Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Entwicklung neuartiger ökologischer Druckfarben unter Nutzung von Naturfarbstoffen aus Färberpflanzen: Teilvorhaben 2: Bereitstellung von Naturfarbstoffen aus Färberpflanzen

Anschrift
Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) - Thüringer Zentrum Nachwachsende Rohstoffe
Naumburger Str. 98
07743 Jena
Kontakt
Dr. habil. Armin Vetter
Tel: +49 3641 683-200
E-Mail: armin.vetter@tll.thueringen.de
FKZ
22018500
Anfang
01.11.2000
Ende
30.06.2004
Ergebnisdarstellung
Im Verlauf des Vorhabens zeigten sich in den anwendungstechnischen Untersuchungen Schwierigkeiten hinsichtlich der drucktechnischen Eignung der von den Verbundpartnern gelieferten Farbpigmente. Es musste festgestellt werden, dass die verlackten Pigmente in den üblichen Schichtdicken auf Papier keine ausreichenden Lichtechtheiten aufweisen. Trotz intensiver Bemühungen der Projektpartner gelang es letztlich nicht, die Gebrauchseigenschaften entscheidend zu verbessern. Die ursprüngliche Zielsetzung, Entwicklung einer Offsetdruckfarbe, musste daher aufgegeben werden. Spätere Untersuchungen konzentrierten sich auf die Entwicklung von wasserbasierten Flexo- und Tiefdruckfarben. Diese Versuche verliefen im wesentlichen positiv. Eine weitere Optimierung der Eigenschaften sowie der Produktionskosten setzt jedoch ein größeres Vermarktungspotential voraus. Diesbezüglich werden noch Interessenten (z.B. Produzenten von Tissueprodukten) gesucht. Einsatzmöglichkeiten für die entwickelten Farblacke ergeben sich auch in anderen Bereichen, wie z.B. der Einfärbung von Biokunststoffen oder Leder.
Aufgabenbeschreibung
Das Verbundvorhaben zielt auf die Entwicklung neuartiger Druckfarben mit pflanzlichen Farbpigmenten. Im Rahmen des Teilvorhabens sollen die optimalen Parameter für die Erzeugung mustergetreuer Farbstoffextrakte entwickelt werden. Durch die Anwendung verschiedener Lösungsmittelsysteme gilt es, das für die jeweilige Pflanzenart und Farbnuance optimale Extraktionsmittel zu bestimmen. Weitere wichtige Einflußgrößen auf die Extraktausbeute und -zusammensetzung, wie z.B. die Prozeßtemperatur und -dauer, müssen ebenfalls optimiert werden. Während mit Krapp für Rotfärbungen und Färberknöterich für Blaufärbungen jeweils nur eine Färberpflanze unter unseren Bedingungen Anbauberechtigung findet, sind es für Gelbfärbungen mehrere. Vor allem hier müssen die besten gelbfärbenden Arten hinsichtlich ihrer Farbstärke, Lichtechtheit und Deckungsfähigkeit identifiziert werden. Die Farbstoffe werden dem Verbundpartner bis zum kg-Maßstab zur Verfügung gestellt.

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