Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

 

Verbundvorhaben: Nutzbare Variabilität in genetischen Resourcen von Hafer in Bezug auf die Eignung zur GPS-Produktion im Zweitfruchtanbau; Teilvorhaben 2: Feldversuche (HOH)

Anschrift
Universität Hohenheim - Fakultät Agrarwissenschaften - Institut für Kulturpflanzenwissenschaften - FG Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergiepflanzen (340b)
70599 Stuttgart
Fruwirthstr. 23
Kontakt
Prof. Dr. Iris Lewandowski
Tel: +49 711 459-22221
E-Mail: iris_lewandowski@uni-hohenheim.de
FKZ
22016011
Anfang
27.06.2011
Ende
30.10.2011
Aufgabenbeschreibung
In diesem Projekt sollen Hafergenotypen identifiziert werden, die für einen Zweitfruchtanbau nach der Getreide-GPS-Ernte Ende Juni geeignet sind. Diese Hafergenotypen sollen in grundlegenden Eigenschaften charakterisiert werden. Darüber hinaus soll insgesamt das Ertragspotential der Kulturart Hafer in einer solchen Biomassefruchtfolge überprüft werden um erste Ergebnisse zur ökonomischen Effizienz des Gesamtansatzes zu gewinnen. Die von der PZO beschafften genetischen Ressourcen von Hafer und die Vergleichssorten Dominik (Hafer), Triso (Sommerweizen) und Somitri (Sommertriticale) werden auf der Versuchsstation der Universität - Ihinger Hof - in Baden-Württemberg in dreifacher Wiederholung ausgesät. Auf diesem sowie den anderen 3 Standorten (Niederbayern, Weser-Ems, Mecklenburg), auf denen diese Versuche etabliert wurden, werden 4, 8, und 12 Wochen nach Aussaat und sowie kurz vor der Ernte Bonituren der Bestandesentwicklung (EC Stadien) und der auftretenden Krankheiten durchgeführt. Im Versuch, der am Ihinger Hof stattfindet, werden Erträge und TS-Gehalte der Biomasse erhoben. Für die Bonitur- ud Ertragsergebnisse von allen Standorten wird eine Auswertungvorgenommen.
Ergebnisdarstellung
Die besten Hafersorten in diesem Versuch zeigten ein sehr hohes Ertragspotential und eine nur geringe Anfälligkeit gegenüber dem nach einer Sommeraussaat stark auftretenden Befalldurch Rostkrankheiten, insbesondere dem haferkronenrost. Am niederschlagreichsten Standort in Niedersachsen wurden von Hafer Trockenmasse (TM)-Erträge von bis zu 135 dt ha-1 erreicht. Die Hafergenotypen waren den besten Triticalestämmen – je nach Standort – zumindest gleichwertig oder deutlich im Ertrag überlegen. Die ommerweizensorte Triso fiel im Ertrag gegenüber den Hafer- und Triticalesorten deutlich ab. Rosbefall wurde an allen Standorten beobachtet, mit deutlichen Unterschieden zwischen den Hafergenotypen. An allen Standorten wurden von den Hafer- und Triticalegenotypen TS-Gehalte von mehr als 28% und damit die Silierbarkeit der Biomasse erreicht. Lediglich an einem Standort, an dem eine Überschwemmung des Feldes die Entwicklung verzögerte, konnten nicht alle Genotypen die notwendigen TS-Gehalte erreichen. Ein Standortvergleich ist aufgrund der unterschiedlichen Bewirtschaftungsweisen und Vorfrüchte nur bedingt möglich, es zeigte sich jedoch, dass die Hafererträge unter guten Niederschlagsbedingungen am höchsten und auch relativ gegenüber der Triticale besser abschneiden. Des Weiteren wird der Ertrag durch die Stärke des Rostbefalls verringert und von der Höhe der Stickstoffdüngung beeinflusst. Weitergehende Untersuchungen müssen die ertragliche Überlegenheit der neuen, hier geprüften Hafergenotypen bestätigen. Hierbei sollten vor allem Untersuchungen zum Einfluss des Saattermins und der Höhe der Stickstoffdüngung auf den Ertrag, die Genotyp x Umwelt Interaktionen sowie die Vergärbarkeit der Biomassen unterschiedlicher Genotypen geprüft werden. Insgesamt konnte gezeigt werden, dass die Identifizierung neuer Hafergenotypen einen nachhaltigen Beitrag zur Optimierung der Biogasfruchtfolgen und zur Bereitstellung alternativer Biogassubstrate leisten kann.

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