Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Ölpflanzen als Zwischenfrüchte; Teilvorhaben 3: Maximierung des Feldaufganges bei Aussaat von Ackerhellerkraut-Saatgut für den Zwischenfruchtanbau

Anschrift
Universität Hohenheim - Institut für Pflanzenzüchtung - Saatgutforschung und Populationsgenetik (350) - Fachgebiet Saatgutwissenschaft und -technologie (350d)
70599 Stuttgart
Fruwirthstr. 21
Kontakt
Prof. Dr. Michael Kruse
Tel: +49 711 459-22706
E-Mail: mkruse@uni-hohenheim.de
FKZ
22015813
Anfang
01.07.2015
Ende
30.06.2017
Aufgabenbeschreibung
Ziel des Teilprojekts 3 „Maximierung des Feldaufganges bei der Aussaat von Acker-Hellerkraut-Saatgut für den Zwischenfruchtanbau" im Verbundprojekt „Ölpflanzen als Zwischenfrüchte" ist es, eine geeignete Vorbehandlungsmethode für Acker-Hellerkraut (Thlaspi arvense L.) Saatgut zu entwickeln, mit der Saatgut für die Aussaat als Zwischenfrucht behandelt werden kann und die die vorhandene Keimruhe wirksam bricht und die Keimung und den Feldaufgang bestmöglich beschleunigt. Hierfür sollten züchterisch bearbeitetes Material wie auch Sammlungen von Unkrautpopulationen aus dem süddeutschen Raum untersucht werden, um das Dormanzverhalten von Acker-Hellerkraut unter mitteleuropäischen Bedingungen analysieren zu können. Die Samen sollten unbehandelt sowie nach verschiedenen Behandlungen zur Dormanzbrechung und Keimbeschleunigung unter Laborbedingungen eingekeimt werden. Zudem sollten Feldversuche zur Feldaufgangsbestimmung und zur Ertragsbestimmung bei verschiedenen Aussaatterminen angelegt und ausgewertet werden. Angestrebtes Ergebnis war eine Methode, die den Landwirten oder Saatgutfirmen zur Handhabung von Acker-Hellerkraut-Saatgut empfohlen werden kann.
Ergebnisdarstellung
In 2013 und 2014 wurde an 4 Standorten in Baden-Württemb. Saatgut von Sommer- u. Winterformen gesammelt. Zusätzlich standen von der Leuphana bereitgestellte Saatgutproben von 4 nordamerikan. Zuchtstämmen zur Verfügung, wobei von 2 Sorten so wenig Material verfügbar war, dass dieses an der Universität Hohenheim zunächst zwischenvermehrt wurde. Zusätzlich wurden 30 Akzessionen der Genbank des IPK in Gatersleben fallweise einbezogen. Die Keimfähigkeiten ohne Vorbehandlungen lagen zwischen 4 und 73%. Auf dem Gradiententisch zeigten alle untersuchten Proben ohne Vorbehandlungen deutlich höhere Keimfähigkeiten bei Wechseltemp. als bei konstanten Temp. In weiteren Versuchen wurde 15/25 °C als Standardtemperaturregime verwendet. Acker-Hellerkraut zeigt eine ausgeprägte physiolog. Dormanz. Das in der Literatur beschriebene unterschiedl. Keimverhalten der Sommer- u. Winterformen konnte in dem Projektmaterial nicht gefunden werden. Steigerungen der Keimfähigkeit konnten durch Samen-Vorquellung in einer KNO3-Lösung mit Konzentrationen zwischen 0,5 u. 2% für einen Zeitraum zw. 12 u. 18 h sowie noch deutlicher durch Vorquellen in Gibberrellinsäure-Lösungen mit Konzentrationen zw. 0,03 u. 0,05% erreicht werden. Ebenfalls förderlich war eine Scarifizierung, entweder mechan. mittel Säure od. enzym. mittels Driselase®. Als nicht ausreichend wirksam erwiesen sich eine Behandlung mit Ethylen, Ethephon, Heißwasser oder Plasma. Das Priming war bei Acker-Hellerkraut sehr erfolgreich. Die Keimdauer konnte durch ein Priming mit 2% KNO3-Lösung für partiespezifische Zeiträume zwischen 30 u. 72 h mehr als halbiert werden. Dies zeigte sich sowohl im Keimversuch als auch im Feldaufgangsversuch. Die Saatzeitversuche ergaben, dass ein rascher und vollständiger Feldaufgang eine wichtige Voraussetzung für gute Saatguterträge ist. Dies konnte bei späten Aussaaten im Mai, Juni am besten erreicht werden. Bei Bodentemp. von > 20 °C am Tag wurden die besten Feldaufgänge und Erträge erreicht.

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