
30.04.2009
Ergebnisdarstellung
Die Untersuchungen haben gezeigt, dass sich der Ligninklebstoff nicht nur, wie in einem Vorgängerprojekt als Klebstoff für Massivholz, sondern auch für die Faserplattenherstellung im Heißpressverfahren eignet. Modifizierte Ligninsulfonat-Klebstoffe eignen zur Teilsubstitution von Harnstoff-Formaldehydharzen ohne nachteilige Veränderung der Querzugfestigkeit. Die Querzugfestigkeiten der Ligninklebstoff gebundenen Faserplatten entsprechen denen der ausschließlich mit UF-Harzen gebundenen Platten. Hinsichtlich der Quellungsvergütung besteht aber noch Verbesserungsbedarf, insbesondere bei höheren Substitutionsgraden. Die Wahl des UF-Harzes hat neben der Faserqualität (vorbehandelt / unbehandelt) eine gravierende Auswirkung auf die Formaldehydemission der Substitutionsversuche mit Ligninklebstoff.
Aufgabenbeschreibung
Das Vorhabensziel ist ,einen umwelt- und gesundheitsunbedenklichen Holzklebstoff auf der Basis von modifizierten Ligninsulfonaten als Substitutions- bzw. Teilsubstitutionsprodukt für Harnstoff-Formaldehydharze zu etablieren bei der Herstellung von verschiedenen Holzwerkstoffen unter Berücksichtigung der Prozessparameter und Produktqualitäten. Die Arbeitsplanung gliedert sich in folgende Abschnitte: (1) Untersuchung von Rohstoffen zur Herstellung des Ligninklebstoffes, (2) Herstellung von Substitutionen mit UF-Harzen und Prüfung der labortechnischen Qualitätsmerkmale, (3) Herstellung von Holzwerkstoffen im Labormaßstab mit ausgewählten Klebstoffabmischungen, (4) Prüfung der Werkstoffeigenschaften und -emissionen zur Qualitätskontrolle, (5) Umsetzung der Ergebnisse auf den industriellen Maßstab durch Versuche beim Industriepartner.

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