Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Entwicklung eines Tiereinstreuproduktes auf Basis nachwachsender Rohstoffe mit niedrigerer Schüttdichte als konventionell hergestellte Streu

Anschrift
J. Rettenmaier & Söhne GmbH + Co KG
73494 Rosenberg
Holzmühle 1
Kontakt
Dr. Hans-Georg Brendle
Tel: +49 7967 152-125
E-Mail: dr.brendle@jrs.de
FKZ
22016113
Anfang
01.05.2015
Ende
28.02.2017
Aufgabenbeschreibung
Ziel des Projektes war die Entwicklung von Tiereinstreuprodukten auf der Basis nachwachsender Rohstoffe, bevorzugt auf Basis von Holz, in Granulatform, welche im Vergleich zu den im Markt befindlichen, konventionellen, mineralischen und organischen Produkten eine deutlich niedrigere Schüttdichte besitzen. Neben Holz sollten auch andere Faserstoffe auf Basis von Einjahrespflanzen oder Cellulose geprüft werden. Im Gegensatz zur bisher üblichen Herstellweise durch trockene Pelletierung oder Kompaktierung sollte die Umsetzung dieses Vorhabens über verschiedene Nassverfahren erfolgen. Durch diese Vorgehensweise sollte eine weniger starke Komprimierung der Ausgangspartikel zu geeigneten Granulaten resultieren, wodurch die niedrigere Schüttdichte resultieren sollte. Das Projektziel sollte sowohl eine klumpende als auch eine nichtklumpende Variante beinhalten. Die klumpende Variante ist insbesondere im Bereich der Katzenhygiene von Vorteil, da hier nur der verbrauchte Streuanteil aus der Katzentoilette entsorgt werden muss. Dadurch wird das Abfallaufkommen gegenüber nichtklumpenden Streus nochmal gesenkt. Ein wichtiger Teil des Projekts bestand darin, herauszufinden, wie sich die ebenfalls qualitätsrelevanten Parameter, Fellgängigkeit und Staubungsneigung, entwickeln. Bei den klumpenbildenden Produkten war zu klären, welche Additive sich bei dem neuartigen Verfahren als Klumpenbildner eignen, wie sie in den Produktionsprozess integriert werden können und welche Mengen erforderlich sind. Insgesamt sollte das Projekt auch zu Produkten mit einem verbesserten Preis-Leistungs-Verhältnis führen, so dass sich der Marktanteil der organischen Tiereinstreuprodukte erhöht.
Ergebnisdarstellung
Im Rahmen des Projekts konnten Produkte, insbesondere auf Basis von Weichholz, entwickelt werden. Als beste Produktionstechnologie erwies sich die Pelletierung bei einem Feuchtegehalt zwischen 35 und 70 % mit anschließender Trocknung auf eine Restfeuchte von ca. 10-12 %. Die durchgeführten Versuche haben gezeigt, dass damit eine Reduzierung des Schüttgewichts um ca. 50% im Vergleich zu trocken pelletierten Produkten erreicht werden kann. Die Absolutwerte lagen im Bereich von 270-300 g/L. Als optimale Partikelfraktion haben sich Weichholzfasern im Bereich < 500 µm erwiesen. Teilweise weisen die so hergestellten Granulate einen zu hohen Abrieb auf, so dass die Zugabe eines Bindemittels sinnvoll erscheint. Hier hat neben stärke- und zuckerbasierten Produkten insbesondere CMC eine sehr gute Funktionalität gezeigt. Als optimale Zugabemenge wurde ein Bereich von 2-10 % ermittelt. Bei klumpenden Einstreuqualitäten erwies sich Guar als am besten geeignetes Klumpungsmittel, bei einer Zugabemenge von ca. 15 %. Die so hergestellten Produkte zeigten die gewünschte Schüttgewichtsreduzierung bei gleichzeitig hoher Saugfähigkeit, einem geringen Abrieb sowie ggf. guter Klumpungsneigung. Die Übertragung der Laborergebnisse auf den Technikumsmaßstab konnte im Rahmen des Projekts erfolgreich durchgeführt werden, wobei die Qualitäten der hergestellten Produkte nur geringfügig von den im Labor hergestellten Proben abwich. Dies lässt erwarten, dass das weitere Upscaling auf den großtechnischen Maßstab ohne allzu große Überraschungen möglich sein sollte. Versuche mittels Nassagglomerierung oder Extrusion wurden ebenfalls durchgeführt. Es konnten aber die erforderlichen Qualitäten entweder nicht erreicht werden oder die Technologien brachten keine Vorteile im Vergleich zur kostengünstigen und für die Herstellung großer Mengen besonders prädestinierten Pelletiertechnologie gefunden werden.

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