Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben (FSP-Emissionen): Gesundheitliche Bewertung von Emissionen aus Holz und Holzprodukten in Innenräumen mittels experimenteller toxikologischer Untersuchungen und humanbasierter Beobachtungen; Teilvorhaben 3: Untersuchungen allergischer und entzündlicher Effekte im Tiermodell

Anschrift
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ
04318 Leipzig
Permoserstr. 15
Kontakt
PD Dr. Tobias Polte
Tel: +49 341 235-1545
E-Mail: tobias.polte@ufz.de
FKZ
22011015
Anfang
01.05.2016
Ende
31.10.2019
Aufgabenbeschreibung
Das Projekt GesundHOLZ ermittelt und bewertet die humantoxikologische Relevanz der Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), die bei der Nutzung von Holz entstehen. Im Teilvorhaben 3 werden tierexperimentelle Studien durchgeführt, die ein mögliches Gefährdungspotential einer Exposition durch Holzemissionen eruieren sollen. Dabei liegt der Fokus auf mögliche Effekte durch Holzemissionen auf das Immunsystem und die daraus resultierenden Krankheitsrisiken für das allergische Asthma und entzündliche Erkrankungen der Atemwege. Dabei soll der Einfluss von Holzemissionen sowohl auf das akute Asthma als auch auf die Entstehung einer chronischen Entzündung nach Langzeitexposition untersucht werden. Mithilfe dieser Modelle sollen adverse, biologisch signifikante Effekte erfasst und Datenlücken hinsichtlich einer möglichen akuten und chronischen Toxizität von Holzemissionen geschlossen werden. In einem etablierten murinen Asthmamodell sollen die Tiere unter kontrollierten Bedingungen direkt und kontinuierlich durch die aus Modellhölzern oder OSB freigesetzten VOCs exponiert werden. Zusätzlich können die Tiere mit Hilfe einer Ganztierinhalationskammer der entsprechenden Leitsubstanz der Holzemissionen ausgesetzt werden. Die Mäuse werden durch intrapulmonale Applikation eines Hausstaubmilbenextraktes gegenüber diesem Allergen sensibilisiert und entwickeln nach wiederholter lokalen Allergengabe einen Asthma-ähnlichen Phänotyp mit Atemwegshyperreagibilität, eosinophiler Entzündung der Lunge und erhöhten Immunglobulin E-Spiegeln. Folgenden Belastungsszenarien sollen zur Anwendung kommen: 1. Belastung von sensibilisierten Tieren durch Holzemissionen für 3-4 Wochen 2. Belastung von sensibilisierten Tieren durch Holzemissionen für mindestens 12 Wochen (Langzeitexposition) 3. Exposition von sensibilisierten Mäusen durch die Leitsubstanz alpha-Pinen unter Verwendung einer Expositionskammer Untersucht werden sollen Kiefern-, Fichten- und Buchenhölzer sowie OSB-Produkte.

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