Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Untersuchungen zur Verwertung von sekundären Inhaltsstoffen aus Sanddornblättern als Grundlage für innovative kosmetische Produkte für dermatologische Applikationen; Teilvorhaben 3: Untersuchungen der Extrakte auf dermatologische Wirksamkeit in vitro und in vivo

Anschrift
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg - Universitätsklinikum - Hautklinik
79104 Freiburg
Hauptstr. 7
Kontakt
Prof. Dr. Christoph Schempp
Tel: ++49-761-270-67760
E-Mail: christoph.schempp@uniklinik-freiburg.de
FKZ
22019111
Anfang
24.10.2011
Ende
31.03.2014
Aufgabenbeschreibung
Extrakte aus den Blättern des Sanddorns (Hippophae rhamnoides L.) zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an bioaktiven Inhaltsstoffen, vor allem Gerbstoffen und Flavonoiden, aus. Viele In-vitro-Untersuchungen und Experimente an Nagetieren haben antioxidative und antiinflammatorische Eigenschaften der Flavonoide Quercetin und Isorhamnetin gezeigt. Ziel dieses Teilvorhabens (TV3) im Rahmen des Gesamtvorhabens ist der experimentelle Nachweis der dermatologischen Wirksamkeit der aus ausgewählten Sanddorn-Blättern (TV1) gewonnenen Sanddorn-Extrakte (TV2) in in vitro und in vivo Modellen als grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung von Naturkosmetika (TV4). Hierfür werden die Extrakte in der Zellkultur getestet und Dosis-Wirkungsbeziehungen werden etabliert. Anhand der Toxizität, Phototoxizität, antioxidativer Effekte, Hemmung der Kollagenase werden Wirkmechanismen an Hautzellen (Keratinozyten und Fibroblasten) untersucht und die Extrakte werden in der Zellkultur auf Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geprüft. Anschließend werden Pilotchargen der Produkte auf Wirksamkeit, Verträglichkeit und Lichtschutz in in vivo Studien mit gesunden Probanden geprüft. Für fertige Produkte (Gesichtscreme, Handcreme, Körpercreme und Körperlotion) werden Wirksamkeit und Verträglichkeit im Hinblick auf die Anwendung bei Altershaut geprüft.
Ergebnisdarstellung
Zunächst wurden für verschiedenartige Trocken- & Flüssigextrakte in vitro das antioxidative sowie das phototoxische und zytotoxische Potential bestimmt. Danach wurde mit ausgewählten Sanddornblätterextrakten (SDBE) die entzündungshemmende Wirkung in HaCaT-Keratinozyten und primären Fibroblasten untersucht. Des Weiteren wurde ermittelt, ob die SDBE in vitro einen Einfluss auf die Expression der Matrixmetalloproteinase MMP-1 haben. Es konnte gezeigt werden, dass ausgewählte Extrakte eine eindeutige entzündungshemmende Wirkung zeigen. Zudem konnte die MMP-1 Expression gehemmt werden, so dass der Abbau des kollagenen Bindegewebes und die Hautalterung vermindert werden kann. In drei klinischen Studien erfolgten weiterführende Untersuchungen eines topisch angewendeten Extrakts aus Sanddornblättern an Menschen mit gesunder Haut. Zunächst wurde ein UVB-Erythemtest zur Ermittlung der antiinflammatorischen Wirkung verschiedener Extraktkonzentrationen und Creme-Grundlagen durchgeführt. Darüber hinaus erfolgten Untersuchungen zum Ausschluss einer Phototoxizität sowie eine klinische Prüfung der Verträglichkeit. In dem durchgeführten UV-Erythemtest wurde die antiinflammatorische Wirkung einer topischen Zubereitung mit 0,2% SDBE bei UV-induzierten Erythemen an gesunder menschlicher Haut nachgewiesen und eine Phototoxizität ausgeschlossen. Der 0,2% SDBE erwies sich als sehr gut hautverträglich, die kosmetische Akzeptanz der Zubereitungen war sehr gut bis gut. Die Produkte mit SDBE stellen somit innovative dermato-kosmetische Produkte mit einem standardisierten pflanzlichen Wirkstoff und wissenschaftlich nachweisbaren Eigenschaften dar. Sie erweitern als innovative dermatologische Produkte das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten für die älter werdende Haut.

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