Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Untersuchungen zur Verbesserung der technologischen und ökonomischen Voraussetzungen für den Einsatz von Einjahrespflanzen als Rohstoff für die Holzwerkstoffindustrie

Anschrift
Lud. Kuntz GmbH
Hochwaldstr. 44
54497 Morbach
Kontakt
Dipl.-Ing. (FH) Karl-Robert Kuntz
Tel: +49 6533-956 0
E-Mail: krkuntz@elka-holzwerke.de
FKZ
22020006
Anfang
01.03.2007
Ende
31.08.2009
Ergebnisdarstellung
Die Untersuchungsergebnisse (im Labor und im Betriebsmaßstab) lassen die Schlussfolgerung berechtigt erscheinen, dass der teilweise Ersatz von Holz in Spanplatten und leichten Spanplatten, fallweise bis etwa 20%, durch Reste von Einjahrespflanzen unter Einhaltung der in der EN 312 geforderten physikalisch-technologischen Eigenschaften industriell möglich ist. Auch wird die Formaldehydemission der Platten durch die teilweise Verwendung von Resten von Einjahrespflanzen nicht negativ beeinflusst. Es zeigte sich außerdem, dass auf eine Trocknung des Strohs verzichtet werden kann, ohne die Presszeit verlängern zu müssen. Die Ergebnisse der Betriebsversuche waren interessanterweise weitaus günstiger als die der Laborversuche. Auch feuchtebeständig verleimte Spanplatten lassen sich unter dem teilweisen Einsatz von Stroh (etwa 20%) herstellen, wobei die Anforderungen der EN 312 für die Plattenqualität P3 und P5 weitgehend eingehalten werden. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung unter den Gegebenheiten bei der Fa. Lud. Kuntz GmbH kommt zu dem Ergebnis, dass die Verwendung von Raps- und Getreidestroh in Spanplatten unter Berücksichtigung ökonomischer Gesichtspunkte durchaus in Frage kommen kann, sollte der Preis von Holz höher geraten als der von Stroh. Das Konzept des Forschungsvorhabens, Reste von Einjahrespflanzen als Teilsubstitut für Holzspäne in Holzspanplatten zu verwenden, ist unter Berücksichtigung ökonomischer Gesichtspunkte auf den Anlagen der Fa. Lud. Kuntz GmbH ohne Umstellung realisierbar. Die Fa. Lud. Kuntz GmbH hat die entsprechenden Produkte anlässlich der ZOW-Messe im Jahre 2008 ausgestellt. Einjahrespflanzenhaltige Holzspanplatten können von der Fa. Lud. Kuntz GmbH erworben werden.
Aufgabenbeschreibung
Das Forschungsvorhaben hat das Ziel, Reste von einigen Einjahrespflanzen wie Stroh und Miscanthus als Rohstoff für die Herstellung von Spanplatten der Qualität P1, P2 P3 und P5 (EN 312) unter Berücksichtigung ökonomischer Gesichtspunkte und den Gegebenheiten der Fa. Lud. Kuntz GmbH einzusetzen. Im Einzelnen sind im Forschungsvorhaben, um dieses Ziel zu erreichen, folgende Arbeitsschritte vorgesehen: Die Lignocellulosen auf Basis von Einjahrespflanzen sollen das für die industrielle Herstellung von Holzspanplatten verwendete Holz teilweise (20% bis 50%) unter Verwendung von Aminoplastharzen und Tanninformaldehydharzen ersetzen. Hierfür sollen die technologischen Rahmenbedingungen erarbeitet werden. Lignocellulosen auf Basis von Einjahrespflanzen sollen, ob ihres niedrigen spezifischen Gewichts, für die Herstellung von Spanplatten mit relativ niedriger Rohdichte (0,4 – 0,5 g/cm³) herangezogen werden. Für die Herstellung der Spanplatten unter den Punkten 1 und 2 sollen Kostenbilanzen erstellt werden. Die unter technologisch optimierten und wirtschaftlich vertretbaren Randbedingungen herstellbaren Platten sollen serienmäßig gefertigt und vermarktet werden.

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