Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Entwicklung torffreier Abdeckerden für Champignon und andere Kulturpilze; Teilvorhaben 3: Entwicklung verschiedener Rezepturen für die Abdeckerde-Varianten und labortechnische Kultivierungsuntersuchungen - Akronym: MykoDeck

Anschrift
Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH
Zellescher Weg 24
01217 Dresden
Kontakt
Dipl.-Ing. Natalie Rangno
Tel: +49 351 4662-242
E-Mail schreiben
FKZ
2220MT005C
Anfang
01.08.2021
Ende
31.07.2024
Aufgabenbeschreibung
Im Rahmen von MykoDeck möchte das Konsortium das wirtschaftliche und ökologische Potenzial für torffreie Abdeckerden erschließen. MykoDeck plant, torffreie Abdeckerden für die Produktion von Referenzpilzen (Champignon und Mandelpilz) zu entwickeln und unter realen Bedingungen zu testen. Die Ergebnisse sollen auf weitere Kulturpilzarten übertragbar sein. Parallel zur Materialentwicklung müssen Verfahren- und Technologien erarbeitet werden, um gleichbleibend hohe Produktqualitäten im Vergleich zu torfhaltigen Abdeckerden absichern zu können und maximale Erträge zu erzielen. Durch die Nutzung von biogenen Reststoffen als Torfersatzstoffe sowie die Kreislaufführung von abgetragenen Substraten möchte MykoDeck einen Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressource Torf und zur Reduzierung von Klimagasen durch den Torfabbau leisten. Im Teilvorhaben des IHD werden verschiedene Rezepturen für torffreie Abdeckerden unter Verwendung der Zuschlag- und Torfersatzstoffe des Projektpartners LAV entwickelt. Zuerst erfolgt eine chemische und biologische Bewertung torfhaltiger Abdeckerden sowie alternativer Materialen und die Identifikation von Leitparametern, wie pH-Wert, Porenvolumen, Feuchte oder Nährstoffzusammensetzung. Dann erfolgt die Rezepturentwicklung und Herstellung erster Materialien im Labormaßstab. Da die Pilzarten stammspezifische Abdeckerden benötigen, wird eine zugehörige Rezepturentwicklung angestrebt. Zur Reduktion des Schädlings- und Krankheitsdrucks werden die Varianten unter verschiedenen Hygienisierungsmaßnahmen im Labor getestet und mikrobiologisch und molekulardiagnostisch bewertet. Zur Qualitätssicherung werden Laborkultivierungsuntersuchungen durchgeführt. Praxistaugliche Varianten der Abdeckerden werden anhand der Wachstums- und Fruktifikationszeit sowie der Erträge von Referenzpilzen sichergestellt. Nach dem Upscaling der Herstellungstechnologien (LAV, IKTS) werden die Abdeckerden in praxisnahen Kultivierungsuntersuchungen bei Pilzproduzenten getestet.

neue Suche