Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Entwicklung und Vergleich von optimierten Anbausystemen für die landwirtschaftliche Produktion von Energiepflanzen unter den verschiedenen Standortbedingungen Deutschlands - Phase II (EVA II); Teilvorhaben 1: Entwicklung und Optimierung von standortangepassten Anbausystemen im Fruchtfolgeregime

Anschrift
Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) - Thüringer Zentrum Nachwachsende Rohstoffe
07743 Jena
Naumburger Str. 98
Kontakt
Dr. habil. Armin Vetter
Tel: +49 3641 683-200
E-Mail: armin.vetter@tll.thueringen.de
FKZ
22013008
Anfang
01.02.2009
Ende
31.01.2013
Aufgabenbeschreibung
Das Projekt soll mit seinen fünf bundeseinheitlich an acht Standorten angebauten Energiefruchtfolgen Kernstück des Verbundprojektes EVA II darstellen. Das Projekt schließt direkt an die Abschlussfrucht Weizen des vorhergehenden Projektabschnittes EVA I an und soll mit einer zweiten Rotation der Fruchtfolgen echte Fruchtfolgewirkungen zeigen. Aus den bisherigen Erkenntnissen leiten sich, um die Dauerhaftigkeit der Beobachtung nicht zu gefährden, in den Fruchtfolgen und einigen integrierten Fragestellungen (Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz& Düngung) wenige, in den Satellitenprojekten z.T. erhebliche Veränderungen ab. Anknüpfend an EVA I soll die übergreifende Koordination von Fruchtfolgen und Gesamtverbund an der TLL stattfinden. Wichtigste Änderungen des Arbeitsplans sind: Beim Mischfruchtanbau sollen Mischungen aus Mais und verschiedenen Hirsetypen im Mittelpunkt stehen. Das Versuchskonzept Vegetationszeitausnutzung untersucht Erntezeitpunkte in der Abfolge Sommerung (Mais) und Winterung (Getreide). Im Ackerfutterversuch sollen im Rahmen von EVA II auch Batchtests und Fragestellungen zu Grünlandsaaten bearbeitet werden. Als zusätzliches Satellitenprojekt sollen Versuche zur Optimierung der Gärrestausbringung in Energiepflanzenbeständen angelegt werden. Auch werden zusätzlich zu den bundesweiten und regionalspezifischen Fruchtfolgen an jedem Standort zwei zusätzliche Fruchtfolgen mit Gärrestdüngung angefügt. Wie im Rahmen von EVA I sollen Ergebnisse dazu dienen der landwirtschaftlichen Praxis in umfassendem Maße Entscheidungshilfen bei einer optimierten Gestaltung des Energiepflanzenanbaus zu bieten. Neben Vorträgen und Veröffentlichungen soll Wissen auch in Forschungskooperationen genutzt werden um Synergieeffekte zu födern. So sind z.B. die Gärrestversuche versuchstechnische Grundlage für das Vorhaben Potenziale zur Minderung der Freisetzung von klimarelevanten Spurengasen beim Anbau von Energiepflanzen zur Gewinnung von Biogas.
Ergebnisdarstellung
Die aus den Fruchtfolgeversuchen gewonnenen Ergebnisse verdeutlichen, dass mit gezieltem Fruchtfolgemanagement und dem Einsatz standortangepasster Kulturen, Sorten und Bewirtschaftungsoptionen auf verschiedene Zielgrößen eingewirkt werden kann. So kann ein Kompensationsaufwand aufgrund Schadwirkungen ausgeschlossen, ökologische Mehrleistungen erbracht, Arbeitszeitmanagement, Gärrestemanagement und Silomanagement flexibilisiert werden. Zusätzlich sind unter Ausnutzung von direkten und indirekten Vorfruchtwirkungen Mehrerträge und Faktoreinsparungen realisierbar. Die durch Standort- und Wachstumsbedingungen variierenden Ertragspotentiale für die einzelnen Fruchtarten sowie Fruchtfolgekombinationen und die spezifischen Gasbildungspotentiale der jeweiligen Substrate beeinflussen die jeweiligen Vorzüglichkeiten der einzelnen Kulturen und Fruchtfolgen. Unter Einbeziehung der Ergebnisse der Minimierungsansätze, den zu berücksichtigenden Vorfruchtwirkungen (Ertrag, phytosanitärer Status usw.), der ökologischen Mehrleistungen und den Flexibilisierungsmöglichkeiten in der arbeitswirtschaftlichen Planung ergeben sich eine Vielzahl von Optionen für die nachhaltige Gestaltung von Energiepflanzenfruchtfolgen mit verschiedenen Alternativen zum Maisanbau. In gleicher Weise bringt der Anbau von Biogas-Energiepflanzen Möglichkeiten enge Getreide- bzw. Marktfruchtfolgen zu erweitern und zu diversifizieren. Dabei können Schadwirkungen kompensiert werden. So ist z.B. eine Unterbrechung von fruchtfolgespezifischen Schaderregerdynamiken (bspw. Fusariosen, Nematoden, Halmbruchkrankheit, Schadunkräuter), ein Nährstofftransfer über Gärrestdüngung in andere Fruchtfolgen oder eine Verbesserung der Humussalden praxisrelevant. Im Übrigen siehe auch Ergebnisse der anderen Teilvorhaben.

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